Tag Archive for 'Neroberg'

ein Kinderspiel…

*Schwalbefahrn*ist*kinderleicht*

denkste. Der Neffe mag draufsitzen ja lustig finden, der muss ja auch nicht fahrn. Puh, ganz schön anstrengend das zu lernen. Ja, die Schwalbe sieht wirklich cool aus, aber im Moment hab ich nicht viel davon, dass mich wildfremde Menschen anlächeln und mir gut aussehende Männer anerkennend hinterher gucken. Weil ich jeden Moment fürchte a) den Motor ab zu würgen b) mit den (Zitat Domi) “ehrlich sauguten Reifen” bei Regen und “in-die-Kurve-legen”, einfach in der Kurve liegen zu bleiben oder c) beim Fahren alles hin zu kriegen, aber die Schwalbe bei Stillstand sofort fallen zu lassen, weil sie schwer ist und ich nicht stark. So, wie gleich am Anfang unserer Freundschaft. Ja, sie macht es mir nicht einfach, das Biest, besonders nicht mit dem 1. Gang. Der geht nie rein. Die Christiane hat heute gesagt “die hat halt ihren eigenen Kopf”. Aber pass bloß auf, du Schwalbe, ich setzt meinen Kopf oben drauf. Ha! Ich werd sie noch bezwingen!

Schwalbe-Beifahren hingegen ist schon immer ein Traum. So auch am Donnerstag, als ich einen wunderschönen Tag hatte, voll Sonne, Freundingesprächen und glücklich sein. Abends sind der tapfer-lernende Mann und ich für den Feierabend mit Abendessen und Picknickdecke auf den Neroberg hoch gedüst. Ah, geilster tiefblauer Himmel, laue Abendluft, der weltbeste Mann -da hab ich spontan zu Gott gesagt “mehr Glücklichesein auf einmal geht gar nicht, oder?” Und glaube Gott hat gekichert, der Schelm, und dann tatsächlich noch einen oben drauf gesetzt: als wir oben ankamen, standen überall um den Neroberg Kerzen, es lief französische Musik und -in der Kuppel wurde getanzt! Drumherum saßen einige Leute mit noch mehr Kerzen und Picknickdecken, haben die Musik genossen, die Tanzpaare und die Abendaussicht über Wiesbaden bewundert. Sehr schön und kitschig. Sehr cool ist auch, dass die ganze Sache kaum organisiert und eher spontan ist. Darum unser neuer Geheimtipp: einfach mal donnerstags bei gutem Wetter auf den Neroberg gehn. Hat uns stark erinnert an etwas, dass wir mal in New York erlebt haben und damals dachten “sowas gibt’s halt nur in NY.” Falsch gedacht. Auch in Wiesbaden. Geil. Gott ist der Hammer. 

Eine begeisterte Bini

places I miss - places I enjoy #1

Ein Ort, den ich definitiv sehr vermisse, ist mein Platz auf der Mauer auf dem Neroberg in Wiesbaden. Von Zeit zu Zeit brauche ich Weitblick, Überblick und Weite. Deshalb habe ich hier viele inspirierende Abende verbracht:

Nerobergpanorama

Ich kann gar nicht sagen, wie viele wunderbare Gespräche ich hier hatte - allen voran mit Joe, meinem best man. Und wenn mir hier etwas fehlt, dann sind es genau solche Momente: mit guten Freunden an einem solchen Ort sitzen, einen eisgekühlten Martini mit `ner Lucky genießen und dabei über Gott & die Welt philosophieren. Der Neroberg - definitiv einer der “places I miss”.
Gott sei Dank hat sich eben dieser aber darum gekümmert, dass ich hier in NYC nicht verkomme und mir direkt mal einen Neroberg-Ersatz gesichert. Nicht ganz so grün, aber urbaner - und dafür bin ich ja hier. Unser Hausdach mit Blick auf Manhatten:

Dachpanorama

Gerade in einer Stadt wie New York City liebe ich es, mal nicht nur bis zum nächsten Hochhaus sehen zu können, sondern den Blick weit schweifen zu lassen und in die Ferne zu denken. Die weltgeilste Bini lässt sich sogar ab und an mal zu einer Lucky herab, weil sie meinen Hang zu solchen Momenten kennt. Trotzdem mache ich mich mal auf die Suche nach einem Kerl, der für gute Gespräche unter Männern zu haben ist. Allen meinen Jungs zu Hause muss ich mal sagen: “1000 Dank für eure Freundschaft - ihr seid unersetzlich!” So, jetzt muss ich schnell aufhören mit den Sentimentalitäten. Sonst entsteht noch ein falscher Eindruck. Nach dieser Woche kann ich nämlich das erste Mal uneingeschränkt sagen: Ich bin innerlich richtig angekommen! Zu Hause in New York City.