Wir haben lange überlegt, was wir in NY machen möchten: Praktikum, Arbeiten, Studieren - es gibt eine Menge ambitionierter Versionen, bei denen man zwar etwas im Lebenslauf vorweisen kann, aber am Ende wegen 60-Stunden-Wochen nichts von NY erlebt hat (meine Meinung dazu habe ich schonmal beschrieben). Ende 2008 saßen wir dann beim Brunchen mit Johannes, als er ganz nebenbei meinte, wir könnten doch auch für ein Magazin schreiben. In dieser Sekunde hatte es uns erwischt!
Wie geil wäre das denn: in einer der faszinierendsten Städt der Welt leben und richtig tief eintauchen - nicht nur schnell nach Feierabend, sondern als Teil des Jobs - traumhauf. Aber leider unrealistisch. Wie sollen wir das finanzieren? Wie an die Aufenthaltsgenehmigung kommen? Für wen schreiben? Aber ehrlich gesagt sind Zweifel nicht so mein Ding. Dafür hat Gott zu viele Möglichkeiten. Deshalb haben wir alles auf eine Karte gesetzt (zugegebenermaßen mit Höhen und Tiefen), bis sich diesen Mittwoch alles entscheiden sollte: Visa-Interview im Generalkonsulat der USA in Frankfurt. Dieses Gespräch sollte darüber entscheiden, ob wir unseren NY-Traum verwirklichen können oder uns mit der abgespeckten 3-Monats-Version begnügen müssen, weil wir kein Visum bekommen. Deshalb haben wir die letzten Monate auf diesen Tag hingearbeitet. Und es hat sich gezeigt:
Die Einreisebestimmung kennen ist eine Sache. Die Einreisebestimmung haben eine andere ;-) Und wenn man sie hat, dann lässt der Absender sich nicht lumpen: WIR HABEN DAS VISUM. Nicht irgendeins, nicht nur für 6 Monate: ein Journalisten-Visum für ganze fünf Jahre!!! Unglaublich. Ich weiß, darüber kann man sich vortrefflich streiten: aber ich glaube fest, dass sich da jemand für uns eingesetzt hat, deshalb kann ich nur sagen: krass Gott.
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