Das Leben in der Großstadt ist toll - ständig ist was los, irgendwo gibt es immer irgendwas Neues. Und manchmal, ganz manchmal, wird es einem ein bisschen zu viel. Wäre es da nicht toll, einen Mute-Button zu haben, eine Lautlos-Taste?
ImprovEverywhere war mal wieder in New York unterwegs. Und diesmal sogar in Park Slope, wo Bini und ich damals gewohnt haben. Genau dieser Eingang zum Prospect Park liegt sogar auf Binis Jogging-Route…
Und weil’s so schön ist mit Improv Everywhere, gleich nochmal (diesmal nehmen sie ein bisschen die Digital Natives auf die Kappe):
Alle anderen Aktionen von IE, die wir schonmal als Montagsvideo hatten, findet ihr hier.
Unsere NY-Freundin Ashley hat heute Geburtstag. Aber sie ist weit weg. Weit, weit weg. Daher mussten wir uns etwas ausdenken, wie wir ihr angemessen gratulieren können. Einfach anklicken:
Ach ja, und: Ich hab’ endlich meine Seminar-Arbeit abgeschlossen & jetzt fangen die Semesterferien so richtig an! Damit komme ich ab jetzt auch endlich wieder zum Bloggen - wenn ich Lust hab ;-)
Eigentlich wollte ich es ja exklusiv unseren Besuchern vorenthalten. Doch jetzt gefällt es mir doch so gut, dass ich es auch mit denen teilen will, die zu weit weg sind… Bei unserer Abschiedsparty in New York haben wir die meisten unserer Freunde dort nochmal schnell abgelichtet, um sie später an die Wand nageln zu können. Und das haben wir jetzt getan:
vlnr Reihe 1: das Comedian-Ehepaar Luke & Abbey, Pastorin Joy, Freund Frank, die saucoole Ashley, Filmfrau Nikki, die Jungverheirateten Andrea & Aubrey. Reihe 2: Pastorentochter Elly, Musiker Aubrey, sun of a gun Levi, Outdoor Journalist Josh. Reihe 3: die frisch schwangere Andrea, die immernoch saucoole Ashley, der funniest man alive Dave, wieder Joy. Reihe 4: Luke & Abby, Fotograph David, Freundin Shannon, Elly & der Pope of the Slope Brad. Uuuuuh, we miss you guys!
In aller Kürze zwischen zwei Vorlesungen kommen hier die Montagsvideos dieser Woche. Heute geht’s um Street Art. Insbesondere um Straßenkunst, die Bekanntes in einen neuen Kontext setzt. Und ich finde, da haben sich ein paar ziemlich coole neue Strömungen ergeben. Die erste Idee kommt von Joshua Allen Harris, aus - woher wohl - New York:
Hier gibt’s ein Interview mit ihm. Und dann gibt’s da noch die Sache mit dem Stricken. Hierzulande hat das ja (noch) einen etwas hausmütterlichen Ruf. Aber in New York hat sich das Stricken schon länger zum urbanen Trend entwickelt. Unsere Freundin Ashley ist da nur ein Beispiel von vielen. Ein paar Mädels aus Texas haben das Stricken jetzt noch in einen unerwartet neuen Kontext gesetzt - und damit bin selbst ich als Mann endgültig überzeugt: Stricken ist cool:
Mehr auf knittaplease.com. Wer kennt noch unkonventionelle Street Art Ideen? Her damit!
Es ist eindeutig mal wieder Zeit für was Selbstgemachtes hier bei den Montagsvideos. In unserer letzten Woche in New York haben wir versucht, von den wichtigsten Orten und Leuten nochmal gezielt Fotos zu machen - der Erinnerung wegen, versteht sich. Dann kam uns die Idee, alles drei zu kombinieren: Fotos, Orte und Menschen. Herausgekommen sind 600 Bilder von einem Weg, den wir unzählige Male gegangen sind: Von zu Hause über die 5th Avenue zum Postmark, dem Café unserer Gemeinde in Brooklyn:
Sorry, heute mal kein Lacher zum Wochenstart: Wir haben uns heute mit einem Freund getroffen, der genau am Abend unserer Abreise aus NY eben dort angekommen ist. Und die Gespräche über NY haben mich an ein unverarbeitetes Kapitel aus meiner Zeit dort erinnert: der extreme Gegensatz zwischen Arm und Reich, der in NY so krass aufeinander prallt.
Eine Frage, die ich mir in diesem Zusammenhang immer wieder stelle und mir mein Leben lang noch nicht abschließend beantworten konnte, ist der richtige Umgang mit Obdachlosen: Gebe ich ihnen Geld? Holen die sich davon nicht eh nur Alk? Gebe ich nicht lieber einmal dem Falschen, als niemals dem Richtigen? Ist der eine Dollar nicht ein Tropfen auf dem heißen Stein? Was soll ich tun? Ihnen Essen geben? Oder Kleingeld? Dieser Film gibt eine interessante Antwort:
Zuhören! Nichts was ich nicht habe. Nichts was ich nicht kann. Einfach zuhören. Macht Sinn und wäre verdammt herausfordernd. Aber wollen die das überhaupt? Brauchen sie das dringender als mein Geld? Ich brauche eure Gedanken…
Wir sind wieder in Deutschland. Und uns hält dasselbe in Atem wie den Mann im Montagsvideo: Die alte Welt neu bauen. [Am Besten mit Vollbild und HQ ansehen]
Der Abflug in NY vor 5 Tagen war schon ein harter Schnitt. Wir sind in der einen Welt losgeflogen und in der anderen Welt gelandet. Und es war keine Auslandssemester, das planmäßig geendet ist - es war ein anderes Leben, das innerhalb von 7 Monaten unerwartet vollständig wurde. Mit fast allem, was dazugehört: ein toller Freundeskreis, eine super Gemeinde, eine schöne Wohnung im idealen Viertel einer inspirierenden Stadt - es hätte nicht fern gelegen, in NY zu bleiben. Da war es schon krass, im Flieger zu sitzen und ohne Notbremse vom einen ins andere Leben zu fliegen. Wir konnten nicht mehr tun, als uns in der ersten Hälfte der Reise von NY zu verabschieden und in der zweiten Hälfte auf Deutschland einzustellen.
Was wir zurücklassen, rein geographisch, sind Freunde, die uns seeehr viel bedeuten. Aber ich glaube wirklich und ehrlich und echt, dass sich diese Freundschaften zwar verändern, aber auf einer neuen Ebene bestehen und sogar wachsen können. Ich war zwar bisher nicht sonderlich gut darin, auf Entfernung regelmäßig Kontakt aufzunehmen. Aber ich werde mir kräftig in den Arsch treten, dran zu blieben und diese Freundschaften zu pflegen. Und die Perspektive, gute Freunde in NY und über den ganzen Globus verteilt zu haben, ist für mich echt faszinierend. Soweit zum alten Leben in NY.
Zum neuen in Wiesbaden erstmal: Viiielen, vielen Dank für dieses Willkommen, eine solche Ankunft macht Lust auf mehr:
Ich kann nur sagen (hier spreche ich jetzt erstmal für mich, die Bini hat dazu bestimmt ganz eigene Gedanken): Hier zu sein, fühlt sich richtig und gut an. Richtig gut sozusagen. Hier habe ich Menschen, mit denen ich viel Geschichte und noch mehr Geschichten teile. Ich habe Möglichkeiten, Umfeld & Umwelt zu genießen und zu prägen. Ich kann Gutes aus der Zeit vor NY wiederentdecken, Schlechtes zurücklassen und Neues finden. Klar: Es wird eine Herausforderung, nicht in alte Muster zurück zu fallen, sondern die Veränderung aus NY mitzubringen. Aber es wird klappen. Mit Entschiedenheit, der Hilfe meiner Freunde und mit meiner Frau - die ist nämlich eine permanente Lebensqualitätverbesserungsmaschine, die Probleme erkennt, bevor sie da sind und effektiv ausmerzt. Für unseren Neuanfang hier habe ich deshalb die besten Hoffnungen.
P.S. Es hat am Flughafen knapp eine Minute gedauert, bis ich mir bei einer euphorischen Begrüßungsaktion den großen Zeh gebrochen hatte. Heimkommen, Koffer abstellen und ab ins Krankenhaus… Was tut man nicht alles für ein gutes ‘P.S.’?
Krass, krass, krass. Von unseren 7 Monaten in NY sind nur noch 3 Tage übrig… Deshalb stürzen wir uns für die letzten Tage wie verrückt in die Gemeinschaft mit Freunden. Zum Programm unserer letzten Woche hier gehör(t)en: Ein Comedy-Abend mit Luke & Abby, Vormittags-Cappuccino auf der Sonnenterrasse mit Ashley & Dave, Sushi-Mittagessen mit Brad & Joy, Alabama-Abendessen mit Jamey & Randy, einen Abend Boule mit Dave & Courtney uuund - für mich persönlich sehr unerwartet - Klettern im Central Park mit Josh, Bjorn & Jonathan. Und davon gibt’s heute einen Fotobericht. Für das volle Erlebnis bitte die Schritt-für-Schritt-Anleitung beachten:
Diashow starten, ABER gleich auf Pause drücken (unten links)
Dann auf das Vollbild-Symbol klicken (unten rechts)
Auf Info-Anzeigen klicken (oben rechts)
Manuell die Bilder durchklicken (von links nach rechts)
Vom Klettern aber wieder zurück zu unserem Abschied. Die letzten Tage fühlen sich wirklich seltsam an. Und momentan ist der Abschied von NY uns einfach noch näher als das Wiedersehen der Heimat (zeitlich, emotional und geographisch). Da waren durchaus schon ein paar Tränen im Spiel… (echte Männer weinen). Aber - und das ist das Gute - es endet nicht nur etwas, sondern es beginnt auch etwas Neues. Und darauf freuen wir uns.
Vor gar nicht allzu langer Zeit habe ich eine Mail an einige Freunde in Deutschland geschrieben, weil Bini und ich uns so darauf freuen, bald wieder nah an unseren Freunden und Familien zu leben. Hier ein paar Auszüge davon, um unsere Vorfreude zu teilen:
Hallo Freunde,
es hat sich was gar Feines zugetragen in amerikanischen Landen, wovon ich euch gerne erzählen möchte:
Vor gar nicht allzu langer Zeit ist unsere liebe Freundin Ashley in ein neues zu Hause gezogen. Ein kleines, nettes Zimmerchen, hübsch, warm und - vor allem - so gar nicht unweit von unserer bescheidenen Bleibe. Dort wohnt sie nun, gemeinsam mit einem anderen Freund von uns und ist froh. Tagein, tagaus. Warum? Aus demselben Grund, aus dem auch wir froh sind. Tagein, tagaus. Weil eine kleine, unscheinbare Sache, ganz ungeahnt große Folgen hat - und noch dazu ganz ungeahnt schöne Folgen: das “nah an Freunden wohnen”.
Es ist die reinste Freude. Mal eben auf einen Latte vorbeikommen, kurz vor der Arbeit, auf dem Rückweg oder einfach so zwischendurch. Wenn’s schneit schnell rüberrennen für eine spontane Schneeballschlacht, bevor der Schnee wieder weggeschmolzen ist. Und weil man weiß, das bei den Freunden das Wohnzimmerfenster immer einen Spalt weit offensteht und man dadurch ganz famos einen kleinen Schneeball mitten ins Wohnzimmer feuern kann. Den Video abends einfach nicht bloß zu zweit gucken, eben nicht allein einkaufen gehen, sondern zu zweit, dritt, viert… Wenn man keine Lust hat auf Kochen einfach spontan beim anderen mitessen. Sich zufällig im nächstgelegenen Café treffen. Auf dem Heimweg vom Bäcker samstags einfach ein paar Brötchen mehr kaufen und vor die Tür der Freunde legen. Es ist herrlich, so an Freunden zu wohnen. Doch so schön es hier gerade gerade auch sein mag, noch schöner ist für mich eine andere Vorstellung: das alles und mehr bald zu Hause zu machen, da wo ich hingehöre: bei meinen Freunden in Deutschland.
Als Bini und ich anfang des letzten Jahres entschieden haben, nach NY zu ziehen, haben wir uns in Wiesbaden oft ein wenig einsam gefühlt. Nicht, dass wir wirklich einsam gewesen wären: wir kennen ja im ganzen Umkreis nette Menschen. Aber es kam so oft vor, dass wir spontan Lust auf Freunde hatten. Zum Frühstück, mitten am Tag und noch häufiger abends. Und beim Überlegen, wer jetzt in Frage käme, [...] blieb irgendwie oft niemand übrig. Da war’n Domi und Bini manchmal etwas traurig…
Dann sind sie ganz weit weggezogen. In eine andere Stadt, in einem anderen Land, auf einem anderen Kontinent und haben dort ganz viele nette Leute kennengelernt. Die Stadt war neu. Die Gemeinde auch. Neu, toll und aufregend. Und doch haben sie ganz schnell gemerkt, wo sie eigentlich hingehören: zu den Freunden in der Heimat. Mit diesem Wissen im Gepäck trudelten dann nach und nach Neuigkeiten ein, die ihre Herzen hüpfen lassen: [... Ein paar ganz tolle Menschen sollten in ihre Nähe nach Wiesbaden ziehen.]
Das neue Leben hier in NY ist zwar schön - und wir haben auch ein wenig Platzangst ob des nahenden Rückreisetermins. Doch je näher dieser kommt, desto mehr spüren wir auch: wir freuen uns auf unsere Freunde und Familie. Sehr. Sehr. Sehr. Und darauf, dass wir wieder näher zusammen leben. Auf dem selben Kontinent, im selben Land und vielleicht sogar in derselben Stadt. Herrlich und wunderbar.
…werfen ihre Schatten voraus: ‘Zimmer frei’-Anzeige online gestellt // Besichtigung mit potentiellen Nachmietern gehabt // keine Monatskarte mehr für die Metro gekauft // Termin für die Abschiedsparty gesucht // für Vorlesungen im nächsten Semester angemeldet // keine ganze Flasche Ketchup mehr gekauft // vorsorglich schonmal Fotos vom typischen Freundes-Sonntag gemacht // letztes Mal Miete bezahlt // mit dem letzten Check im Heft // befürchtet, Brad das letzte Mal predigen zu hören // letztes Mal JFK als Heimatflughafen angegeben // zahlreiche Sentimentalitätsanflüge gehabt // ebensoviele Vorfreude überwiegt-Erlebnisse // dem Abi schonmal 30kg Gepäck mitgegeben // New York Magazine-Abo auslaufen lassen // Freunden Möbelstücke versprochen // Zwiebeln nur noch einzeln gekauft // ‘was ich noch in NY machen will’-Liste geschrieben // Schattenvorauswurf-Post geschrieben
Ich mag meine Heimat. Und die Menschen darin. Sehr. Deshalb hat einer der Orte, den ich am meisten vermisse, mit den Menschen zu tun, die ich am meisten vermisse: unser Wohnzimmer mit unseren Freunden darin. Genau so, wie es bei unserer sonntäglichen Wir-füttern-alle-durch-die-wir-kennen-Tradition oft der Fall war:
Ich mag mein zu Hause. Und die Menschen darin. Sehr. Deshalb hat einer der Orte, den ich am meisten genieße, mit den Menschen zu tun, die ich am meisten genieße: unser Wohnzimmer mit unseren Freunden darin. So, wie es am Sonntag bei unserer spontanen Wir-laden-wie-wild-Leute-aus-der-church!-ein-Aktion der Fall war:
Nach Spaghetti-Vodka und dem obligatorischen Latte Machiato hieß es ordentlich Sonne tanken auf unserem Dach. Bei nahezu angenehmer Temperatur nach permanenten -10°C in der letzten Woche ist bei mir damit endgültig der Frühling im Herzen ausgebrochen. Wer ein paar unserer Freunde hier sehen möchte - bitte sehr:
Da man im Amiland das Gefühl für die Kitsch-Grenze ohnehin ein wenig verliert, hoffe ich auf euer aller Verständnis und möchte am Ende noch eine kleine Sentimentalität loswerden: Zwar sind die Plätze in unserem Wohnzimmer ersetzt worden. Aber die Plätze in unseren Herzen nicht. Da wird niemand ersetzt - wir bauen an.
eigentlich sollte man allen Friseuren, die sich "Modefriseur" nennen, die Worte "aus der" vor den Namen setzen // freelancers in NY are serious about calling their favorite coffee shop 'office' and the customer next to them 'co-worker' // even German candies taste different in the States, Nutella for example is made of skim milk and tastes like crap // gumboots are the latest thing in NYC fashion, the hippest model goes for $120 and girls are crazy about them // Las Vegas is like Times Square, just as big as a city and a little more crazy // since 9/11 there are regular announcements in the subway to always stay alert - that feels strange // winter in NYC is extremely cold and temperatures change within a day from -10°C to 10°C // people usually don't have washing mashines here so laundromats are all over the place // alcoholic beverages are insanely expensive here - a beer is between 5 and 8 Dollars at least // Valentine's day isn't only for your valentine in the States, people write cards to anyone they like // some do, but most people don't move to NYC for lifestyle reasons but for job-opportunities, i.e. in the creative area // German milk cartons are too small, one gallon of milk is perfectly right // Americans don't use many signs to offer directions, they prefer getting lost every once in a while // many standards in Germany are very high // one in a thousand examples is the public winterservice that makes pedestrian walks accessible very fast // another example is the cleaness of public places, restrooms and official buildings // Americans still use checks for most regular payings like rent, insurance etc // the food over here makes my skin worse // even Americans as a nation have self-doubts // living abroad helps you getting to know your own country // many stereotypes about Germans are mostly true: in comparison we´re perfectionists, over-organized and good engineers // public bathrooms in Germany are in a very good shape // commuters in NYC´s subways and busses are as silent as those in Germany // there are no seperate bathrooms for women and men in the States // American toilets are always full of water which has some serios disadvantages // the service in German restaurants is very good // there´s always the sound of police sirens in NYC // Brooklyn is the real New York // black guys love singing in the subway // NYC is very european // grocery shopping is twice as expensive as in Germany // electricity isn´t that stable here // Americans make no secret out of their political preference // in many neighborhoods of NYC white people are the absolut minority // over here rich poeple are richer and poor people are poorer // things are more extrem in the States // Americans use the horns of their cars pretty often // it´s hard to find a McCain supporter in NY // New Yorkers have way more electronic devices and gadgets than Germans do // subways drive 24 hours a day // we´re definately spending too much money in cafés // there are definitaly too many nice cafés in NY // they always serve free iced-water in restaurants and bars // many Americans don´t have health insurance // there´s no smog in Manhatten because of the rivers around the city //
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