Ich mag meine Heimat. Und die Menschen darin. Sehr. Deshalb hat einer der Orte, den ich am meisten vermisse, mit den Menschen zu tun, die ich am meisten vermisse: unser Wohnzimmer mit unseren Freunden darin. Genau so, wie es bei unserer sonntäglichen Wir-füttern-alle-durch-die-wir-kennen-Tradition oft der Fall war:
Ich mag mein zu Hause. Und die Menschen darin. Sehr. Deshalb hat einer der Orte, den ich am meisten genieße, mit den Menschen zu tun, die ich am meisten genieße: unser Wohnzimmer mit unseren Freunden darin. So, wie es am Sonntag bei unserer spontanen Wir-laden-wie-wild-Leute-aus-der-church!-ein-Aktion der Fall war:
Nach Spaghetti-Vodka und dem obligatorischen Latte Machiato hieß es ordentlich Sonne tanken auf unserem Dach. Bei nahezu angenehmer Temperatur nach permanenten -10°C in der letzten Woche ist bei mir damit endgültig der Frühling im Herzen ausgebrochen. Wer ein paar unserer Freunde hier sehen möchte - bitte sehr:
Da man im Amiland das Gefühl für die Kitsch-Grenze ohnehin ein wenig verliert, hoffe ich auf euer aller Verständnis und möchte am Ende noch eine kleine Sentimentalität loswerden: Zwar sind die Plätze in unserem Wohnzimmer ersetzt worden. Aber die Plätze in unseren Herzen nicht. Da wird niemand ersetzt - wir bauen an.
Weiter geht´s in der noch so jungen Reihe der Orte, die ich an der Heimat vermisse und im Gegenzug an der neuen zu Hause schätze. Als Kaffeejunkie natürlich ganz vorne mit dabei: Cafés. Und da gibt es im schönen Wiesbaden wirklich ein paar Schätze. Zum Tanzen gehen eignet sich die Kurstadt zwar nicht so sehr, aber tolle Cafés & Bars hat sie allemal - und das ist mir auch wichtiger. Einige der Kaffeehäuser mag ich besonders - weil gute Erinnerungen dranhängen, weil dort tolle Entscheidungen getroffen wurden oder einfach weil sie schön sind. Allen voran liegt mir das Sherry & Port am Herzen:
Empfehlenswert für alle daheimgebliebenen sind aber auch das 3frauenzimmer, das Degenhardt oder das Maldaner. Hier in Park Slope ist die neue Nr. 1 das Postmark, ein Café, dass unsere Gemeinde sowohl betreibt als auch bevölkert. Und es ist wirklich zu einem wichtigen Ort geworden:
Hier sitze ich drei Vormittage die Woche für heimische Arbeitgeber am MacBook, mittwochs stehe ich seit heute selbst hinter der Theke (haha, hatte meine erste Schicht als Barista) und ansonsten treffen wir hier immer wieder neue und alte Freunde. Ein paar mehr Eindrücke gibt´s bei Flickr.
Uiuiui, da es mal wieder spät geworden ist, von allem folgenden nur noch die Kurzfassung. Diese Woche steht nur eines auf dem Plan: Essen. It´s Thanksgiving time! Und das heißt einzig und allein Futtern. Angefangen hat´s bei der pre-thanksgiving-Party einer Freundin, danach ging´s zum thanksgiving-dinner der church! und morgen fahren wir nach Boston, Massachusetts zum thanksgiving-Familienfest von Courtney. Guten Appetit.
Ein Ort, den ich definitiv sehr vermisse, ist mein Platz auf der Mauer auf dem Neroberg in Wiesbaden. Von Zeit zu Zeit brauche ich Weitblick, Überblick und Weite. Deshalb habe ich hier viele inspirierende Abende verbracht:
Ich kann gar nicht sagen, wie viele wunderbare Gespräche ich hier hatte - allen voran mit Joe, meinem best man. Und wenn mir hier etwas fehlt, dann sind es genau solche Momente: mit guten Freunden an einem solchen Ort sitzen, einen eisgekühlten Martini mit `ner Lucky genießen und dabei über Gott & die Welt philosophieren. Der Neroberg - definitiv einer der “places I miss”.
Gott sei Dank hat sich eben dieser aber darum gekümmert, dass ich hier in NYC nicht verkomme und mir direkt mal einen Neroberg-Ersatz gesichert. Nicht ganz so grün, aber urbaner - und dafür bin ich ja hier. Unser Hausdach mit Blick auf Manhatten:
Gerade in einer Stadt wie New York City liebe ich es, mal nicht nur bis zum nächsten Hochhaus sehen zu können, sondern den Blick weit schweifen zu lassen und in die Ferne zu denken. Die weltgeilste Bini lässt sich sogar ab und an mal zu einer Lucky herab, weil sie meinen Hang zu solchen Momenten kennt. Trotzdem mache ich mich mal auf die Suche nach einem Kerl, der für gute Gespräche unter Männern zu haben ist. Allen meinen Jungs zu Hause muss ich mal sagen: “1000 Dank für eure Freundschaft - ihr seid unersetzlich!” So, jetzt muss ich schnell aufhören mit den Sentimentalitäten. Sonst entsteht noch ein falscher Eindruck. Nach dieser Woche kann ich nämlich das erste Mal uneingeschränkt sagen: Ich bin innerlich richtig angekommen! Zu Hause in New York City.
eigentlich sollte man allen Friseuren, die sich "Modefriseur" nennen, die Worte "aus der" vor den Namen setzen // freelancers in NY are serious about calling their favorite coffee shop 'office' and the customer next to them 'co-worker' // even German candies taste different in the States, Nutella for example is made of skim milk and tastes like crap // gumboots are the latest thing in NYC fashion, the hippest model goes for $120 and girls are crazy about them // Las Vegas is like Times Square, just as big as a city and a little more crazy // since 9/11 there are regular announcements in the subway to always stay alert - that feels strange // winter in NYC is extremely cold and temperatures change within a day from -10°C to 10°C // people usually don't have washing mashines here so laundromats are all over the place // alcoholic beverages are insanely expensive here - a beer is between 5 and 8 Dollars at least // Valentine's day isn't only for your valentine in the States, people write cards to anyone they like // some do, but most people don't move to NYC for lifestyle reasons but for job-opportunities, i.e. in the creative area // German milk cartons are too small, one gallon of milk is perfectly right // Americans don't use many signs to offer directions, they prefer getting lost every once in a while // many standards in Germany are very high // one in a thousand examples is the public winterservice that makes pedestrian walks accessible very fast // another example is the cleaness of public places, restrooms and official buildings // Americans still use checks for most regular payings like rent, insurance etc // the food over here makes my skin worse // even Americans as a nation have self-doubts // living abroad helps you getting to know your own country // many stereotypes about Germans are mostly true: in comparison we´re perfectionists, over-organized and good engineers // public bathrooms in Germany are in a very good shape // commuters in NYC´s subways and busses are as silent as those in Germany // there are no seperate bathrooms for women and men in the States // American toilets are always full of water which has some serios disadvantages // the service in German restaurants is very good // there´s always the sound of police sirens in NYC // Brooklyn is the real New York // black guys love singing in the subway // NYC is very european // grocery shopping is twice as expensive as in Germany // electricity isn´t that stable here // Americans make no secret out of their political preference // in many neighborhoods of NYC white people are the absolut minority // over here rich poeple are richer and poor people are poorer // things are more extrem in the States // Americans use the horns of their cars pretty often // it´s hard to find a McCain supporter in NY // New Yorkers have way more electronic devices and gadgets than Germans do // subways drive 24 hours a day // we´re definately spending too much money in cafés // there are definitaly too many nice cafés in NY // they always serve free iced-water in restaurants and bars // many Americans don´t have health insurance // there´s no smog in Manhatten because of the rivers around the city //
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