Kürzlich haben zwei Freunde von uns geheiratet - Ken & Tina. Dafür haben die beiden sich mächtig ins Zeug gelegt und eine Wahnsinns-Hochzeit aus dem Boden gestampft. (Binis Kamera war mit von der Partie und Bilder folgen.) Aber nicht nur die beiden haben sich ins Zeug gelegt, sondern auch unser Hauskreis - und einen kleinen Film für Ken & Tina gedreht. Ihre Liebesgeschichte. Leicht abgewandelt.
Tag Archive for 'Ehe'
Gefeiert haben wir, soviel steht fest. Los ging’s mit einem herrlichen Frühstück.
Und später gab’s ein Heldenkonzert, bei Folklore im Schlachthof. Wie geil. Für mich ist die Wir sind Helden-Musik der Inbegriff von junger Freiheit und Studentenleben. Ich bin 20, gerade ausgezogen, besuche meinen Freund (und dem Joe) in der Bude und die Helden-Musik läuft. Supercool. Und jetzt? Jetzt bin ich 27, 6 Jahre verheiratet, ganzkurzvormEndevomStudium und die Helden sind immernoch supercool. Schön, wenn Älterwerden daran gar nix ändert.
Woran Älterwerden ebenfalls nix ändert ist, dass es ganz wunderbar ist ein Mädchen zu sein. Das haben wir auch gefeiert (und bei diesem “wir” ist der Domi ausgeschlossen) - bei der Kleidertausch-Party. Eine geniale Idee, liebe Christine! Zu allem Überfluss gab es auch noch Probe-Hochzeitstorte (und Probe-Torte-Anschneiden ;)).
Und: ich hab ein supergeiles Kleid von der Inka bekommen. Sie hat es selbst umgenäht, war aber unzufrieden und ich befinde mich immernoch im Schock darüber, dass ich es haben und behalten darf. Das schöne Kleid hat mich heute direkt erfolgreich vom magistrieren abgehalten… (aber solche Dreh-Fotos muss man auch erstmal hinkriegen…)
Hach ja. Es ist schön mal wieder über schöne Dinge zu schreiben. Hoffe alle Mit-geplagten Abschlussarbeiter (und auch sonst alle) hatten eine schöne Ablenkung… :) Und jetzt zurück an die Arbeit, aber los!
Eine sehr beschenkte Bini
Ich habe “zwischen den Jahren” mal wieder gnadenlos überschätzt. Was ich alles machen und tun wollte -und dann wollte ich eigentlich nix, außer auf dem Sofa sitzen und raus schaun. Denn die Projekte zum Jahresende waren herrlich - und anstrengend:
**Herzrasen 2010 Kalender [war ein okönomisches Disaster (ich habe ca. 1,50€/Arbeitsstunde verdient. Au weia), aber ein Herzensprojekt, das mich glücklich macht. Und ich maaag meinen Kalender so sehr! ;)]:
**das Weihnachtsgeschenk-Projekt (Kooperation mit Joe&Christiane) für Freunde und Familie:
Ein Kalender mit 12 Postkarten zum Verschicken. Das Video zeigt im Schnelldurchlauf,wie wir die Kalenderblätter zwischen 3:00 und 4:00 Uhr Morgens in die richtige Reihenfolge gebracht haben (und es schneit die ganze Zeit;)).
**Weihnachten (war sooo schön!)
**Silvester -oder die Spuren, die Tanzen im Schlachthof hinterlassen hat..

All das ergab einen minimalen Ausschlag in den roten Bereich auf der Anstrengungsskala. Mit der Folge, dass wir zwischen den Jahren nachts 12 Stunden schlafen und tags keine Menschen sehen wollten.
Und wir wissen schon: es kommt noch schlimmer. (Obwohl das schöne, neue Jahr schön ist!). Eine neue sehr anstrengende Phase liegt vor uns, in der gleichzeitig das Haus fertig renoviert werden, das Semester abgeschlossen und ein Umzug geplant und gemeistert werden muss. Darum haben wir uns ein bißchen Zeit genommen, um zu reflektieren, wie die stressige Vorweihnachtszeit war und was wir in der nächsten krassen Zeit besser machen können. Hier ein kleiner Auszug unserer weitreichenden Erkenntnisschöpfung:
*Domi ist bei Stress aufgabenorientierter und sachlich. Der Umgangston wird rauer. Das kommt ungelegen, denn ich bin bei Stress empfindlicher. Vor allem beim Tonfall. Oder Kritik. (Am schlimmsten: beides zusammen). Darum wollen wir *etwas vorsichtiger und *etwas härter im nehmen werden.
*wir müssen uns Zeit nehmen, um zu zweit zu sein. Miteinander reden, träumen, visionieren, uns den Traum vor Augen halten, für den wir uns hier einsetzen. Und dann natürlich noch gaaanz viel knutschen ;).
*ich brauche dringend regelmäßig Zeit mit Gott. Nicht, weil er es von mir verlangt oder weil er es braucht, sondern weil ich diese Regelmäßigkeit brauche. Auch wenn das in Stress-Phase schwer ist, ist es da umso dringender.
*wir müssen auch mal allein sein. Ich weiß, dass es für mich super wichtig ist, auch mal ein bißchen nach zu denken, zu reflektieren, zu träumen, zu werkeln und einfach für mich zu sein. Mit all der herrlichen Gemeinschaft, die wir haben, kann man sich das schnell abgewöhnen. Das will ich aber eigentlich nicht. Also muss ich meinen Freunden wohl auch mal einen Korb geben (das ist sooo schwer!).
Oh, so Gedanken und Vorsätze tun mir echt gut, weil ich das Gefühl habe, besser gewappnet zu sein für die Zeit die da kommt. Und dann weicht der Druck und das “ohje, schaffen wir das nicht?”-Gefühl der Zuversicht und der Vorfreude. Und das ist saugut! Ich weiß noch, wie ich letztes Jahr voll Bock hatte unsere Wohnung neu zu gestalten. Jetzt habe ich dazu sooo viel Gelegenheit! Dann will ich das auch mit Begeisterung machen (und nicht mit dem Umzugstermin im Nacken). Oh, es wird so geil…
Eine vorbereitete Bini
P.S. Fröhliches 2. Blogjubiläum domiundbini.de!

(die Ringkirche friedlich und eingeschneit, nachts um 5:30, nachdem das letzte Geschenk fertig war)
Das ist sie, die Braut. Süß, frech, der Hammer. Meine Freundin Kristin. Ihren Kerl, den Jakob, kenne ich leider noch nicht so gut wie sie, aber wir haben schon mal eins gemeinsam: Sommersprossen.
Und er hat wirklich schöne, find ich. Geküsst habe ich ihn übrigens, weil es in Norwegen Tradition ist, dass alle Frauen, sobald die Braut den Raum verlässt, sich im Gänsemarsch auf zum Bräutigam machen und ihn auf die Wange küssen. Das gleiche machen die Jungs, sobald der Bräutigam weg ist. Sehr lustige Sache! Aber vielleicht sollte ich vorne anfangen: bei der Trauung. Geheiratet wurde nämlich in einer Kirche aus Holz. Innen und außen.
Und da kamen die beiden raus. Deutlich entspannter, als beim Einmarsch ;)

Danach gab’s Zimtschnecken und Kaffe und wir haben uns bald aufgemacht: Brautpaar, Trauzeugin, beide Trauzeugen und die engagierte Fotografin. Ich durfte mit, um ein bißchen nebenher zu fotografieren. 500 Bilder eben. Hier mal ein paar von den schönsten:
Und nochmal was für die Jungs zum Schmachten:
Und für die Mädels:
Und zum Schluß eins meiner Lieblingsbilder. Hihi…
Saucool. Und es gibt noch einen Grund zum Freuen: die beiden gehen nächstes Jahr für ein Auslandsemester nach Tübingen (ja, krass gell? Das ist für andere Menschen Ausland! ;)) und sind damit wesentlich näher bei uns, als im Moment. Das wird so schön!!
Eine vorfreudige Bini
P.S. Für Sandra nochmal der Brautstrauß (und dazu die Rückseite vom Kleid -das durfte ich schnüren… hhm, schön):
Oh, das war sie. Eine traumhafte Hochzeit, ein paar traumhafte Tage in Norwegen und nun bin ich mit 500 Bilder im Handgepäck wieder gelandet. Nur noch ein bißchen sortieren und dann kommen hier ein paar Bilder, die Mädchenherzen höher schlagen lassen. Sorry, Jungs. Besonders bitter: das hübsche Mädchen ist unter der Haube…
Mehr darüber - und wie mich eine norwegische Tradition dazu veranlasst hat den Bräutigam zu küssen - gibt’s bald…
Eine verträumte Bini
Kennen sich seit 10 Jahren:
Vergangenen Dienstag vor genau 10 Jahren habe ich die Bini kennengelernt. Und ich mag sie bis heute. Ist ‘ne schöne Sache - das Jubliäum und die Bini.
Jajaja, ich weiß: sich 10 Jahre zu Kennen ist überhaupt kein ernstzunehmendes Jubliäum. Nicht so wie ein Hochzeitstag oder so. Aber wir nehmen sowas immer zum Anlass, uns einfach daran zu freuen & zu erinnern, was wir aneinander haben. Und besonders schön ist es, wenn Freunde solche Spinnereien ernst nehmen und einem eine Überraschung herrichten. Und die Rechnung ist aufgegangen:
2 Gläser auf dem Tisch + 2 Picollos im Kühlschrank
= 2 Glückliche auf dem Sofa und weil’s so schön war gleich nochmal.
Ja, das war eine Freude. Deshalb nehm ich mir jetzt vor, die kleinen Eigenheiten meiner Freunden (sofern sie bestehen) nicht ändern zu wollen, sondern einfach so stehen zu lassen. Ist doch egal, wie wichtig ich Dinge finde. Wenn sie für meine Freunde wichtig sind, will ich sie auch ernst nehmen! Deshalb: Kommt her ihr kleinen Macken, Neurosen und Eigenheiten - ihr seid herzlich Willkommen im Gesamtpaket!
Und zum Abschluss nochmal zu Bini und mir: 10 Jahre kommen wir manchmal vor wie eine Ewigkeit. Aber gemessen an der Zeit, die wir uns noch kennen werden, ist es wahrscheinlich nichts mehr als ein Liebes-Bisschen.
Saugen ist einfach toll. Alles wird sauber und man findet längst verschollene Dinge zwischen den Sofakissen. Wirklich wertvolle Dinge… Aber ich muss etwas weiter ausholen:
Kurz vor Weihnachten wollte mein “bestman” Joe mit seinem Mädel Christiane ernst machen und um ihre Hand anhalten. Und welchen besseren Anlass gibt es, einem Freund bedingungslose Unterstützung zuzusagen? Wer den Joe kennt, weiß, dass da schon etwas besonderes her muss und ich kann euch sagen: es gibt nicht vieles, was lustiger ist, als zwei Kerle, die in Lausbubenlaune Verlobungspläne schmieden. Unser Plan sah folgendermaßen aus:
Wir wollten einen LKW zum romantischen Restaurant umbauen und ihn an einem Ort mit tollem Blick abstellen, sodass der Joe die Christiane an diesen einsamen Ort entführen und erobern kann. Leider sieht ein LKW im Ursprungszustand alles andere als romantisch aus: Also haben wir uns einen 7,5-Tonner geschnappt, den Boden mit Teppich, sowie Wände und Decke mit Stoffen verkleidet. 30 Kerzen, 1 Kronleuchter, 1 Tisch, 2 Stühle, 1 Sofa, 1 Minibar und 2 Gasheizungen später war tatsächlich eine romantische Kulisse draus geworden.
Und da Liebe bekanntlich durch den Magen hat der Italiener noch ein feines Menü beigesteuert, sodass die Christiane bei klirrender Kälte und mitten in der Pampa bei Kerzenschein und sanften Jazzklängen italienische Pasta mit dem Mann ihres Herzens verdrücken konnte und - sie hat “Ja” gesagt.
Es war ein herrlicher Abend. Hach ja.Nur leider ging bei der Aktion mein geliebter iPod verloren und nach stundenlanger Suche habe ich mich letztlich damit abgefunden, dass er nicht wieder auftaucht. Doch heute, plötzlich und unerwartet, beim Saugen fällt er mir in die Hände. Unfassbar! Nach drei Monaten. Einfach wieder da. Juhuuu! Tja, und dabei ist mir die Verlobungsstory wieder eingefallen. Und die war einen so langen Eintrag wert. Mehr Fotos gibt´s bei Flickr.
neulich in der Mittagspause am Telefon mit dem weltgeilsten Gatten:
ich (hocherfreut und ein wenig aufgeregt): “oooh, weißt du waahaas, die Tina hat erzählt, dass der Jeremy aus dem 5. gesagt hat, dass er mich süß findet!!!!”
weltgeilster Gatte (auch aufgeregt und hocherfreut): “Echt?! Oooh, wie cool!!!!!”
Dann mussten wir beide ganz herzlich lachen und ich habe mich sehr darüber gefreut, dass der Domi es schafft, in so einem Moment mein Mann und meine beste Freundin gleichzeitig zu sein. Darum haben wir dann noch ein bißchen mehr gelacht.
Zur Erläuterung: wenn man verheiratet ist, wird man nicht mehr ganz so oft von coolen Typen angesprochen. Und das ist eigentlich ein ganz klein wenig schade. Um so schöner, wenn dann doch noch mal jemand auf einen steht und der beste Mann auf der Welt sich von Herzen mitfreut. Geil.
Dazu fällt mir eins der letzten Neon-Themen ein: “warum Eifersucht gut für eine Beziehung ist” oder so ähnlich: wenn man sich des Partners nicht so sicher ist, muss man mehr dafür kämpfen. Darüber habe ich gestern auch mit der Debbie geschwätzt und ich denke viel mehr, dass es einfach gut ist, dass ich WEIß: ich bin mit diesem Kerl für immer und immer zusammen, also werde ich alles geben und alles investieren, um diese Beziehung so herrlich wie möglich zu gestalten.
Wie sehen dass all die Verheirateten und Unverheirateten da draußen? Ist Eifersucht oder Sicherheit der größere Antrieb?
Eine sichere Bini





















































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