Archive for the 'Wiesbaden' Category

Montagsvideo #140 Wiesbadener Ballett: König Blaubarts Geheimnis

Also. Der Domi und ich, wir hatten keine Ahnung vom Ballett. Oder dass es uns so begeistern würde. Und wir hatten keine Ahnung, dass wir in Wiesbaden einen ziemlich berühmten Choreographen (Stephan Thoss) für modernes Ballett haben. Und wir hatten keine Ahnung, dass wir direkt in die Wohnung neben dem Ballettmeister und Stage Manager (früher beide Hauptrollen-Tänzer) der Kompanie ziehen würden. Und dass wir neue Freunde finden und der Ballett-Faszination erliegen würden.

So kam es, dass wir vor einigen Wochen in das Stück “Blaubarts Geheimnisse” gegangen sind - und die nächste Aufführung am 28.04.2011 wieder besuchen werden. Weil es so, so cool ist. Wie diese Menschen sich bewegen können, die Musik (die ich daraufhin in Berlin rauf und runter gehört habe), der Ausdruck. Unglaublich. Ich fürchte, es kommt im Video nur halb so cool rüber, wie’s in echt ist. Trotzdem gibt es mal einen Vorgeschmack:

Aaah. Herrlich. Wer Lust bekommen hat, sollte sich beeilen, weil die Karten knapp werden (sagt mein Nachbar). Wünsche gute Unterhaltung.

Eine faszinierte Bini

P.S. Und hier noch das Blaubart-making of
P.P.S. Diesen Eintrag hatte ich schon letzte Woche geschrieben. Wie gut, denn im Moment brummt mir der Kopf, seit die Ereignisse um Domis-spontan-mal-nach-Boston&NY-fliegen sich überschlagen haben. Mehr dazu gibt’s, wenn wir wieder denken können. Für mich geht’s morgen früh nach Berlin und ich habe die leise Hoffung, dass ich dort ein wenig zu Ruhe komme. Verrückte Welt…

von ‘von’ zu ‘zu’ neuen Arbeitgebern

Das Leben ist Nehmen, aber auch Geben - deshalb will ich mal schnell in Johannes Fußstapfen treten und die Kunde von empfehlenswerten offenen Stellen verbreiten. Vielleicht erfährt ja auch über diesen Eintrag jemand von seinem zukünftigen Job:

Das Rhein-Main braucht mehr Kreative. Scholz & Volkmer sucht sie. Die brauchen echt Verstärkung. Wen’s reizt: Einfach versuchen. Bei uns hat’s auch geklappt - und wir haben nix in der Richtung gelernt.

Jetzt aber: Von neuen Arbeitgebern

Ähm ja, der erste Anlauf zu diesem Eintrag ist dann wohl in einer Hymne auf den Johannes geendet. Gut so. Aber dahinter steht wie so oft jemand anders. Meines Erachtens der Hausherr dieser schicken Einrichtung (gesehen im Herzen Brooklyns, genauer: hier).

church building in Brooklyn

Wenden wir uns also letzterem zu: Erinnert sich noch jemand an unser Experiment letzten Winter? Wir hatten uns damals im Gottvertrauen geübt und kurzerhand unsere festen Jobs auslaufen lassen (was übrigens eher der akuten Zeitnot zu verdanken war als unserem übermäßigem Gottvertrauen…). Er war also an der Reihe, seine Versorgerfähigkeiten auszuspielen. Wie dem auch sei: Turns out he rocks.
Neben all den kreativen Wegen, uns zu umsorgen, (nachzulesen unter das Experiment) hat sich Gott als ‘Grande Finale’ nämlich was besonders Feines ausgedacht: Einen neuen Job für Bini und mich. Einen, der ziemlich nah dran ist an dem, was wir gerne machen. Und wie. Und wo: Wir bloggen.

Aus dem Nichts heraus hatte uns Johannes eine Mail weitergeleitet, in der die Wiesbadener Agentur Scholz & Volkmer jemanden sucht, der für sie einen Blog betreut. Beim Stichwort Scholz & Volkmer könnte bei den Veteranen unter euch in den Tiefen des Gedächtnisses noch was klingeln: Die Agentur hatten wir im April 2008 kennengelernt. Und damals ist uns der Mund offen stehen geblieben: Die Firma war eine einzige Offenbarung darüber, was für coole Arbeitgeber es in Wiesbaden gibt. Long story short: Dieser Blog ist jetzt unser Baby. Und wir wollen/müssen/dürfen ihn hegen und pflegen. Griin heißt er, der kleine:

griin Blog

Im weitesten Sinne geht es um Nachhaltigkeit, im engeren um nachhaltige Mobilität. Was das heißt? It’s the end of the car as we know it.

Ja, wir bekennen uns zum nachhaltigen Leben. Ja, wir sind der Überzeugung, dass sich etwas ändern muss. Ja, vielleicht sind wir Ökos. Aber das sind momentan ja Viele. Was auf den ersten Blick auch ein kurzlebiger Marketing-Trend sein könnte, ist in Wirklichkeit aber ein unumkehrbarer Entwicklungsprozess. Daran glauben wir. Vielleicht sind wir die Letzten, die sich noch im herkömmlichen, Benzin verbrennenden Auto fortbewegen. Wir müssen uns darauf einstellen, dass nachfolgende Generationen ungläubig den Kopf über uns schütteln werden. [Aus der Selbstbeschreibung von griin.de]

Aber bla bla bla, ich schweife ab. Worum’s hier eigentlich geht: Ist doch bemerkenswert, wie der (Haus-)Herr das alles feinsäuberlich inszeniert hat. Erst die Not und daher die Notwendigkeit, Gott zu vertrauen. Dann ein paar kreative Soforthilfe-Maßnahmen seinerseits. Feststellung unsererseits: Krass, der kann das. Und zu guter letzt die maßgeschneiderte Langzeit-Lösung. Der Hammer.

Email für mich.

Hehe. Nach dem letzten Montagsvideo von der Bini hatte ich gerade diese Mail im Postfach:

RESPEKT

Danke. Fühle mich geschmeichelt.

Ein bißchen unverhoffte Sonne

… gab es gestern. Darum haben der Geburtstags-Abi und ich die Gelegenheit genutzt und ihn mit Kaffee am Luisenplatz gefeiert (den Geburtstag, den Abi, den Sonnenstrahl). Es war ein unverhoffter fast-Frühlings-Moment und sooo schön mal aus Umzug-Orga, Arbeiten, Uni-Kram und Streichen heraus zu kommen. Hm. Schön.

*Kaffee*und*Geburtstagsabi*

*soooonne!*

Außerdem wurde der Abi von einem netten Fotografen angesprochen, der ihn direkt für sein Fotoblog ablichten wollte. Er fotografiert täglich Menschen in Wiesbaden (und Umgebung). Lustige Sache. Unbedingt man anschaun und zwar hier

*kurz*Shoot*

Jetzt hab ich auch wieder neue Kraft und Lust darauf unseren Wohnzimmerboden fertig zu machen. An und auf dem habe ich den kompletten (ich wiederhole, den kompletten) Dienstag gesessen. Es war wohl die gröbste Verschätzung, die mir beim Renovieren bisher unterlaufen ist. Mein Plan war das Schlafzimmer zu streichen -und wenn noch ein bißchen Zeit ist, schnell den Wohnzimmer Boden. Den habe ich dann vorgezogen und von 12:00 bis 20:30 damit verbracht. Unglaublich. Hier ein paar Bilder vom Start. Habe noch 1.000 andere gemacht, die es morgen [edit:nächste Woche..] in bekannter Stop-Motion Manier gibt.

*Wohnzimmerboden**Wohnzimmerboden**Wohnzimmerboden**Wohnzimmerboden*

Schon lustig, weil es mich sehr motiviert ein kleines Kreativ-Projekt neben was Langweiligem wie Boden lackieren zu haben. Ein guter Antrieb. Davon kommt hoffentlich mehr. Besonders jetzt, wo ich dank Sonnen-Einschub wieder Energie habe.

Eine sonnenbestrahlte Bini

Montagsvideo #99 Wiesbadener Export nach Berlin

Jahaaa, wir stellen eine Bundesministerin. Haha. “Wiesbaden ist im Kommen”, pflegt meine Schwiegermutter schon seit Jahren zu sagen ;-) Ein waschechter Wiesbadener Export in die Hauptstadt. Kristina Köhler: jung, dynamisch, strebsam, eloquent. Twittert, bloggt und ist auf Facebook. Eine von uns. Und: Humor hat sie auch. Sonst hätte sie diesen Link nicht in ihrem eigenen Account getwittert:

Soweit so gut. Aaaber: Ist eine kinderlose, ledige, aalglatte Akademikerin ohne Berufserfahrung wirklich eine gute Besetzung für die Spitze des Bundesministeriums für Familie & Soziales etc? Wie kann sie die Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Karriere verstehen, wo es bei ihr doch nur letzteres gibt? Fehlt nicht die Lebenserfahrung für ein Amt, das für Menschen aller Lebensphasen zuständig ist? Hm.
Oder sind das alles nur platte Kritikpunkte? Ist Lebenserfahrung überhaupt wichtig? Oder eher Aufrichtigkeit, ein gutes Herz und Kompetenz in gesellschaftlichen Fragen? Immerhin hat Kristina Köhler Soziologie studiert (übrigens hier in Mainz). Warum fordert niemand, dass die Arbeitsministerin mal arbeitslos war und daher die nötige Lebenserfahrung mit der Arbeitsagentur hat? Zu Guttenberg im Krieg? Oder die alte Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul (übrigens auch aus Wiesbaden) in Afrika aufgewachsen ist? Ich würde sagen: Ob Köhler die Richtige ist, wird die Zeit zeigen. Geben wir ihr die Chance!

P.S. Jetzt bin ich nur gespannt, ob Frau Ministerin ihren Vortragstermin bei uns am Institut am 14.01.10 wahrnimmt…

Weltpremiere ;-)

EDIT: Offensichtlich hat das mobile blogging nicht so geklappt. Jetzt nochmal mit Text:
Ein kleiner Live-Bericht von der Weltverschönerungsfront: Heute ist eine Premiere, denn die Bini hat allen Mut zusammen genommen und hat einen kleinen Stand auf dem einzigART Markt im Schlachthof Wiesbaden. Ich bin gespannt, wie’s wird. Bini: Du beeindruckst mich. Ich bin saustolz auf dich.

Post NY Post

DSC_0004

Keep Calm and Carry On. Dieses Poster haben wir uns direkt nach unserer Rückkehr aus NY an die Wand gehängt. Weil wir zurück in Deutschland genau diese zwei Dinge vorhatten: Keep and Carry - festhalten, was wir uns in NY erobert haben und es von dort aus vorantragen! Klingt in der Theorie nicht schlecht. Aber was heißt das ganz praktisch für uns?

Eine der prägendsten Erfahrungen in NY war es für uns, ganz nah an und mit Freunden zu leben. In der selben Stadt, vielleicht sogar im selben Viertel. Zeit, Gedanken und Leben teilen, gemeinsamen kleine und große Träume umsetzen, den Alltag und damit auch den Glauben teilen. Es war herrlich in NY: Wir haben in Park Slope gewohnt, einem wunderschönen Viertel in Brooklyn, voll von Kunst, Musik & Kreativität. Mitten im Geschehen der Großstadt mit all ihren Möglichkeiten, und doch weit genug draußen, um der Hektik entkommen und die Schönheit der Stadt genießen zu können. Vor allem aber haben wir in Laufnähe zum Stamm-Café, zur Gemeinde und zu den engen Freunden gewohnt. Und genau das hat den Unterschied gemacht: Sich zufällig über den Weg laufen, spontan auf einen Café vorbeikommen, morgens einfach ein paar Brötchen mehr vom Bäcker mitbringen und den Freunden vor die Tür legen - ehrlich herrlich! Eines haben wir in NY also mit Sicherheit über uns gelernt: Wie wir leben wollen -  nah an Freunden, mit vielen Ideen, Idealismus und Gottvertrauen im Gepäck.
Zurück in Wiesbaden wussten wir allerdings, dass wir leider, leider keinen Einfluss darauf haben, welche Freunde wo wohnen und wie leben wollen. Tja. Long story short: Gott sei Dank (im wahrsten Sinne des Wortes!) hat aber ebenjener Einfluss darauf. Und so sind in den letzten 7 Wochen 7 Freunde von uns nach Wiesbaden gezogen, die jetzt allesamt in der Nähe wohnen. Und als ob das nicht schon cool genug wäre, hat sich der Übertreiber-Gott noch was krasseres ausgedacht:

Seit wir mit unseren Freunden über das nah beieinander Leben reden (EDIT: was schon seit einigen Jahren der Fall ist), wuchs Stück für Stück der Traum, vielleicht irgendwann mal so richtig nah aneinander zu leben. Da wir als Ehepaar aber doch irgendwie eine eigene Wohnung haben möchten, haben wir immer gedacht: “Yepp, so ein gemeinsames Haus, in dem jeder sein eigenes Stockwerk hat, es aber auch Gemeinschafts-Bereiche gibt, das wär der Hammer.” Dass diese Version so ziemlich alle von uns perfekt fänden, ändert nur leider nichts daran, dass wir arme Studenten sind und diesen Traum damit natürlich auf spätere Tage im Leben verschieben müssen. Oder besser gesagt: Müssten. Wäre da nicht der Übertreiber-Gott, der uns folgendes Angebot besorgt hat: Ein komplett leerstehendes Hinterhaus im Rheingau-Viertel, vier Stockwerke mit kleinem Anbau + einer Wohnung im Vorderhaus. Insgesamt 280 Quadratmeter Wohnfläche, komplett unterkellert, mit Innenhof und ehemaligem Tonstudio drin - ein absolutes Kinnlade-runter-Angebot. Dementsprechend waren unsere letzten Wochen, neben dem Semester-Beginn und den angesprochenen Umzügen, gefüllt mit Träumen, kalkulieren, planen & verhandeln. Das Ergebnis ist: Wir ziehen ein. Bini & ich + Abi, Oli & Sophia! Letztere beiden wohnen schon dort, in der Wohnung im Vorderhaus. Bevor wir auch noch das Hinterhaus und die Gemeinschaftsräume in Beschlag nehmen, müssen noch ein paar winzig kleine Arbeiten verrichtet werden. Aber dann geht’s los: Neben den jeweiligen Wohnungen hat Gott sich nämlich um so ziemlich jede Leidenschaft gekümmert, die im Freundeskreis vertreten ist: Es gibt einen schallisolierten Proberaum für unsere Band; einen Gemeinschaftsraum, in dem wir uns als Freunde & als Hauskreis treffen können; ein Kreativ-Gemeinschaftsatélier, in dem sich jeder wie wild kreativ ausleben kann und eine Erfinder-Werkstatt - jeder Traum bekommt Raum. Herrlich und wunderbar.

Für meine Freunde.

Heute macht mich der “Beitrag vor 1 Jahr” (links oben zufinden), besonders sentimental. Da haben wir nämlich (wenn man mal den ganzen Halloween-Kram übergeht) von einem Guten-Kaffee-Morgen erzählt. Samstagmorgen in einem schönen Café in Brooklyn: wir haben geredet und geträumt und gute Entscheidungen getroffen. Vor einem Jahr habe ich mich davor gedrückt zu erzählen, welche genau. Und heute möchte ich das nachholen. 

*vor*1*Jahr*
NY war ein Traum, total der Hammer. Wir waren gerade so richtig gut angekommen und haben uns “zu Hause” und voller Tatendrang gefühlt. Weil wir unsere Rückflug-Tickets umbuchen mussten, drängte sich die Frage auf, ob und wann wir zurück wollen. Im Gespräch über “NY für länger” sind uns 2 Dinge aufgefallen:

1. wir haben schnell richtig gute Freunde gefunden (wir waren überrascht!). Das Cliché der amerikanischen Oberflächlichkeit hat sich zwar bestätigt, aber es war nicht schwer auch auf tiefere Ebenen zu kommen. Trotzdem haben wir gemerkt, wie sehr uns unsre Freunde in Deutschland fehlen und mit ihnen die Freundschaften, die schon über Jahre gewachsen sind. Und überhaupt sind da einfach geile Menschen in Deutschland. Ein extrem überzeugender Grund dafür zurück zu kommen.

2. Wir haben auf dem Hinweg zum Café eine leer stehende Gewerbefläche gesehn und überlegt und geträumt: was könnte man da rein machen? Ein cooles Café -Mist, da fallen uns gleich 5 supergeile im 2km-Radius ein. Ähnliches mit anderen Geschäftsideen, die es so gäbe. Und da haben wir gemerkt, dass Wiesbaden etwas hat, was Brooklyn fehlt: das (zaghafte) Aufblühen von Kreativität. Es ist hier und da zu sehn, im schönen Wiesbaden, es gibt schon ein oder zwei recht coole Cafés, Designmärkte, Kreativ-Initiativen aber vieles ist gerade so am Anfang. Geil, haben wir gedacht, lass uns wieder zurück gehn und kräftig mitmischen. Brooklyn wird uns nicht vermissen. 
So kam es, an diesem schönen Samstagmorgen, zu dieser schönen Entscheidung. Wer weiß, wären unsere Freunde nicht so unersetzlich und wäre Wiesbaden nicht so cool, wären wir am End doch in NY geblieben.

Ich habe in den letzten Wochen besonders gerne an diesen Samstagmorgen gedacht, weil sich hier in Wiesbaden gerade klammheimlich ein paar Träume erfüllen. (Dazu hat mein herrlicher Mann schon mal was geschrieben. Und zwar in der Mail an die Heimat.) Hier ein kleiner Auszug aus meinem Tag: nach kurzem Christiane-Besuch und Einkaufen kam ich nach Hause und hab’ den Joe mit gebracht, der hier was im Internet arbeiten wollte. Dann kamen Oli&Sophia kurz auf einen Latte vorbei und später ist der Abi reingeschneit. So zu Leben ist herrlich. Danke, liebe Freunde, dass ihr in unserer Nähe seid und schön, wie sich all das im letzten Jahr ergeben hat, mit den Wiesbaden-Umzügen. Joe&Christiane vor 1 Jahr, Abi vor 4 Monaten, Debbie&Flo&Benico vor 2 Wochen, Oli&Sophia vor einer Woche, Anja in einer Woche, Camilla (gerade zurück aus Barcelona! Juhuu!) in naher Zukunft…
Hier leben und mit euch leben ist geil.
Es war eine sehr gute Entscheidung, vor einem Jahr.

Eine Bini mit Freunden

Morgengrauenshooting*4

*Morgengrauenshooting*4*

Das mit den Morgengrauenshootings war eine Sache, die ich vor ziemlich genau einem Jahr (siehe hier [1]) in NY angefangen habe. Es hat ein paar unangenehme Nebenerscheinungen, wie fürchterlich früh aus dem Bett quälen und schrecklich frieren (besonders in NY). Aber der Vorteil: man kann in Ruhe rumprobieren, Bilder machen, die herrlich friedliche Morgenstimmung genießen und wunderbar mit Gott reden. Wie auch hier [2].
Bei meinem ersten Morgengrauenshooting in Deutschland letzte Woche, habe ich folgende Dinge festgestellt:

*hier sind weniger Menschen zu Unzeiten im Park, als dort, wo die NY-Fanatiker wohnen. (in NY).
*die vorhandenen Menschen haben schnell ‘ne Jacke übers Schlafshirt gezogen und führen den Hund Gassi (den sie innerlich verfluchen -is ja auch saukalt)
*wenn man lange keine Fotos im Dunkeln macht, verlernt man all die tollen Fähigkeiten, die man sich angeeignet hat
(*andererseits war ich mit der D90 auch noch nicht morgengrauenshooten. Naja, trotzdem, nix hat geklappt.)
*wenn man sich doll anstrengt kommen doch ein oder zwei Bilder raus.
*wenn auch nicht von solch mounmentalen Monumenten wie damals [3].
*aber immerhin von dem Park, in dem ich für gewöhlich jogge und heirate. 

*Morgengrauenshooting*4*

Hach ja, schön war’s sich mal wieder aus dem Bett zu quälen (mach ich ja sonst nie, im Moment). Und hat sich gelohnt.

Eine morgenshootende Bini

ein Kinderspiel…

*Schwalbefahrn*ist*kinderleicht*

denkste. Der Neffe mag draufsitzen ja lustig finden, der muss ja auch nicht fahrn. Puh, ganz schön anstrengend das zu lernen. Ja, die Schwalbe sieht wirklich cool aus, aber im Moment hab ich nicht viel davon, dass mich wildfremde Menschen anlächeln und mir gut aussehende Männer anerkennend hinterher gucken. Weil ich jeden Moment fürchte a) den Motor ab zu würgen b) mit den (Zitat Domi) “ehrlich sauguten Reifen” bei Regen und “in-die-Kurve-legen”, einfach in der Kurve liegen zu bleiben oder c) beim Fahren alles hin zu kriegen, aber die Schwalbe bei Stillstand sofort fallen zu lassen, weil sie schwer ist und ich nicht stark. So, wie gleich am Anfang unserer Freundschaft. Ja, sie macht es mir nicht einfach, das Biest, besonders nicht mit dem 1. Gang. Der geht nie rein. Die Christiane hat heute gesagt “die hat halt ihren eigenen Kopf”. Aber pass bloß auf, du Schwalbe, ich setzt meinen Kopf oben drauf. Ha! Ich werd sie noch bezwingen!

Schwalbe-Beifahren hingegen ist schon immer ein Traum. So auch am Donnerstag, als ich einen wunderschönen Tag hatte, voll Sonne, Freundingesprächen und glücklich sein. Abends sind der tapfer-lernende Mann und ich für den Feierabend mit Abendessen und Picknickdecke auf den Neroberg hoch gedüst. Ah, geilster tiefblauer Himmel, laue Abendluft, der weltbeste Mann -da hab ich spontan zu Gott gesagt “mehr Glücklichesein auf einmal geht gar nicht, oder?” Und glaube Gott hat gekichert, der Schelm, und dann tatsächlich noch einen oben drauf gesetzt: als wir oben ankamen, standen überall um den Neroberg Kerzen, es lief französische Musik und -in der Kuppel wurde getanzt! Drumherum saßen einige Leute mit noch mehr Kerzen und Picknickdecken, haben die Musik genossen, die Tanzpaare und die Abendaussicht über Wiesbaden bewundert. Sehr schön und kitschig. Sehr cool ist auch, dass die ganze Sache kaum organisiert und eher spontan ist. Darum unser neuer Geheimtipp: einfach mal donnerstags bei gutem Wetter auf den Neroberg gehn. Hat uns stark erinnert an etwas, dass wir mal in New York erlebt haben und damals dachten “sowas gibt’s halt nur in NY.” Falsch gedacht. Auch in Wiesbaden. Geil. Gott ist der Hammer. 

Eine begeisterte Bini

Montagsvideo #82 Musikvideo-Shooting mit YUCCA

Vor 4 Jahren sind Bini und ich nach Wiesbaden gezogen, weil wir damals schon ahnten, was sich bis heute mehrfach bestätigt hat: Wiesbaden ist echt lebenswert. Dadurch, dass wir’s geographisch damals aber nicht sonderlich weit gebracht haben, sind wir mit einem bereits bestehenden Freundeskreis hierher gezogen und mussten irgendwann feststellen, dass wir in Wiesbaden selbst gar nicht so viele neue Leute kennengelernt haben… Nach der New York-Erfahrung, in Sachen Freundeskreis bei Null anfangen zu müssen - was exzellent geklappt hatte - kamen wir in Wiesbaden mit dem festen Enschluss an, uns hier auch mal aus dem gemachten Nest herauszutrauen und neue Leute kennenzlernen.
Einer dieser neuen Freunde, um den wir besonders dankbar sind, ist Jonas. Ein junger Fotograph, mit dem wir ganz herrlich in kreativen Visionen schweben oder auch einfach nur ein gutes Gespräch genießen können. Und wie ich beim letzten Montagsvideo schonmal erwähnt habe, hat er uns letztens zu seinem ersten Musikvideo-Shooting eingeladen:

Musikvideo-Shooting mit YUCCA    Musikvideo-Shooting mit YUCCA 

Das coole an der Sache ist, dass es kein großes Budget gab und keine aufwendigen special effects - nur einen Haufen Freunde mit dem Wunsch, gemeinsam so ein Projekt zu reißen und ein paar coole Szenen einzufangen. Als wir uns diese dann selbst das erste mal angesehen haben, sah es so aus:

Musikvideo-Shooting mit YUCCA    Musikvideo-Shooting mit YUCCA 

In den großen Topf der gemeinsamen Vision hat dann jeder ein bisschen Kleingeld geschmissen, der eine noch ein bisschen Ahnung von Produktion, der andere Erfahrung mit Kameras, der Rest einfach nur Kreativität und Leistungsbereitschaft - und rauskommen kann am Ende trotzdem etwas Gutes:

Oh, da krieg ich richtig Lust auf Kreativprojekte - und jetzt haben wir auch noch einen Kameramann in Wiesbaden sitzen… Vielen Dank für die Einladung, Jonas. Wir freuen uns auf die Freundschaft!