Archive for the 'Zeitgeschehen' Category

Montagsvideo #149 INSIDE JOB: der Gelduntergang

Ich weiß, ich weiß: Ich lasse über den Blog fast nichts mehr von mir hören… Wenn ich es dann doch tue, muss es daher umso wichtiger sein - und das ist heute der Fall. Denn ich habe einen Filmtipp für alle, die auch nur ein Fünkchen Restinteresse daran haben, die Welt um sie herum & die Zeit, in der sie leben, zu verstehen: Schaut euch diesen Film an!

INSIDE JOB ist ein Film darüber, wie die Wallstreet in ihrer Derivate-Küche gezielt die Finanzkrise zusammengebraut hat - und darüber, wie sie jetzt die Politik und damit uns alle vor sich her treibt. Die Doku hat dieses Jahr einen Oskar gewonnen und ist in Deutschland seltsamerweise trotzdem nahezu unbekannt. Aber sie liefert den vermeintlich trockenen Stoff auf eine so packende Art, dass man anschließend den Fernseher schütteln will, bis die bösen Buben rausfallen und man auf ihnen rumtrampeln kann. Sehbefehl!

Wer das gemeinsam tun möchte: Ich hab mir INSIDE JOB gekauft und möchte demnächst ein Screening mit Beamer und anschließendem Wortgefecht machen. Bei Interesse einfach melden!

Und noch ein Statement zu meinen (fehlenden) Blogaktivitäten: Ich habe meine Prioritäten zurzeit so geordnet, dass ich v.a. an meiner Diplomarbeit und meinen post-Studium-Vorbereitungen arbeite. Und wenn ich mir dann doch mal Zeit zum Bloggen nehme, gibt es hier halt einen Blog, bei dem ich dafür bezahlt werde - und schon kommt domiundbini.de zur kurz. Sorry. That’s life.

P.S. Die Bini hat den Film schonmal mitgeguckt - und selbst ihr hat er sehr gut gefallen. Mädchen sind daher auch angesprochen ;)

Montagsvideo #120 Meconomy

Am Wochenende waren Abi, Bini & ich in Brüssel auf Kurzurlaub (Bilder folgen). Die Fahrt dahin habe ich genutzt um endlich in Meconomy reinzulesen - ein Buch, auf das ich gespannt gewartet habe. Es dreht sich um Arbeit im 21. Jahrhundert und ist das wahrscheinlich heißeste Material zu dem Thema im deutschsprachigen Raum überhaupt. Wie passend: Gerade kam ein kleiner Film aus Berlin zu dem Thema raus:

Gefunden hab ich den Film, wo sonst, bei Johannes, der in dem Buch übrigens auch eine Rolle spielt - und zwar in einem exzellenten Interview, das ich nur wärmstens empfehlen kann (das Interview ist in Vollversion online). Wie gesagt, das Thema interessiert mich momentan brennend und ich bin gespannt, auf welche Gedanken es mich bringt…

Montagsvideo #119 The End of the Book

Puh, zu dem Thema könnte ich viiiel sagen. Aber: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Und ein Bewegt-Bild mit 1000 Worten erst recht:

Der Staat und die Wirtschaft

An dieser Stelle hatten wir ja schon die eine oder andere aufgeheizte Diskussion über die gute alte Wirtschaftspolitik. Dahinter stehen ein paar ziemlich grundlegende Fragen, über die man sich trefflich streiten kann, bis jemand heult: Wie stark darf sich der Staat in die Wirtschaft einmischen? Können die freien Kräfte des Marktes sich selbst regulieren? Soll der Staat in Not geratenen Unternehmen unter die Arme greifen?
Diesem Thema widme ich mich zurzeit auch in einem Hauptseminar zum Thema “Die Wirtschafts-Kommunikation in der Finanzkrise”. Um den Schein zu bekommen, habe ich mit meiner Arbeitsgruppe eine Online-Umfrage zu dem Thema entwickelt - und jetzt brauchen wir gaaanz viele freiwillige Teilnehmer. Deshalb: An alle politisch Interessierten, politisch Uninteressierten, Denker, Streitsüchtigen, Halbwisser, Demagogen oder einfach nur Hilfsbereiten - hier der Link zur Umfrage:

http://www.unipark.de/uc/D_Hofmann/3d05/

Und, ganz wichtig: Wenn jemand von euch bei Opel arbeitet oder jemanden kennt, der bei Opel arbeitet oder jemanden kennt, der jemanden kennt: Bitte meldet euch über die Kommentare: Ich hätte eine Spezial-Anfrage ;-)

Montagsvideo #99 Wiesbadener Export nach Berlin

Jahaaa, wir stellen eine Bundesministerin. Haha. “Wiesbaden ist im Kommen”, pflegt meine Schwiegermutter schon seit Jahren zu sagen ;-) Ein waschechter Wiesbadener Export in die Hauptstadt. Kristina Köhler: jung, dynamisch, strebsam, eloquent. Twittert, bloggt und ist auf Facebook. Eine von uns. Und: Humor hat sie auch. Sonst hätte sie diesen Link nicht in ihrem eigenen Account getwittert:

Soweit so gut. Aaaber: Ist eine kinderlose, ledige, aalglatte Akademikerin ohne Berufserfahrung wirklich eine gute Besetzung für die Spitze des Bundesministeriums für Familie & Soziales etc? Wie kann sie die Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Karriere verstehen, wo es bei ihr doch nur letzteres gibt? Fehlt nicht die Lebenserfahrung für ein Amt, das für Menschen aller Lebensphasen zuständig ist? Hm.
Oder sind das alles nur platte Kritikpunkte? Ist Lebenserfahrung überhaupt wichtig? Oder eher Aufrichtigkeit, ein gutes Herz und Kompetenz in gesellschaftlichen Fragen? Immerhin hat Kristina Köhler Soziologie studiert (übrigens hier in Mainz). Warum fordert niemand, dass die Arbeitsministerin mal arbeitslos war und daher die nötige Lebenserfahrung mit der Arbeitsagentur hat? Zu Guttenberg im Krieg? Oder die alte Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul (übrigens auch aus Wiesbaden) in Afrika aufgewachsen ist? Ich würde sagen: Ob Köhler die Richtige ist, wird die Zeit zeigen. Geben wir ihr die Chance!

P.S. Jetzt bin ich nur gespannt, ob Frau Ministerin ihren Vortragstermin bei uns am Institut am 14.01.10 wahrnimmt…

Montagsvideo #89 Du bist Terrorist

“Jedem so, wie er’s verdient!” So fühl ich mich grad, nachdem Johannes - meiner unerschrockenen Aufforderung folgend - den Versuch gewagt hat, mich in Zweifel über die CDU zu stürzen… Und jetzt hab’ ich sie, die Zweifel. Na toll. Aber wenigstens bin ich nicht vor irgendjemandem in die Knie gegangen, sondern vor einer wahren Größe der Blogosphäre ;-) Und seiner Aufforderung folgend werd ich euch da jetzt auch ruckzuck mit reinnehmen, denn: Außenpolitik, Wirtschaft, Energie und Werte hin oder her, in einem nicht ganz unwichtigen Punkt steht die CDU konträr zu meiner Überzeugung: Der informationellen Selbstbestimmung.

Damals hab’ ich auch die Online-Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung unterschrieben und einem Berliner Anwalt die Vertretungsvollmacht übertragen. Ganz aktuell ist aber leider folgendes Thema (das Video enthält übrigens fast kein Wort, dass nicht sarkastisch gemeint wäre):

Tja. Was macht man, wenn man sich von einer Partei in vielen Punkten gut vertreten fühlt, aber in einem einzigen Thema so gar nicht? Protestwähler werden? Auf die nächststehende Partei ausweichen? Oder dabei bleiben und dem Abgeordneten Protestschreiben schicken? Ich glaube es wird ‘ne Mischung: Die Zweitstimme kriegt eine Partei, die meine Freiheit schützt.

Parteiischer Eintrag #2 Gesunde Streitkultur

Heute in einer Woche geht’s an die Urnen: Endspurt also. Und da es die Verbalschlacht in den Kommentaren auf meinen letzten Eintrag auf 20.000 Zeichen gebracht hat, werde ich heute genau daran wieder anknüpfen: Euch streiten lassen. Vorher aber nochmal ein Bild davon, wie nah ich bis jetzt noch der Merkel stehe (das sind nur 5 Meter )- vielleicht schafft’s ja einer von euch, mich davon abzubringen… Ich lass’ mich gerne korrigieren ;-)

Die Kanzlerin war da

Kurz zwischendrin: Der Wahl-O-Mat dürfte mittlerweile ja hinreichend bekannt sein. Da kann sich jeder einen kompakten Überblick verschaffen, mit welchem Parteiprogramm er am ehestern übereinstimmt. Aber: Was ist mit der Zweitstimme? Welchen Bundestagsabgeordneten willst du nach Berlin schicken? Bei dieser Frage hilft der Kandidatencheck - mir hat’s sehr geholfen.

Aber jetzt zum Streiten. Als Stein des Anstoßes will ich einen Kommentar von Matze zitieren:

Wir können uns jetzt noch bis Sonntag über den Mindestlohn streiten. Aber was ist mit den anderen Themen? Stört euch nicht, dass die schwarzen Bundesländer bildungsmäßig drangsaliert werden? (…) Und was ist mit dem Privatisierungswahn der CDU? Über die FDP will ich micht nicht lange auslassen, die spricht eh nur ihren geliebten Mittelstand an. Und alles was sich gehaltsmäßig darüber befindet. Die Grünen machen sich durch ihre Energiepolitik mehr oder weniger lächerlich. (…) Ein wenig Eingeständnisse seitens der Grünen und ein langfristiger und realisierbarer Plan zum Atomausstieg wäre da hilfreicher als der verlogene Hetzzug gegen die Atomenergie. (…) So, das nur mal, dass keiner behauptet, die Wahl wäre einfach.
Ich würd auch gern einfach nur “die Guten” ankreuzen.

Haut rein!

Meine parteiische Meinung #1 Mindestlohn

Ich weiß nicht, ob du zu den 14 Millionen Deutschen gehörst, die gestern Abend das TV-Duell zwischen Merkel und Steinmeier gesehen haben. Ich hab’s gesehen - und ich komme nicht umhin, etwas dazu zu sagen. Schließlich hängt die Zukunft dieses wunderbaren Landes davon ab. Außerdem hatte ich in der letzten Woche die Gelegenheit, beide Kandidaten auch persönlich zu erleben - beide waren nämlich auf Wahlkampftour in Wiesbaden und haben mir ein paar Eindrücke aus der Nähe gewährt. Bei der Gelegenheit waren wir übrigens auch mit einem alten Bekannten ein Eis essen:
Einmal vorne scharf…                            …und einmal hinten.

Einmal vorne scharf... ...und einmal hinten.

Eines vorab in aller Klarheit: Das folgende ist weder objektiv noch umfassend, sondern subjektiv, polemisch und unausgereift. Aber die Klappe halten will ich auch nicht.  Deshalb in den nächsten Tagen ein politisches Drama in mehreren Akten - den Anfang macht der Mindestlohn (EDIT: Ich meine hier übrigens immer einen pauschalen, flächendeckenden Mindestlohn, wie er von SPD, Grünen und Linken gefordert wird):

7,50€ als Zauberwort für soziale Gerechtigkeit? Einen Moment: Es sagt doch keiner, dass die von der SPD, den Grünen und der Linken vielzitierten 3,18€ für die Frisörin in Berlin ein gerechter Lohn seien - geschweige denn einem Menschen das Gefühl von Wertschätzung vermitteln. Und: Wenn jemand trotz harter Arbeit davon nicht leben kann, dann muss ihm geholfen werden - das ist gar keine Frage. Die Frage aber, wer genau helfen soll und wie. Und dazu denke ich folgendes:
1. Es ist die Aufgabe des Sozialstaates. Wir haben in Deutschland die soziale Marktwirtschaft, das heißt: Einerseits gibt’s da die Wirtschaft, die nach dem Prinzip der Märkte funktioniert und dann gibt es, da wo diese nicht perfekt funktionieren und den Schwächeren benachteiligen, die eingreifende Politik. Und tatsächlich: Die schon jetzt geltende Gesetzgebung in Deutschland sieht ein garantiertes Mindesteinkommen für jedermann vor, auf dass man einen gesetzlichen Anspruch hat. Wer das nicht erreicht, wird vom Staat finanziell unterstützt. Nun kommen die SPD, die Grünen und die Linken daher und wollen den Unternehmen diese Aufgabe aufdrücken, die eigentlich die Aufgabe des Staates ist.
Fazit: Der Mindestlohn ist der Versuch Mit dem Mindestlohn versuchen Steinmeier & Co, eine der ureigenen Aufgaben der Politik an die Wirtschaft auszulagern.
2. Für diese Aufgaben wird der Staat darüberhinaus schon lange bezahlt. Wir alle geben ihm als Steuerzahler das nötige Geld für die sozialen Sicherungssysteme. Daher muss der Staat auch seine Hausaufgaben machen. SPD, Grüne und Linke können nicht daher kommen und bei weniger Staatsleistung dieselben oder gar höhere Steuern erheben.
Fazit: Die Bürger bezahlen den Staat bereits, diese Aufgabe zu erfüllen. Er darf sie nicht ohne weiteres an die Wirtschaft abtreten.
3. Um das alles noch aufzuheizen, erzählen die einem dann das Märchen vom gierigen Kapitalisten. Aber nehmen wir mal einen Unternehmer, der sich seiner sozialen Verantwortung bewusst ist und nur das Beste für seine Angestellen will. Jetzt beschäftigt er Arbeitnehmer in Jobs, die keine große Wertschöpfung haben, z.B. Reinigungskräfte oder Sicherheitspersonal. Dann kommt der Staat und sagt: Du musst den Arbeitnehmern mindestens so und so viel bezahlen, unabhängig davon, was sie dem Unternehmen bringen. Jetzt hat der Unternehmer folgende Wahl: Entweder, er behält den Arbeitnehmer und zahlt ihm mehr, als dieser dem Unternehmen einbringt. Dann kann das Unternehmen langfristig nicht rentabel arbeiten und es muss mit der Zeit noch mehr Stellen abbauen, nur um am Anfang einen scheinbar sozialen Arbeitsplatz zu halten. Wenn ein Unternehmen also nach wirtschaftlichen Maßstäben arbeitet, ist das langfristig auch im Interesse der anderen Arbeitnehmer. Unabhängig davon hat das Unternehmen auch gar keine Wahl, da es im Wettbewerb bestehen muss. Ganz im Gegensatz zum Staat: Der kann nämlich Geld ausgeben, ohne selbst welches zu erwirtschaften und ist gerade dazu da, in solchen Bereichen einzuschreiten.
Fazit: Pauschale Mindestlöhne vernichten Jobs, weil Unternehmen unrentable Stellen schlichtweg nicht halten können. Dafür hat nur die Politik die Mittel.
4. Wo genau sind Mindestlöhne eigentlich nochmal relevant? Nehmen wir wieder das Beispiel der Billigfrisöre: Hier gehen doch nur Menschen hin, die nicht besonders zahlungskräftig sind. Das heißt, wenn Mindestlöhne die Arbeit teurer machen - und damit am Ende natürlich auch die Preise erhöhen - dann tun sie das in genau den Bereichen, wo es die sozial Schwachen trifft. Der Starfrisör Udo Waltz zahlt seinen Mitarbeiten mit Sicherheit weit mehr als den Mindestlohn. Das heißt teurer wird es nur für die Billigfrisöre, die die Kostensteigerung dann eben an ihre Kunden weitergeben. Und genau die können es sich eben nicht leisten, für einen Haarschnitt mehr als 15€ zu zahlen.
Fazit: Der Mindestlohn ist nur oberflächlich sozial. Im zweiten Schritt trifft er gerade die Schwachen.
5. Was passiert eigentlich mit Branchen, in denen die Lohnuntergrenze aktuell bei 8,-€ ist? Die Arbeitgeber wären doch blöd, wenn sie nicht sagen: Hey, die Regierung sagt doch, 7,50€ sind sozial genug: in Zukunft bekommt ihr weniger.
Fazit: Der Mindestlohn erhöht die Lohnuntergrenze nur in manchen Branchen. In anderen wird er die Löhne reduzieren.

Mein Gesamtfazit ist daher: Der pauschale, flächendeckende Mindestlohn ist ein populistisches Getue, das weder wirtschaftlich vernünftig, noch sozial gerecht ist. Lohndumping ist schlecht und muss verhindert werden. Aber dazu braucht es schlaue Lösungen. Und die haben offensichtlich weder die SPD, noch die Grünen und schon gar nicht die Linke.

Auf geht’s ihr Rothäute und Grünschnäbel - schießt zurück!

Montagsvideo #87 Heimat Erde

Jeder, der auch nur ein kleines bisschen empfänglich ist für die Ästhetik der Natur, wird bei diesen Aufnahmen mit offenem Mund vor dem Bildschirm sitzen. Und jeder, der auch nur ein kleines bisschen ökologisches Bewusstsein hat, wird anschließend ebenfalls den Mund aufmachen…
In einem einmaligen Projekt hat Yann Arthus-Bertrand einen Film produziert, der mit Luftaufnahmen aus 54 Ländern in beeindruckender Weise gleichzeitig die Schönheit der Erde und die Hässlichkeit ihrer Ausbeutung zeigt.

Die Bilder im Film sind wunderschön. Die Zahlen erschreckend:

20% der Weltbevölkerung verbrauchen 80% der Ressourcen. Die Rüstungsausgaben betragen das 12-fache der weltweiten Entwicklungshilfe. Jedes Jahr werden 13 Millionen Hektar Wald vernichtet. In den letzten 40 Jahren hat die Eisschicht der Pole 40% ihrer Stärke verloren. 2050 könnte es bis zu 200 Millionen Klimaflüchtlinge geben.

Obwohl die Produktion aufwendig und teuer war, ist der Film in voller Länge kostenlos auf youtube zu sehen (15 Teile). Wer die Zeit hat oder ohnehin einen Videoabend geplant hat: Für mich waren es besondere eineinhalb Stunden:

Ob 4 Milliarden oder 4 Tausend Jahre, ob Evolution oder Schöpfung - das alles sei jetzt mal dahingestellt. Das Projekt ist jedenfalls sehens- und bemerkenswert. Mehr dazu gibt’s auf der HOME-Website.

Montagsvideo #86 Die Würde der Bits ist unantastbar…

Beim Weltverbesserungsversuch vom Juni 2008 ging es darum, allen Menschen auf der Erde den gleichen Wert zu zu schreiben: Genau 100 Punkte sollte er betragen und jeder sollte sich überlegen, wo seine Mitmenschen wohl ihre 100 Punkte verteilt haben - insbesondere dann, wenn diese nicht auf den ersten Blick offensichtlich sind (wie z.B. in gutem Aussehen oder Wohlstand).
Da das Leben zunehmend im digitalen Raum stattfindet, müssen wir uns das auch für die Internetwelt fragen: Sind im Internet alle gleichwertig? Oder ist die Herrschaft weniger über viele besser?


Elektrischer Reporter – Netzneutralität: Alle Bits sind gleich?

Montagsvideo #85 Merkel im Interview
Was das ‘C’ in ‘CDU’ noch wert ist

Selten, ganz selten, geht es hier auf dem Blog auch mal politisch zu. Viel zu selten, wie ich finde. Denn erstens hat’s Tradition: Schon das 4. Montagsvideo überhaupt war politisch und -ich geb’s ja zu- auch patriotisch angehaucht. Und zweitens geht uns Politik einfach alle an, weil es eben doch einen Unterschied macht, welche Partei die Regierung stellt (wie der Beitrag “Landtagswahlen 2.0” und seine exzellenten Kommentare deutlich gezeigt haben). Im Wahljahr 09 gilt deshalb erst recht: Her mit der Politik! Heute die Frage an Kanzlerin und CDU-Vorsitzende Merkel: Was ist das ‘C’ in ‘CDU’ noch wert?

(Koproduktion von ERF, idea & KEP)
P.S. Falls das Video nicht mehr das Merkel-Interview zeigt, könnt ihr es auch direkt beim ERF sehen.

Ist Wissenschaft, was Wissen schafft?

Mein letztes Uni-Projekt für das auslaufende Semester ist eine Hausarbeit zum Thema Social Media. Da passt folgende Präsentation doch ganz gut:
(EDIT: Sh*t, die sagen ganz schön oft F**k, sorry)


(via Johannes)

Da ich diese Materie sau spannend finde, habe ich mich über die letzten Jahre damit stark auseinandergesetzt. Einmal privat (über den Blog etc), aber auch wissenschaftlich, indem ich marketing- und medienwissenschaftliche Kurse zum Thema besucht habe. Ich finde daher, dass ich durchaus schon ein bisschen Ahnung vom Thema habe. Und jetzt kommt doch glatt mein Lehrstuhl und sagt “Im Rahmen einer Seminararbeit ihm Wahlfach Marketing halten wir das Einbringen eigener Erkenntnisse für nicht angemessen. Bitte beschränken Sie sich auf die Reproduktion wissenschaftlicher Literatur!” WAAAAS?!?! Für was studiere ich denn an einer Uni? Geht’s hier nur um stumpfes Wiedergeben, oder darum vom Bekannten ausgehend neue Erkenntnisse zu gewinnen? Für mich ist Wissenschaft, was Wissen schafft. Alles andere ist Kindergarten. Wie seht ihr das?