Tag Archive for 'Produktivität'

Montagsvideo # 91 und was ich schon immer mal sagen wollte…

Was nun folgt, ist ein Montagsvideo darüber, wie man die Dinge geregelt kriegt (wenn man es schafft, “Buch kaufen” von der Aufgabenliste zu streichen…)

Hm.. seeehr geil gemacht.
So. Und jetzt zu all dem, was ich hier schon lange mal erzählen wollte… Ja genau, besser spät als nie. Also, was so los war:

Ich habe Ferien (mit Urlaub vom Arbeiten!). Das, und der einsetzende Herbst, der Lust auf Ahorn-Sirup macht (bei mir zumindest), haben sich in meiner Küche niedergeschlagen. Abi und ich haben Apfel-Ahorn-Muffins gebacken -die leider nicht nach Ahorn geschmeckt haben. Naja, a Gaudi war’s trotzdem. (dank Umrühren per Hand und Baileys -der darf ja nicht fehlen)

*Apfel*Ahorn*Muffins* *Apfel*Ahorn*Muffins*

Und weil Ferien so schön sind, habe ich im Handumdrehen meinen Schreibtisch verwüstet. So gehört sich das. Schlimm nur, wenn der eigene Gatte so ein Ordnungsfanatiker ist. Hier die Beweisfotos…

*Schreibtische*
[rechts Domi, links Bini. Und ja, das Bügeleisen gehört noch zu mir. Mein Chaos schwappt über die Grenzen...]

Irgendwo habe ich das schon mal gesehn… Ja richtig, auf dem Heimflug von NY:

*Tablett*im*Flieger* *Tablett*im*Flieger*
[rechts Domi, links Bini]

Aber zurück zum herrlichen Chaos, da lassen sich nämlich herrliche Dinge veranstalten. Ein Projekt letzte Woche war es, für unsere NY-Freunde Chris und Janet (hier ein kleiner Eintrag über deren Herbsttradition, letztes Jahr in NY)  ein kleines Geschenk zur Ankunft des ersten Sohnemannes zu machen (er kam gestern! Yeay!). Zum Festhalten der vielen Gedanken, Veränderungen und Begeisterungsausbrüchen habe ich ein kleines Büchlein gemacht. Und dabei festgestellt, dass unser megahammer Drucker auch Moleskins bedrucken kann… Geil. Das Bild hab ich von Janets facebook geklaut. Und so sah das Moleskin am Ende aus:

*Hey*Baby*

*Hey*Baby**Hey*Baby**Hey*Baby**Hey*Baby**Hey*Baby*

Und das war noch nicht alles: letzte Woche habe meine Freundin, die Christane und ich außerdem mal den Versuch gestartet Stempel selbst zu machen. Denn, sind wir mal ehrlich, Stempel sind leider meistens eher doof und manchmal ein bißchen peinlich. Das ist vielleicht anders, wenn man sie selbst designen kann (werden wir im 2. Schritt machen; hier haben wir es erstmal mit Vorlagen aus’m Internet probiert). *Christiane*

*Pralinen*bei*der*Arbeit* *Stempel*machen*

Hm, Christiane, ein kreatives Projekt und Schoki -was will man mehr ;) Und mit dem Eulen-Stempel-Ergebnis bin ich auch ganz zufrieden!

*Stempel*Ergebnis*

So. Das war immernoch nicht alles. Aber ich habe beschlossen die Bilder von meinem ersten Morgengrauenshooting in Deutschland morgen zu posten. Und übermorgen dann einen kleinen Peek in mein neuestes Foto-Projekt, das meine herrliche und talentierte Alaska-Freundin Beth und ich gestartet haben. Uui, das macht sooo Spaß! Also macht euch auf was gefasst! Diesmal wirklich ;)

Eine kreativ-kribbelige Bini

Vom Leben gelernt

Eine besondere Erfahrung in NY ist es, viel freie Zeit zu haben. Ich rede nicht über Freizeit zum Rumhängen, sondern über frei einzuteilende Zeit. Denn ich liebe Produktivität und bin mit vielen Ideen im Kopf nach NY gekommen.

Vision

Aber ich habe eine Erfahrung gemacht: Ohne einen künstlichen Zeitrahmen - durch die Uni oder den Job vorgegeben - laufe ich Gefahr, meine Tage an die Erledigung nebensächlicher Aufgaben zu vergeuden oder gar zu verbummeln.
Die Herausforderung ist es, mir Zeitpläne aufzustellen, denen ich dann selbst so viel Autorität zuspreche, dass ich mich ihnen anschließend unterordnen muss. Klar, ich habe die Pläne selbst aufgestellt und könnte sie auch jederzeit wieder umwerfen. Aber wenn ich situationsbedingt immer wieder die Pläne ändere, verliere ich den Blick für’s Ganze und es ist unmöglich, eine klare Linie reinzubekommen.

Im vollgepackten Leben in Deutschland hatte ich mir immer gewünscht, nicht ständig in so viele Dinge eingebunden zu sein - Uni, Job, Gemeinde, Haushaltspflichten usw. - weil da soviel Zeit drauf geht, in der ich auch eigene Ideen voranbringen könnte.
Doch jetzt, wo ich einmal alle Zeit der Welt hatte muss ich feststellen, wie schnell der Wert von Zeit verfällt, wenn man zu viel davon hat. Es war und ist nicht immer schlecht gelaufen in NY, aber oft genug, dass ich mich fragen muss, ob es nicht besser ist, in Teilen doch zeitliche Vorgaben von außen zu bekommen, um in der übrigen Zeit, die mir dann zur freien Verfügung steht, motiviert und gezielt auf meine eigenen Ziele hinarbeiten kann. Ob also ein eingebunden sein in externe Pflichten, nicht auch gerade hilfreich sein kann für die eigenen Projekte. Mal sehen wie es wird, wenn wir wieder zurück in Deutschland und damit auch zurück in festen Verpflichtungen sind.

Für meine restliche Zeit in NY ziehe ich folgenden Schluss: Ich werde einen Plan aufstellen mit Wochen-Zielen und festen Zeitvorgaben für die einzelnen Tage. Von 8:00 bis 13:00 Uhr werde ich “arbeiten” und diese Zeit auch wie offizielle Arbeitszeit im offiziellen Arbeitsumfeld behandeln - Ausnahmen und Ablenkungen sind einfach nicht drin. Ich werde die formulierten Wochenziele auf diesen täglichen Zeit-Slot runterbrechen und dann Tag für Tag abarbeiten, sodass am Ende der Woche alle Ziele erreicht sind. Um 13:00 Uhr ist dann Mittagspause und anschließend koste ich das Besondere an NY aus: freie Zeit haben. Für Freunde, für Cafés, für die vielen Ausstellungen, Konzerte und Künstler in NY, für spontane Aktionen und dergleichen mehr. Aber alles getreu dem Motto:
Erst die Arbeit, dann das Vergnügen. Denn das ist kein oller Spruch, sondern die Erfahrung von Generationen von Menschen eingeschlossen mir: Ohne die Gewissheit, bereits etwas sinnvolles erledigt zu haben, macht auch Freizeit keinen Spaß.