
[hier ein Schwalben-Doppelgänger im Berliner Shop]
Ich würde ja gerne schreiben, dass ich das herrliche Frühlingswetter nutze, um entspannt durch die Stadt zu cruisen. Würde. Denn stattdessen nutze ich das herrliche Frühlingswetter und cruise extrem angespannt. Und wünschte von Herzen, die Schwalbe wäre nicht gelb. Sondern extrem unauffällig. Und extrem leicht zu beherrschen. Wobei mir letzteres noch wichtiger wäre. Und ich wünschte, ich hätte letzten Sommer nicht das Schwalben-Nahtod-Erlebnis mit der Sophia gehabt (wobei sich das die Sophia sicher noch mehr wünscht). Aber weil alles wünschen nichts hilft und ich mir ein bißchen Mobilität bewahren will, seit uns unser Auto verlassen hat (schniief), setze ich mich eben mit Angst auf das blöde Ding. Auf das die Angst irgendwo unterwegs auf der Strecke bleibt…
Eine schwalbenbezwingende Bini
1. mehr Hochzeitsfotos… Hier das coolste von Sascha und Sabine:

und weil’s so schön ist auch ein Schönes..

2. die Schwalbenkämpfe gehn in die zweite Runde. Gestern habe ich (mit Domi hinten drauf) an der Ampel einen unfreiwilligen Wheelie gemacht. (ja, das ist wenn das Vorderrad beim Anfahren ‘nen halben Meter in die Luft ragt. Ja, das macht Spaß, wenn man’s extra macht. Nein, mir hat es keinen Spaß gemacht). Miststück. Aber ich bin drauf sitzen geblieben und weiter gefahren. Ha.
3. neue Projekte brodeln in meim Kopp. Wie schnell sie da raus kommen ist eine andere Frage. Aber das wird schon… Es sind ja Semesterferien .. oder so.. irgendwann mal…
Eine beschäftigte Bini
Weil’s so schön war, kommt hier ein kurzer Rückblick auf mein erstes Semesterferienwochenende. Und ich muss sagen: Das war ein astreines Bilderbuch-Ferienwochenende. Zuerst ging’s am Samstag ja wie gesagt im Sonnenaufgang zum Beachvolleyball. Nachmittags haben Joe, Bini & ich dann eine Schwalben-Tour in den Taunus gemacht. Genauer: nach Bad Schwalbach zum Sitz von Schwälbchen ;-)

Dann gab’s ein Pizza-Picknick im Schatten eines einsamen Baumes im Kornfeld: Kein Wölkchen am Himmel, weeeeiter Horizont und hochsommerliche Temperaturen - schöne Sache.

Im direkten Anschluss war’n wir bei Shorts at Moonlight, einem Kurzfilm-Festival in Mainz. Und obwohl solche Kurzfilm-Wettbewerbe normalerweise sehr inspirierend & spannend sind, war außer “Spielzeugland” - dem deutschen Oskargewinner - nichts erwähnenswertes dabei. Um so schöner war’s dann, am Tag darauf die Armmustskulatur mal wieder auf ihre Kosten kommen zu lassen - beim Klettern mit meinem großen, kleinen Bruder:

Nach der kräftezehrenden Anstrengung wurden wir dann mit einem in großmüttlicher Liebe zubereiteten Abendessen verwöhnt - was will man mehr? (Da ich weiß, dass du dich unter den Lesern befindest: 1000 Dank Oma, du bist die Beste!!!) Nach so einem Wochenende bleibt nur zu sagen: Liebe Semesterferien: Schön, dass ihr das seid!

denkste. Der Neffe mag draufsitzen ja lustig finden, der muss ja auch nicht fahrn. Puh, ganz schön anstrengend das zu lernen. Ja, die Schwalbe sieht wirklich cool aus, aber im Moment hab ich nicht viel davon, dass mich wildfremde Menschen anlächeln und mir gut aussehende Männer anerkennend hinterher gucken. Weil ich jeden Moment fürchte a) den Motor ab zu würgen b) mit den (Zitat Domi) “ehrlich sauguten Reifen” bei Regen und “in-die-Kurve-legen”, einfach in der Kurve liegen zu bleiben oder c) beim Fahren alles hin zu kriegen, aber die Schwalbe bei Stillstand sofort fallen zu lassen, weil sie schwer ist und ich nicht stark. So, wie gleich am Anfang unserer Freundschaft. Ja, sie macht es mir nicht einfach, das Biest, besonders nicht mit dem 1. Gang. Der geht nie rein. Die Christiane hat heute gesagt “die hat halt ihren eigenen Kopf”. Aber pass bloß auf, du Schwalbe, ich setzt meinen Kopf oben drauf. Ha! Ich werd sie noch bezwingen!
Schwalbe-Beifahren hingegen ist schon immer ein Traum. So auch am Donnerstag, als ich einen wunderschönen Tag hatte, voll Sonne, Freundingesprächen und glücklich sein. Abends sind der tapfer-lernende Mann und ich für den Feierabend mit Abendessen und Picknickdecke auf den Neroberg hoch gedüst. Ah, geilster tiefblauer Himmel, laue Abendluft, der weltbeste Mann -da hab ich spontan zu Gott gesagt “mehr Glücklichesein auf einmal geht gar nicht, oder?” Und glaube Gott hat gekichert, der Schelm, und dann tatsächlich noch einen oben drauf gesetzt: als wir oben ankamen, standen überall um den Neroberg Kerzen, es lief französische Musik und -in der Kuppel wurde getanzt! Drumherum saßen einige Leute mit noch mehr Kerzen und Picknickdecken, haben die Musik genossen, die Tanzpaare und die Abendaussicht über Wiesbaden bewundert. Sehr schön und kitschig. Sehr cool ist auch, dass die ganze Sache kaum organisiert und eher spontan ist. Darum unser neuer Geheimtipp: einfach mal donnerstags bei gutem Wetter auf den Neroberg gehn. Hat uns stark erinnert an etwas, dass wir mal in New York erlebt haben und damals dachten “sowas gibt’s halt nur in NY.” Falsch gedacht. Auch in Wiesbaden. Geil. Gott ist der Hammer.
Eine begeisterte Bini
…macht noch keinen Sommer. Aber sie hilft, ihn anständig zu genießen:

Wir haben uns eine alte DDR-Maschine gekauft. Eine 82er Simson Schwalbe in Saharagelb. Nach wochenlanger Suche hat der Joe (mein Held!) den Glücksgriff getan, sodass wir letzten Montag ins Saarland gefahren sind und das Schmuckstück in einem einmaligen Angebot eingesackt haben. Das schöne Teil steht jetzt, ganz stilecht, direkt neben der gelben Telefonzelle und fühlt sich wohl. Herrlich. Ab jetzt werden der Joe und ich auf unseren Schwalben durch Wiesbadens Straßen fliegen.
Ach ja: Mittlerweile dürften ja alle mitbekommen haben, dass wir zur Zeit ziemlich im Semesterendspurt stecken. Deshalb hatte ich letzte Woche entschlossen, meinem Zeitbudget angepasst einfach öfter mal kurz zu bloggen. Und weil ich ganz und gar erstaunt, was neben dem Lernen in den letzten 2 Wochen doch noch so alles gelaufen ist, werde ich die nächsten Tage in der auch hier verwendeten Kurzform öfter mal darüber berichten.
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