Archive for the 'Weltverbesserung' Category

Montagsvideo #42 The Story of Stuff

O.k., dieses Montagsvideo ist wirklich sau lang, aber es ist jede Minute wert. Wir leben jetzt seit etwas über 2 Monaten in Amerika und eine Sache hat uns einfach so erwischt, ohne dass wir es wollten: Wir sind Teil der Wegwerf-Gesellschaft. Und wir haben uns dran gewöhnt: Den Kaffee to go im Pappbecher, den Salat selbst im Restaurant in der praktischen Plastikschüssel mit Einweg-Geschirr und die Einkäufe in zwei Plastiktüten - das hält besser als eine, selbst wenn man nur eine Sache kauf, z.B. Milch in der Kunststoffflasche und ohne Pfand.
Versteht mich nicht falsch: Das ist kein rein amerikanisches Problem und es gibt sehr, sehr viele Dinge an den Amis, die ich absolut schätze und bei denen sich die Deutschen eine Scheibe abschneiden können. Aber in punkto Umwelt wird man hier automatisch und noch krasser als zu Hause zum unbewussten Mittäter. Und genau den deckt die “Story of stuff” in jedem von uns auf:

Was denkt ihr: Müssen wir was an unseren Gewohnheiten ändern? Anders shoppen, anders essen, anders leben? Und welche Maßnahmen hast du persönlich getroffen oder könntest sie dir vorstellen?

23 Dinge…

…die ich mit 23 gelernt habe. Dem Beispiel meiner Frau folgend (von der kann man was lernen) habe ich mir mal ein paar Gedanken zu meinem letzten Lebensjahr gemacht und mich gefragt, was ich auf meinem Weg gelernt habe:

mein Weg mit 23

1. Dinge laufen auch sehr gut ohne mich.
2. Noten sind unwichtig.
3. Wenn man das Gefühl hat, man müsste mal raus, muss man mal raus.
4. Man kann´s nicht jedem recht machen. Und das muss man auch nicht.
5. Wählerisch sein ist anstrengend.
6. Ich bin wählerisch.
7. Das Rauchverbot ist eigentlich gar nicht so schlecht.
8. Fehlender Standpunkt wird oft mit Toleranz verwechselt.
9. Neffen sind was Tolles.
10. Bloggen tut gut, weil man dadurch mehr reflektiert.
11. Man sollte auch Freunde haben, die ganz anders sind als man selbst - von denen kann man viel lernen.
12. Weisheit ist gut, Weisheiten-Dreschen ist schlecht.
13. Ein angefangenes Lied fertig zu schreiben, ist echte Arbeit.
14. Wer permanent für die Uni büffelt, verpasst viele wichtige Lektionen, die das Studentenleben sonst noch so bereithält.
15. Eine gesunde Portion Patriotismus hilft, sich im eigenen Land wohlzufühlen.
16. Bei Auftritten tendiere ich dazu, die Lieder zu schnell zu spielen.
17. Ich neige zu schnellen Themenwechseln.
18. Hohe Ansprüche sind gut. Aber wenn sie Freunde unter Druck setzen, ist das schlecht.
19. Gute Magazine sind wertvoll: sie machen Spaß und erweitern den Horizont.
20. Von den besten Dingen in meinem Leben hätten mich Zweifel beinahe abgehalten.
21. Melancholische Lieder zu schreiben ist einfacher, aber nicht genug.
22. 23 ist ein gutes Alter zu beginnen, eigene Geschäftsideen umzusetzen.
23. Bisher war jedes Lebensjahr noch besser als das vorige.

Montagsvideo #24 DreiRad

Vor zwei Wochen war Beth aus Alaska bei uns zu Besuch, eine sehr gute Freundin aus Binis Zeit in England. Und weil sie so erstaunt war, wie ausgeprägt das Umweltbewusstsein der Deutschen ist, haben wir ihr gleich noch eine Möglichkeit gezeigt, Energie zu sparen: das DreiRad

Nicht wirklich gemütlich, aber es klappt. Was hingegen noch nicht geklappt hat, ist das Video vom Starbucks Jam. Das hatten wir eigentlich für gestern abend geplant, sind dann aber in einem vernebelten Kellerraum mit Goldstaub an den Fingern geendet… Warum das alles? Klar: Nach DER Verlobung müssen auch die Hochzeitseinladungen aufwendig sein! Zeigen können wir sie erst später…

Weitergedacht

Ich hab´den Gedanken aus dem vorigen Eintrag mal weitergedacht und er birgt tatsächlich noch ein paar interessante Erkenntnisse!
Um´s nochmal klarer zu sagen: mir hilft der 100 Punkte-Ansatz zum Beispiel, wenn jemand daherkommt, der bei den Äußerlichkeiten - sei es Wohlstand, Aussehen oder sonstwas - offensichtlich nur wenige seiner 100 Punkte liegen hat. Demnach hat gerade derjenige noch massig Punkte übrig, um sie auf innere Werte - sei es Charakter, Ideenreichtum oder sonstwas - zu verteilen. Dieser Gedanke führt dazu, dass ich mir die Menschen um mich herum ein zweites mal anschaue und darauf achte, welche Stärken unter der Oberfläche auf mich warten.
Im Umkehrschluss wirft das aber auch auf mich bezogen interessante Fragen auf: wenn ich bei den äußeren Umständen reich gesegnet bin - und Gott meint es da offensichtlich gut mit mir ;-) wieviel Punkte bleiben mir da noch für das eigentlich wichtige?
Natürlich glaube ich nicht wirklich, dass jeder 100 Punkte irgendwo verteilt hat. Aber der Gedanke hilft mir, mich selbst mal kritisch zu hinterfragen und andere wohlwollender anzusehen.

dancing thinkerdancing thinkerdancing thinkerdancing thinkerdancing thinkerdancing thinker

Weltverbesserung #1 Kapitalismus vs. Ethik

Wir alle wollen die Welt verändern. Und genau deshalb gibt´s ab jetzt eine neue Kategorie auf unserem Blog: Weltverbesserung. Für die Zukunft gilt also:
Weltverbesserungsvorschläge sind jederzeit herzlich willkommen.

Ich mach´mal den Anfang: Kapitalismus und soziale Ethik passen für viele einfach nicht zusammen. Ich will ich es trotzdem mal probieren: Die meisten unter uns werden wohl der Aussage zustimmen, “Jeder Mensch ist gleichviel Wert”. Und diesen Wert können wir nun, wie in der Wirtschaft üblich, messbar und damit vergleichbar machen. Also ordnen wir dem Wert eines jeden Menschen - sagen wir mal - 100 Punkte zu.
Ich habe mir meine Mitmenschen mal auf diese Weise angesehen und gemerkt: es ist sau leicht, einen wertschätzenderen Blick auf andere zu bekommen. Denn: es gibt Stärken und Eigenschaften, die offensichtlich sind und jedem sofort auffallen. Bei anderen Typen muss man schonmal genauer hinsehen.
Aber egal, ob die schlimmste Vogelscheuche daherkommt oder jemand, mit dem ich einfach nicht kann: irgendwo hat selbst der letzte Typ seine 100 Punkte versteckt: Ich hab verunsicherte Leute gesehen mit mutigen Gedanken, graue Mäuschen mit schillernden Persönlichkeiten und trockene Typen mit erfrischendem Humor.

Weiter zu Teil 2.

P.S. Den Post hatte ich aus Versehen erstmal halbfertig hochgeladen… Danke an Bini für dein besinntes Eingreifen, durch das du Schlimmeres verhindern konntest.

  • Weitergedacht
  • Montagsvideo #129 Was uns antreibt
  • Ich zitiere: Henry Ford
  • Montagsvideo #95 Eine neue Philosophie von Erfolg
  • Seelenstrip. Oder: Alltagsphilosophie die Erste
  • New York, Baby!

    New York City

    Die Entscheidung ist gefallen: Wir gehen nach New York City! Für Einige dürfte es gar nichts Neues mehr sein, aber was vorher nur ein großer Wunsch war, ist jetzt entschiedene Sache. Zwischen den Jahren hatte ich als “Herr des Hauses” die Ehre, die endgültige Entscheidung zu treffen - und das hab ich getan: ab Mitte/Ende August wollen wir für mindestens 9 Monate nach New York ziehen. Und der Blog wird den Weg dahin, dabei und darüberhinaus begleiten.
    Sicher: Wir haben tolle Familien, ein super Umfeld und eine gute Gemeinde - ein sehr lebenswertes Leben und eigentlich könnte alles so bleiben, wie es ist. Aber irgendetwas bringt dazu, das alles eine Zeit lang stehen und liegen zu lassen. Uns wird´s zu eng in Wiesbaden.
    Was ich suche? Inspiration. Einen breiteren Horizont. Und das wird New York allemal bieten. Die Stadt ist voll von Extremen - sicher auch im Negativen. Aber ich freue mich drauf, die unterschiedlichsten Typen, Lebenskonzepte & Stile zu sehen, die nirgends so konsequent gelebt werden wie in NYC.
    Ich will herausgefordert werden, mich identifizieren & abgrenzen, Neues erleben, groß denken, Etwas wagen, die Welt sehen, mich durchschlagen, in Dollar bezahlen, Patriotismus erleben, günstig shoppen, im Blue Note ein Jazzkonzert hören, ein Coffee to go mit einem Donut kaufen, einmal quer durch Manhatten laufen - vom Hudson bis zum East River, im Central Park joggen gehen und das weiße Haus sehen… (Scherz)
    Ich will nicht Auf meinem angewärmten Sessel sitzen, immer im Umkreis von 20km um meine Heimatstadt gewohnt haben, 1000 Gottesdienste aber nur 10 Gemeinden gesehen haben, ein kleines nettes Leben führen, Schule-Studium-Beruf-Familie-Tod, nie aus Europa rausgekommen sein, mich von Zweifeln aufhalten lassen und ein ausgeglichenes Leben führen.Das alles ist nicht unbedingt schlecht und für manche sind es auch legitime Ziele. Aber für mich im Moment einfach nicht dran. Wie sieht´s mit dir aus? Was gilt für dich?