Tag Archive for 'Ziele'

Mädchenkram und Strebertum

die neue Schnick*Schnack-Aufbewahrungsanlage:

*Mädchenkram*   *Mädchenkram*

Die hängt jetzt neben meinem Spiegel, sieht hübsch aus und zeigt mir all die Schönigkeiten, die ich mir ins Haar, ans Ohr oder die Hand stecken kann. Hach ja. Schön und praktisch ist wunderbar. Soviel zum Klein- (und Mädchen-) kram. Aber es gibt natürlich noch mehr Gedanken unter meiner blonden Haarpracht ;)

Wir sind jetzt schon echt lange hier. Und wir merken -geil, wir fühlen uns voll zu Hause. Wir wohnen in dem weltschönsten Viertel von Brooklyn (dem wahren NY), treffen unsere Freunde im Café, im Gottesdienst oder auch mal um spontan in die “Blueman Group” zu gehn (gratis! Ja, wir haben tolle Freunde…). Gott segnet uns mit echt vielen kleinen und großen Herrlichkeiten. Und wir sind ihm saudankbar.
Aber ich wäre ja nicht die Bini, wenn ich mich nicht auch in regelmäßigen Abständen fragen würde: wie sieht’s aus mit meinen Zielen, bin ich hier dabei das zu machen, was ich wollte, nutze ich meine Freiheit und koste jeden Moment dieses geilen Lebens voll und ganz aus? Und auch wenn ich finde, dass wir insgesamt eine echt gute Bilanz ziehen können, sind bisher ein paar praktische Ziele zu kurz gekommen. Ich will hier nämlich:

- mehr über’s Fotographieren lernen (und eine Spiegelreflexkamera kaufen -jipii!)
- scrappen: und zwar 1 Seite pro Woche, falls sich noch jemand an die 52 Wochen Challange erinnern kann. Ja, die läuft noch. Und ich hänge hinterher.
- nähen: was das Zeug hält. Ich habe eine Menge neue Projekte im Kopf und die wollen unbedingt mal raus. Und die Welt sehn.
- mehr über Gott lernen. Weil er saucool ist und viel, viel größer als alles, was ich mir vorstellen kann und weil es so spannend ist, mehr davon heraus zu finden.

Was ich stattdessen mache:
*zu viel Kaffee trinken *skypen *einkaufen gehn, um mir amerikanische Pfunde an zu essen *skypen *Mails schreiben *joggen gehn, damit die Pfunde auf der Strecke bleiben *Mails schreiben *bei Brooklyn Industries all mein Geld verlieren *skypen.
Und weil ein paar Sachen zu viel Zeit brauchen, kommen hier ein paar harte Entschlüsse:

1. Wir schicken keine Weihnachtspakete nach Deutschland. Traurig, aber wahr. 
2. Ich beantworte Mail nicht mehr sofort und vielleicht etwas kürzer. Geht ja auch.
3. Ich geh nicht mehr einkaufen und nicht mehr joggen. Das gleicht sich dann aus. ;)

Denn eins ist klar: die Zeit hier ist kostbar. Und begrenzt. Und ich will alles, alles was geht raus holen. Und es voll genießen. Das ist nämlich eins der Ziele, die ich wunderbarerweise schon erreicht habe: ganz da sein. Also hier. Und das ist sausaugeil. Hmm…

Eine Zielstreber-Bini

reality check

Mir ist grad dieser alte Beitrag vom Januar 2008 in die Hände gefallen: Krass. Steht total viel immer-noch-richtiges-und-wichtiges drin. Den muss ich mir ja grad nochmal zur Brust nehmen und checken, wie weit ich schon bin mit meiner NY-Wunschliste:

Was ich suche? Inspiration. Einen breiteren Horizont. Und das wird New York allemal bieten. Die Stadt ist voll von Extremen - sicher auch im Negativen. Aber ich freue mich drauf, die unterschiedlichsten Typen, Lebenskonzepte & Stile zu sehen, die nirgends so konsequent gelebt werden wie in NYC.

Diese Annahmen haben sich definitv bewahrheitet. Es ist einfach toll, wie viele interessante Leute mit interessanten Lebensentwürfen man hier kennenlernt!  Dagegen bin ich selbst ein spießiger Sicherheitsfanatiker mit knochentrockenem Lebenslauf. Allein aus der Church! (so nennen die sich) kennen wir jetzt schon 2 Comedians, 1 Straßenmusiker, 1 Regisseur, 3 Caféinhaberin und 1 Ralf Lauren Model. Gestern zum Beispiel habe ich mich mit einem Filmemacher getroffen, der vor kurzem sein gutlaufendes Geschäft und sein Haus in Washington aufgegeben hat, um in NY nochmal neu zu starten. (Am Rande: Die Hauptfigur seines neuen Films ist ein deutscher Einwanderer nach dem 2. Weltkrieg & er kommt grade irgendwie nicht weiter - da kam ihm ein Deutscher als Gesprächspartner gerade sehr gelegen… spannend.) Fazit: Hier laufen spannende Leute rum & ich komme von der Vorstellung los, dass es nur ein fester Job in einem geregelten Leben sein kann!

Ich will
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-als Sozialjunkie ohne Freunde auf einen anderen Kontinent? Erledigt.
-habe schon gute Vorbilder gefunden
-auch kranke Anschauungen gibt es genug
-Kontinent, Stadt, Menschen - alles neu
-Bin schon ganz gut & übe weiter
-Erledigt, weil nach NY gezogen
-Soweit: NY & Connecticut
-Von Null anfangen = sich durchboxen
-Eindeutig erledigt - viel zu oft & viel zu viel
-Erledigt, zum Beispiel hier, den gibt´s aber überall und zu Hauf
-Fehlanzeige. Nicht in NY.
-Hab´ich aus den Augen verloren, ist wieder im Blick
-Zu fettig, zu süß.
-Bin zwar schon meilenweit durch Manhatten gelaufen, aber war noch an an keinem Flußufer…

Ich will nicht

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-Hab keinen mehr: ist also definitiv erledigt
-Luftlinie NYC-Hochheim: 6.200km
-Erledigt und viel Inspiration für Gemeindeleben
-Klein ist es immernoch, aber zu herausfordernd für nett
-Studium für bescheuerten Traum unterbrochen
-1. Stempel im Reisepass: USA
-War knapp, aber wir sind hier.
-Manchmal ist mir Leidenschaft wichtiger als Ausgewogenheit. Das letzte Montagsvideo habe ich z.B. bis 03:30 geschnitten.
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