In New York sind Bini und ich endgültig dem Leben in Cafés verfallen. Einer der Hauptschauplätze unserer 7 Monate dort war das Postmark Café, das wir hier schonmal erwähnt, bebildert und sogar verfilmt haben. Wie dem auch sei, zurück in Wiesbaden fiel uns die Trennung vom Heimat-Café echt nicht leicht - es war in Laufnähe, hatte eine tolle Atmosphäre und guten Kaffee: alles, was ein Café braucht. Deshalb waren wir leicht perspektivlos, als wir wieder in Wiesbaden angekommen sind. Doch offensichtlich war da mal wieder jemand umsichtig… Denn während wir in NY waren, hat in Wiesbaden das Molino aufgemacht:
Ein schmuckes Café mit leckeren Bio-Heißgetränken, netter Einrichtung und -vor allem- einem traumhaften Innenhof. Und das alles in Laufnähe zu uns, direkt am Luisenforum an der Schwalbacher-Straße Ecke Rheinstraße.
Auf jeden Fall der perfekte Aufenthaltsort für ein nettes Frühstück an einem sonnigen Wochenende. Oder auch als alternative zum Lernen in der grauen Uni-Bib.
Es ist eindeutig mal wieder Zeit für was Selbstgemachtes hier bei den Montagsvideos. In unserer letzten Woche in New York haben wir versucht, von den wichtigsten Orten und Leuten nochmal gezielt Fotos zu machen - der Erinnerung wegen, versteht sich. Dann kam uns die Idee, alles drei zu kombinieren: Fotos, Orte und Menschen. Herausgekommen sind 600 Bilder von einem Weg, den wir unzählige Male gegangen sind: Von zu Hause über die 5th Avenue zum Postmark, dem Café unserer Gemeinde in Brooklyn:
…aus der to-do-Liste. Er ist nämlich im Kasten. Jetzt kommt ”nur noch” die liebe Post-Produktion. Unser ehrgeiziges Ziel ist es, alles bis zum Abflug fertig zu haben, aber der ist schon heute in 2 Wochen… Wir werden sehen (oder eben später sehn).
Es hat jedenfalls sau viel Spaß gemacht!
(allen, die mitgemacht haben, werden wir später noch danken -und in einer Sprache, die sie verstehn ;))
Am Montag haben wir dann erstmal Feeerien gemacht. Das war nach der sehr Projekt-beladenen Zeit wirklich wunderbar… Außerdem wollen das iphone und die D90 auch unbedingt Aufmerksamkeit. Üüübrigens: wir haben nicht plötzlich einen Goldesel, sondern diese beiden (völlig unangemessen geilen) Gerätschaften in einem super (nahezu kostenlos) Deal bekommen.
Darum meistert der Domi in den Ferien das neue iphone-Spiel und ich knipse was immer vor die Linse gerät. Natürlich alles mit Kaffee. Hmmm…
Eine koffein(iert)-knipsende Bini
P.S. Nur noch 2 Wochen. Krass, das…. Die Vorfreude wird größer, die Trennungsschmerz-Aussicht auch. Das eine Auge lacht sich halb tot und das andere heult wie ein Schloßhund…
Wenn man an Halloween in NY ist, muss man natürlich auf die Halloween Parade gehn.
Im Gegensatz zum deutschen Fasching ging’s hier natürlich oft ums Gruselthema: mit Geisterpuppen in 4 m Höhe, aufwendigen Beamerprojektionen auf Fensterrahmen und Riesenstühlen. Zwischen professionelleren Gruppen liefen dann einzelne Verkleidete -hier gab’s natürlich viel Politisches, wie Palin mit schwangerer Tochter oder als “Miss Pitbull”, Obama als Superman und natürlich “Joe, the plumber”. Zwischenrein haben sich leider Unmengen liebloser Kostüme und vereinzelte Perverslinge gemischt -die Seite gibt’s auch. Mein Favorit: einer als Huhn und einer als Ei, beide mit dem gleichen Schild: “ich war zuerst da”.
In unserem Viertel Park Slope hingegen sah Halloween am Nachmittag ganz anders aus:
Die Hauptstraße war vollgepackt mit verkleideten Kindern und deren Eltern. Und in jedem einzelnen Geschäft wurde Candy abgesahnt. Die Verkleidungen waren hier oft total aufwendig und originell. Ein Säugling als Charlie Brown, ein 3jähriger Punk-Rockstar und sooo viele Kinder, die am Rande des Zuckerkomas in Glückseeligkeit schwelgten.
Jetzt versteh ich auch, warum Halloween so ein Kindertraum ist. Einen Tag lang sehn alle lustig aus und man darf so viel Zucker essen, wie man nur irgend möglich in den kleinen Bauch stopfen kann. Herrlich.
Dann gab’s an diesem Wochenende noch einen Samstagmorgen -so, wie er sein sollte: in einem wunderschönen kleinen Café, mit viel Sonne, guten Gesprächen und Kaffee.
Wir haben über NY geredet, unsere Ziele und wie wir sie weiter voranbringen wollen. Und haben festgestellt -wir wolln mehr. Und am Montag geht’s los. Oh ich mag diese herrliche Kombination: Kaffee und gute Entschlüsse treffen. Hm. Good stuff.
eigentlich sollte man allen Friseuren, die sich "Modefriseur" nennen, die Worte "aus der" vor den Namen setzen // freelancers in NY are serious about calling their favorite coffee shop 'office' and the customer next to them 'co-worker' // even German candies taste different in the States, Nutella for example is made of skim milk and tastes like crap // gumboots are the latest thing in NYC fashion, the hippest model goes for $120 and girls are crazy about them // Las Vegas is like Times Square, just as big as a city and a little more crazy // since 9/11 there are regular announcements in the subway to always stay alert - that feels strange // winter in NYC is extremely cold and temperatures change within a day from -10°C to 10°C // people usually don't have washing mashines here so laundromats are all over the place // alcoholic beverages are insanely expensive here - a beer is between 5 and 8 Dollars at least // Valentine's day isn't only for your valentine in the States, people write cards to anyone they like // some do, but most people don't move to NYC for lifestyle reasons but for job-opportunities, i.e. in the creative area // German milk cartons are too small, one gallon of milk is perfectly right // Americans don't use many signs to offer directions, they prefer getting lost every once in a while // many standards in Germany are very high // one in a thousand examples is the public winterservice that makes pedestrian walks accessible very fast // another example is the cleaness of public places, restrooms and official buildings // Americans still use checks for most regular payings like rent, insurance etc // the food over here makes my skin worse // even Americans as a nation have self-doubts // living abroad helps you getting to know your own country // many stereotypes about Germans are mostly true: in comparison we´re perfectionists, over-organized and good engineers // public bathrooms in Germany are in a very good shape // commuters in NYC´s subways and busses are as silent as those in Germany // there are no seperate bathrooms for women and men in the States // American toilets are always full of water which has some serios disadvantages // the service in German restaurants is very good // there´s always the sound of police sirens in NYC // Brooklyn is the real New York // black guys love singing in the subway // NYC is very european // grocery shopping is twice as expensive as in Germany // electricity isn´t that stable here // Americans make no secret out of their political preference // in many neighborhoods of NYC white people are the absolut minority // over here rich poeple are richer and poor people are poorer // things are more extrem in the States // Americans use the horns of their cars pretty often // it´s hard to find a McCain supporter in NY // New Yorkers have way more electronic devices and gadgets than Germans do // subways drive 24 hours a day // we´re definately spending too much money in cafés // there are definitaly too many nice cafés in NY // they always serve free iced-water in restaurants and bars // many Americans don´t have health insurance // there´s no smog in Manhatten because of the rivers around the city //
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