O.k., dieses Montagsvideo ist wirklich sau lang, aber es ist jede Minute wert. Wir leben jetzt seit etwas über 2 Monaten in Amerika und eine Sache hat uns einfach so erwischt, ohne dass wir es wollten: Wir sind Teil der Wegwerf-Gesellschaft. Und wir haben uns dran gewöhnt: Den Kaffee to go im Pappbecher, den Salat selbst im Restaurant in der praktischen Plastikschüssel mit Einweg-Geschirr und die Einkäufe in zwei Plastiktüten - das hält besser als eine, selbst wenn man nur eine Sache kauf, z.B. Milch in der Kunststoffflasche und ohne Pfand.
Versteht mich nicht falsch: Das ist kein rein amerikanisches Problem und es gibt sehr, sehr viele Dinge an den Amis, die ich absolut schätze und bei denen sich die Deutschen eine Scheibe abschneiden können. Aber in punkto Umwelt wird man hier automatisch und noch krasser als zu Hause zum unbewussten Mittäter. Und genau den deckt die “Story of stuff” in jedem von uns auf:
Was denkt ihr: Müssen wir was an unseren Gewohnheiten ändern? Anders shoppen, anders essen, anders leben? Und welche Maßnahmen hast du persönlich getroffen oder könntest sie dir vorstellen?
…die ich mit 23 gelernt habe. Dem Beispiel meiner Frau folgend (von der kann man was lernen) habe ich mir mal ein paar Gedanken zu meinem letzten Lebensjahr gemacht und mich gefragt, was ich auf meinem Weg gelernt habe:
1. Dinge laufen auch sehr gut ohne mich.
2. Noten sind unwichtig.
3. Wenn man das Gefühl hat, man müsste mal raus, muss man mal raus.
4. Man kann´s nicht jedem recht machen. Und das muss man auch nicht.
5. Wählerisch sein ist anstrengend.
6. Ich bin wählerisch.
7. Das Rauchverbot ist eigentlich gar nicht so schlecht.
8. Fehlender Standpunkt wird oft mit Toleranz verwechselt.
9. Neffen sind was Tolles.
10. Bloggen tut gut, weil man dadurch mehr reflektiert.
11. Man sollte auch Freunde haben, die ganz anders sind als man selbst - von denen kann man viel lernen.
12. Weisheit ist gut, Weisheiten-Dreschen ist schlecht.
13. Ein angefangenes Lied fertig zu schreiben, ist echte Arbeit.
14. Wer permanent für die Uni büffelt, verpasst viele wichtige Lektionen, die das Studentenleben sonst noch so bereithält.
15. Eine gesunde Portion Patriotismus hilft, sich im eigenen Land wohlzufühlen.
16. Bei Auftritten tendiere ich dazu, die Lieder zu schnell zu spielen.
17. Ich neige zu schnellen Themenwechseln.
18. Hohe Ansprüche sind gut. Aber wenn sie Freunde unter Druck setzen, ist das schlecht.
19. Gute Magazine sind wertvoll: sie machen Spaß und erweitern den Horizont.
20. Von den besten Dingen in meinem Leben hätten mich Zweifel beinahe abgehalten.
21. Melancholische Lieder zu schreiben ist einfacher, aber nicht genug.
22. 23 ist ein gutes Alter zu beginnen, eigene Geschäftsideen umzusetzen.
23. Bisher war jedes Lebensjahr noch besser als das vorige.
Vor zwei Wochen war Beth aus Alaska bei uns zu Besuch, eine sehr gute Freundin aus Binis Zeit in England. Und weil sie so erstaunt war, wie ausgeprägt das Umweltbewusstsein der Deutschen ist, haben wir ihr gleich noch eine Möglichkeit gezeigt, Energie zu sparen: das DreiRad
Nicht wirklich gemütlich, aber es klappt. Was hingegen noch nicht geklappt hat, ist das Video vom Starbucks Jam. Das hatten wir eigentlich für gestern abend geplant, sind dann aber in einem vernebelten Kellerraum mit Goldstaub an den Fingern geendet… Warum das alles? Klar: Nach DER Verlobung müssen auch die Hochzeitseinladungen aufwendig sein! Zeigen können wir sie erst später…
Ich hab´den Gedanken aus dem vorigen Eintrag mal weitergedacht und er birgt tatsächlich noch ein paar interessante Erkenntnisse!
Um´s nochmal klarer zu sagen: mir hilft der 100 Punkte-Ansatz zum Beispiel, wenn jemand daherkommt, der bei den Äußerlichkeiten - sei es Wohlstand, Aussehen oder sonstwas - offensichtlich nur wenige seiner 100 Punkte liegen hat. Demnach hat gerade derjenige noch massig Punkte übrig, um sie auf innere Werte - sei es Charakter, Ideenreichtum oder sonstwas - zu verteilen. Dieser Gedanke führt dazu, dass ich mir die Menschen um mich herum ein zweites mal anschaue und darauf achte, welche Stärken unter der Oberfläche auf mich warten.
Im Umkehrschluss wirft das aber auch auf mich bezogen interessante Fragen auf: wenn ich bei den äußeren Umständen reich gesegnet bin - und Gott meint es da offensichtlich gut mit mir ;-) wieviel Punkte bleiben mir da noch für das eigentlich wichtige?
Natürlich glaube ich nicht wirklich, dass jeder 100 Punkte irgendwo verteilt hat. Aber der Gedanke hilft mir, mich selbst mal kritisch zu hinterfragen und andere wohlwollender anzusehen.
Wir alle wollen die Welt verändern. Und genau deshalb gibt´s ab jetzt eine neue Kategorie auf unserem Blog: Weltverbesserung. Für die Zukunft gilt also:
Weltverbesserungsvorschläge sind jederzeit herzlich willkommen.
Ich mach´mal den Anfang: Kapitalismus und soziale Ethik passen für viele einfach nicht zusammen. Ich will ich es trotzdem mal probieren: Die meisten unter uns werden wohl der Aussage zustimmen, “Jeder Mensch ist gleichviel Wert”. Und diesen Wert können wir nun, wie in der Wirtschaft üblich, messbar und damit vergleichbar machen. Also ordnen wir dem Wert eines jeden Menschen - sagen wir mal - 100 Punkte zu.
Ich habe mir meine Mitmenschen mal auf diese Weise angesehen und gemerkt: es ist sau leicht, einen wertschätzenderen Blick auf andere zu bekommen. Denn: es gibt Stärken und Eigenschaften, die offensichtlich sind und jedem sofort auffallen. Bei anderen Typen muss man schonmal genauer hinsehen.
Aber egal, ob die schlimmste Vogelscheuche daherkommt oder jemand, mit dem ich einfach nicht kann: irgendwo hat selbst der letzte Typ seine 100 Punkte versteckt: Ich hab verunsicherte Leute gesehen mit mutigen Gedanken, graue Mäuschen mit schillernden Persönlichkeiten und trockene Typen mit erfrischendem Humor.
P.S. Den Post hatte ich aus Versehen erstmal halbfertig hochgeladen… Danke an Bini für dein besinntes Eingreifen, durch das du Schlimmeres verhindern konntest.
Die Entscheidung ist gefallen: Wir gehen nach New York City! Für Einige dürfte es gar nichts Neues mehr sein, aber was vorher nur ein großer Wunsch war, ist jetzt entschiedene Sache. Zwischen den Jahren hatte ich als “Herr des Hauses” die Ehre, die endgültige Entscheidung zu treffen - und das hab ich getan: ab Mitte/Ende August wollen wir für mindestens 9 Monate nach New York ziehen. Und der Blog wird den Weg dahin, dabei und darüberhinaus begleiten.
Sicher: Wir haben tolle Familien, ein super Umfeld und eine gute Gemeinde - ein sehr lebenswertes Leben und eigentlich könnte alles so bleiben, wie es ist. Aber irgendetwas bringt dazu, das alles eine Zeit lang stehen und liegen zu lassen. Uns wird´s zu eng in Wiesbaden. Was ich suche? Inspiration. Einen breiteren Horizont. Und das wird New York allemal bieten. Die Stadt ist voll von Extremen - sicher auch im Negativen. Aber ich freue mich drauf, die unterschiedlichsten Typen, Lebenskonzepte & Stile zu sehen, die nirgends so konsequent gelebt werden wie in NYC. Ich will herausgefordert werden, mich identifizieren & abgrenzen, Neues erleben, groß denken, Etwas wagen, die Welt sehen, mich durchschlagen, in Dollar bezahlen, Patriotismus erleben, günstig shoppen, im Blue Note ein Jazzkonzert hören, ein Coffee to go mit einem Donut kaufen, einmal quer durch Manhatten laufen - vom Hudson bis zum East River, im Central Park joggen gehen und das weiße Haus sehen… (Scherz) Ich will nicht Auf meinem angewärmten Sessel sitzen, immer im Umkreis von 20km um meine Heimatstadt gewohnt haben, 1000 Gottesdienste aber nur 10 Gemeinden gesehen haben, ein kleines nettes Leben führen, Schule-Studium-Beruf-Familie-Tod, nie aus Europa rausgekommen sein, mich von Zweifeln aufhalten lassen und ein ausgeglichenes Leben führen.Das alles ist nicht unbedingt schlecht und für manche sind es auch legitime Ziele. Aber für mich im Moment einfach nicht dran. Wie sieht´s mit dir aus? Was gilt für dich?
eigentlich sollte man allen Friseuren, die sich "Modefriseur" nennen, die Worte "aus der" vor den Namen setzen // freelancers in NY are serious about calling their favorite coffee shop 'office' and the customer next to them 'co-worker' // even German candies taste different in the States, Nutella for example is made of skim milk and tastes like crap // gumboots are the latest thing in NYC fashion, the hippest model goes for $120 and girls are crazy about them // Las Vegas is like Times Square, just as big as a city and a little more crazy // since 9/11 there are regular announcements in the subway to always stay alert - that feels strange // winter in NYC is extremely cold and temperatures change within a day from -10°C to 10°C // people usually don't have washing mashines here so laundromats are all over the place // alcoholic beverages are insanely expensive here - a beer is between 5 and 8 Dollars at least // Valentine's day isn't only for your valentine in the States, people write cards to anyone they like // some do, but most people don't move to NYC for lifestyle reasons but for job-opportunities, i.e. in the creative area // German milk cartons are too small, one gallon of milk is perfectly right // Americans don't use many signs to offer directions, they prefer getting lost every once in a while // many standards in Germany are very high // one in a thousand examples is the public winterservice that makes pedestrian walks accessible very fast // another example is the cleaness of public places, restrooms and official buildings // Americans still use checks for most regular payings like rent, insurance etc // the food over here makes my skin worse // even Americans as a nation have self-doubts // living abroad helps you getting to know your own country // many stereotypes about Germans are mostly true: in comparison we´re perfectionists, over-organized and good engineers // public bathrooms in Germany are in a very good shape // commuters in NYC´s subways and busses are as silent as those in Germany // there are no seperate bathrooms for women and men in the States // American toilets are always full of water which has some serios disadvantages // the service in German restaurants is very good // there´s always the sound of police sirens in NYC // Brooklyn is the real New York // black guys love singing in the subway // NYC is very european // grocery shopping is twice as expensive as in Germany // electricity isn´t that stable here // Americans make no secret out of their political preference // in many neighborhoods of NYC white people are the absolut minority // over here rich poeple are richer and poor people are poorer // things are more extrem in the States // Americans use the horns of their cars pretty often // it´s hard to find a McCain supporter in NY // New Yorkers have way more electronic devices and gadgets than Germans do // subways drive 24 hours a day // we´re definately spending too much money in cafés // there are definitaly too many nice cafés in NY // they always serve free iced-water in restaurants and bars // many Americans don´t have health insurance // there´s no smog in Manhatten because of the rivers around the city //
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