Archive for the 'Uni' Category

amazing grace.

*Wiesbadener*Wochenmarkt*
[herrliche Marktblumen]

Heute habe ich etwas über Gnade gelernt. Beim Joggen. Von meinem Freund, dem Gott. Der wenn man so will, ein Spezialist auf dem Gebiet ist. Es war gerade furchtbar anstrengend und ich musste entscheiden, ob ich umdrehe oder die lange Strecke laufe, als ich einen Powerriegel auf dem Boden liegen sah. Übriggeblieben von der Ironman-Veranstaltung am Morgen. “Warum pushen sich diese Menschen zu solchen Höchstleistungen?” hab ich mich gefragt. Warum ist es so schwer die eigenen Grenzen zu akzeptieren? Hups. Dann ist mir aufgefallen, dass ich da selbst nicht besser bin. (weil ich immer die lange Strecke laufe. Und auch sonst mit mir selbst nicht immer ganz so viel Gnade habe.)

*kurz*und*gut*
[Sonne im Gesicht]

Es ist nämlich so - ich will mit dieser Magisterarbeit fertig werden. Und damit das besser klappt (als das letzte halbe Jahr, das ich bereits investiert habe), setze ich mir Ziele und mache Pläne und Listen und hake ab, was das Zeug hält. Auch, wenn ich nicht mehr kann. Warum eigentlich - wenn der große Gott mir gnädig ist, wie kann ich dann so hart zu mir sein? Werde das üben. Jetzt gleich. Und alle heutigen to do’s sein lassen und stattdessen auf’s Weinfest gehn, mit dem weltbesten Mann an der Hand. Denn das ist toll und das habe ich verdient, auch wenn ich heute nicht so weit gekommen bin, wie gedacht.

*Markt*Picknick*
[Wiesbadener Heidelbeermarmelade von the princess revolution. Der Hammer.]

Denn Weinfest ist nur einmal im Jahr. Und das Leben ist süß.

Eine begnadete Bini

P.S. hoffen wir, die begnadete Bini auch schreibt eine begnadete Magisterarbeit…
P.P.S. Die Bilder sind vom Katarina-Besuch letzte Woche. Herrlich war das.
P.P.P.S. Das Montagsvideo kommt morgen. Vom Domi (ha!).

Selbstbestechung - und andere nützliche Tricks während der Magisterarbeits-Zeit

*gutenmorgen*Kaffee*
[Kaffee in den frühen Morgenstunden]

Im Moment komme ich nicht zum bloggen, weil ich vor allem magisterarbeite. Und wenn man so ganz nah vorm Abschluß steht (Endziel, ohne Widerrede: Dezember. Hoffentlich.), dann ist das ein bißchen so, wie wenn man ganz nah vorm Abgrund steht - es könnte einem schwindelig werden. Oha, bloß nicht falsch verstehen, mit Schwindel à la zu Guttenberg hat das nichts zu tun, ich bin ehrlich bis auf die Knochen. Schwindelig wird mir eher, weil die Tage ins Land gehn. Und weil sich daran was ändern muss, stehe ich früher auf. Morgens klappt es nämlich echt gut mit der Arbeit. Nur das aufstehn klappt nicht gut. Und damit das besser geht, versuche ich mich selbst mit herrlich belegten Toasts zu bestehen - früher ins Bett gehn geht ja nicht, wegen dem Domi. Der ist ein klassischer Vor-Mitternachts-Bettgehzeit-Verweigerer und raubt mir damit den letzten Nerv. Und den ersten Schlaf. Die belegten Toast waren also meine letzten Hoffnung, um mich zu motivieren.

*Bestechungsbrote*

Das hat auch gut geklappt. An dem einen Tag.
Und jetzt, wo das schon seit zwei Wochen nix mehr wird, versuche ich es mit anderen Überlebensstrategien. Ganz oben auf der Liste (auch wegen dem erwähnten Schlafmangel): schönes Kaffeetrinken.

*Kaffeezeit* *Kaffee*in*guter*Gesellschaft*
[wie hier noch in Berlin. Hach war das schön.]
Dumme Gesichter mit Freunden machen hilft auch sehr.

*Freunde*und*so*
[immernoch Berlin. Hach.]
Und allen voran hilft:

*Blumen*vom*Mann*

Blumen. Blumen helfen einfach immer. Auch beim der Versöhnung mit Schlafverweigerern.

Und wenn gar nix anderes hilt, muss man den nörgelnde “ichbinnochgaaaaa-nichmüde”-Mann zu einem Freund mit Balkon schicken. Und dann schnell schlafen!
Werde diesen guten Trick direkt anwenden.

Eine hundemüde Bini

I’m done.

Heute habe ich mir 2 Brötchen und 1 Zeitung gekauft. Dann habe ich erstere genüsslich verzehrt und letztere von vorne bis hinten durchgelesen. Eineinhalb Stunden lang. Ich glaube, ich hab’ endlich Semesterferien.

die ganze Welt umarmen

Ich könnte, mal wieder, die ganze Welt umarmen - wobei ich ausdrücklich die Uniwelt ausschließe: Die kann mir jetzt erstmal gestohlen bleiben. Oh, ich freu mich auf Zeit-haben. Wie damals, als die Vorlage für das Foto oben in Sevilla entstanden ist.

Oops, I did it again…

Küchenwand #2

Dieses Mal: Markenmanagement. Alles Schöne daran (=Sprechblase und verschnörkelter Rahmen) sind Überbleibsel vom LIEBENSWERT-Shooting letzten Freitag und stammen selbstverständlich nicht aus meiner, sondern aus Binis Feder.

Eine Küche, eine Wand, ein Opfer

Eigentlich ist unsere Küchenwand für künstlerische Ergüsse und Nettigkeiten zwischendurch gedacht. Doch vergangenen Samstag wurde sie Opfer einer unrühmlichen Attacke meinerseits:

Küchenwand

Doch von vorne: Heute habe ich die erste und heftigste Klausur dieses Semesters hinter mich gebracht: Steuerlehre. Gute Sache. Denn die Lernphasen sind bei mir traditionell intensiv. Aber als ob es nicht schon genug wäre, den Großteil der Arbeitswoche in der Bib mit Lernen zu verbringen, habe ich am Samstag beim Frühstück mit der Bini spontan eine Steuer-Session bei uns in der Küche hingelegt. Sie wollte mal wissen, was ich da überhaupt so lerne (na ja, vielleicht wollte ich’s auch unbedingt erzählen - wer kann das schon sagen). Eine geschlagene Stunde lang hab ich die gesamte Küchenwand vollgekritzelt…
Die ist nämlich mit Tafelfarbe geschrieben. Mit Platz für die ganz großen Ideen, wenn unsere anderen Notizbücher mal zu klein werden. Mit all dem Gekritzel jedenfalls hab ich sie in mein dürftiges Wissen über das deutsche Steuersystem eingeführt - und jetzt fühl ich mich ein wenig wie so ein verrückter Professor, der selbst in der Freizeit nur über seine verworrenen Theorien nachdenkt. Hm. Wenigstens das Grußwort unseres Nachbarn oben rechts erinnert noch an die unbeschwerte Zeit vor den Klausuren, in der man nix als Flausen im Kopf hatte…

Denksporttage

Lernsaison

Die Klausurphase steht bevor. Damit ist die Bib wieder zweite Heimat. Und die Langeweile manchmal groß - dann muss die Photobooth her. Sonst werde ich noch kirre zwischen den ganzen Büchern. Dabei hätte ich zu Hause welche, die ich wirklich gerne lesen würde…

It is finished.

Endlich. Endlich bin ich am Ende der langen Liste angekommen.
Und wieder fühle ich mich wie damals: Freeeeiheeeit!
Zeit für Frühling. Zeit für’s Ankommen im neuen Haus. Zeit für die Bini. Zeit für Freunde, für Musik, für Nichtstun. Oh. wie. gut.

Sprachlos

Der Grund meiner Sprachlosigkeit auf diesem Blog: work(over)load. Und
das ist nur die Uni: Nebenbei ziehen wir ja auch in 10 Tagen um… Und
das werden wir nur Dank meiner sehr viel besseren Hälfte packen, weil
die im Moment so einiges auffängt, was meinem Lernwahn zum Opfer
fällt… Du bist meine Heldin. Danke!

Nach Harvard hier lang - die Zweite

Ich bin frustriert. Frustriert von meiner Uni. Ich hab’ lange probiert, offen zu sein, das Gute zu sehen, mich eines Besseren belehren zu lassen. Aber ich muss zu dem Schluss kommen: Ich bin frustriert. Frustriert von der staubtrockenen Lehre, dem stupiden Auswendiglernen, dem Versacken in Konventionen, der Visionslosigkeit und dem verschwindend kleinen Horizont.
Ich will an einer guten Uni studieren! Harvard, Columbia, Oxford - egal, mir geht’s nicht um große Namen, mir geht’s um große Lehre. Und die habe ich in meinem Studium bisher nur selten gefunden. Und das sage ich nicht, weil meckern so einfach ist oder Kritik an deutschen Hochschulen gerade ach so zeitgemäß. Sondern ich sage es, weil ich bessere Beispiele kenne, weil ich exzellente Lehre kenne. Lehre, die nicht durch die vielbeschworenen Sponsorenmillionen glänzt, sondern durch ihre Professoren. Professoren, die leidenschaftlich sind, wissbegierig, konventionslos. Professoren, die wissen, dass die Studenten vor ihnen zu den Menschen gehören, die später die Geschicke des Landes beeinflussen, indem sie Unternehmen führen, Medien prägen, Politik machen - und auf diese Weise das Potential haben, die Welt zu verändern. Ich vermisse Professoren, die dieses Potential sehen. Sehen, schätzen und nutzen. Professoren, die ihren Studenten nicht beibringen, was sie zu denken & zu wissen haben, sondern wie sie zu denken haben, wenn sie sich eine eigene Meinung bilden möchten. Professoren, die lehren, wie sich Studenten mit sich selbst und der Welt um sie herum auseinandersetzen, warum das, was sie da lernen, bedeutend ist und wie es ihnen praktisch hilft, gute Entscheidungen zu treffen.
Allen, die mal einen Hauch davon abbekommen möchten, wie erhebende Lehre aussehen kann, empfehle ich stark sich mal die öffentlich zugänglichen Online-Angebote von Prestige-Unis anzusehen: Ich konnte mich schon des öfteren nicht losreisen vom Bildschirm. Als Appettizer hier ein kleines Häppchen aus Harvard:

Hier eine lose Sammlung von Links zu den Schätzen der Bildungswelt:
Academic Earth - Video lectures from leading Universities
Open Culture - Free educational and cultural media
Online-Angebote der Elite-Unis - Linksammlung von Open Culture
Free Online Classes - eine Sammlung von Open Culture
Youtube’s top ten - eine Hitlist von Open Culture
MIT - und als Podcasts
Princeton - und als Podcasts
Oxford - als Podcast

Post Scriptum: Diesen Post habe ich vor ein paar Wochen geschrieben, als ich noch mehr Zeit im Hörsaal verbracht habe als in der Bib und akut frustriert war. Jetzt, im intensiven Selbststudium, zeigt sich mal wieder, dass man an jeder Uni was lernen kann - man darf sich halt nicht immer auf die Profs verlassen, sondern muss sich den eigenen Hintern plattsitzen…

Baustellenmysterium

Wie sollen wir nur alle aktuellen Baustellen unter einen Hut bringen…?
Baustelle #1: Das neue Haus

Warten auf die Erleuchtung

Diese Woche haben wir ja endlich den Mietvertrag unterschrieben - und puh, was tut das gut. Denn während wir die letzten Monate schon fleißig am Renovieren waren, hunderte Euros ausgegeben und unsere alten Wohnungen gekündigt haben, hatten wir bisher noch keine abschließende Sicherheit: alles lief aus Zeitgründen erstmal auf Vertrauensbasis mit dem Vermieter - was ziemlich spannend und manchmal anstrengend war. Aber: Davon vielleicht später mehr. Für jetzt ist er ja unterschrieben, der Mietvertrag. Den Einzugstermin haben wir auch um einen Monat nach hinten verschoben, damit uns ein bisschen Zeit bleibt - es muss ja noch so einiges getan werden.
Baustelle #2: Uni

Lernphase

“Die Klausurphase hat wieder begonnen. Das heißt Lernen von 9 bis 9.”
Schonmal gehört? Tja, alle Jahre wieder: hier. Im Moment ist’s zum Glück noch nicht ganz so schlimm. So richtig hart kommt’s dann Ende Februar/Anfang März.
Baustelle #3: Sich neu einrichten

Möbel-Shoppingparadies

Und das alles mit “Papas” Kreditkarte… Denn: Just ein paar Wochen, bevor wir ins neue Haus einziehen und massig Einrichtungsgegenstände für die bisher leeren Gemeinschaftsräume brauchen, zieht das Gericht in Wiesbaden um und schmeißt endlos viel hochwertiges Mobiliar raus. Hehe, was für ein Timing. Gott scheint ziemlich langfristig zu planen ;-) Ach ja: Wer ganz genau hinschaut, kann Oli & Joe erkennen, die am Rosinenpicken sind, kurz bevor wir mit einem LKW ankommen und 8 Schränke, 7 Schubladenwägen, 6 Schreibtische und einiges anderes einladen. Anmerkung für solche, die sich angesprochen fühlen: Die Zahlen sind Näherungswerte und beinhalten u.U. 10% Dramaturgie-Zuschlag ;-)

Aufgrund all dieser Baustellen kann es gegebenenfalls zu Verzögerungen im Blog-Verkehr kommen…
Zum Abschluss noch ein Bild vom Baustellen-Shooting:
Wie ham’ wir das wohl gemacht?

Baustellen-Shooting

Irgendjemand hier?

Ich fühl mich irgendwie allein in der Bib… Muss denn sonst niemand lernen?

Alte Beiträge mit den Tags “Uni” und “Lernen”:

  • I’m done.
  • Oops, I did it again…
  • Eine Küche, eine Wand, ein Opfer
  • Denksporttage
  • Sprachlos
  • Der Staat und die Wirtschaft

    An dieser Stelle hatten wir ja schon die eine oder andere aufgeheizte Diskussion über die gute alte Wirtschaftspolitik. Dahinter stehen ein paar ziemlich grundlegende Fragen, über die man sich trefflich streiten kann, bis jemand heult: Wie stark darf sich der Staat in die Wirtschaft einmischen? Können die freien Kräfte des Marktes sich selbst regulieren? Soll der Staat in Not geratenen Unternehmen unter die Arme greifen?
    Diesem Thema widme ich mich zurzeit auch in einem Hauptseminar zum Thema “Die Wirtschafts-Kommunikation in der Finanzkrise”. Um den Schein zu bekommen, habe ich mit meiner Arbeitsgruppe eine Online-Umfrage zu dem Thema entwickelt - und jetzt brauchen wir gaaanz viele freiwillige Teilnehmer. Deshalb: An alle politisch Interessierten, politisch Uninteressierten, Denker, Streitsüchtigen, Halbwisser, Demagogen oder einfach nur Hilfsbereiten - hier der Link zur Umfrage:

    http://www.unipark.de/uc/D_Hofmann/3d05/

    Und, ganz wichtig: Wenn jemand von euch bei Opel arbeitet oder jemanden kennt, der bei Opel arbeitet oder jemanden kennt, der jemanden kennt: Bitte meldet euch über die Kommentare: Ich hätte eine Spezial-Anfrage ;-)