Archive for the 'Glaube' Category

Montagsvideo #87 Heimat Erde

Jeder, der auch nur ein kleines bisschen empfänglich ist für die Ästhetik der Natur, wird bei diesen Aufnahmen mit offenem Mund vor dem Bildschirm sitzen. Und jeder, der auch nur ein kleines bisschen ökologisches Bewusstsein hat, wird anschließend ebenfalls den Mund aufmachen…
In einem einmaligen Projekt hat Yann Arthus-Bertrand einen Film produziert, der mit Luftaufnahmen aus 54 Ländern in beeindruckender Weise gleichzeitig die Schönheit der Erde und die Hässlichkeit ihrer Ausbeutung zeigt.

Die Bilder im Film sind wunderschön. Die Zahlen erschreckend:

20% der Weltbevölkerung verbrauchen 80% der Ressourcen. Die Rüstungsausgaben betragen das 12-fache der weltweiten Entwicklungshilfe. Jedes Jahr werden 13 Millionen Hektar Wald vernichtet. In den letzten 40 Jahren hat die Eisschicht der Pole 40% ihrer Stärke verloren. 2050 könnte es bis zu 200 Millionen Klimaflüchtlinge geben.

Obwohl die Produktion aufwendig und teuer war, ist der Film in voller Länge kostenlos auf youtube zu sehen (15 Teile). Wer die Zeit hat oder ohnehin einen Videoabend geplant hat: Für mich waren es besondere eineinhalb Stunden:

Ob 4 Milliarden oder 4 Tausend Jahre, ob Evolution oder Schöpfung - das alles sei jetzt mal dahingestellt. Das Projekt ist jedenfalls sehens- und bemerkenswert. Mehr dazu gibt’s auf der HOME-Website.

Montagsvideo #85 Merkel im Interview
Was das ‘C’ in ‘CDU’ noch wert ist

Selten, ganz selten, geht es hier auf dem Blog auch mal politisch zu. Viel zu selten, wie ich finde. Denn erstens hat’s Tradition: Schon das 4. Montagsvideo überhaupt war politisch und -ich geb’s ja zu- auch patriotisch angehaucht. Und zweitens geht uns Politik einfach alle an, weil es eben doch einen Unterschied macht, welche Partei die Regierung stellt (wie der Beitrag “Landtagswahlen 2.0” und seine exzellenten Kommentare deutlich gezeigt haben). Im Wahljahr 09 gilt deshalb erst recht: Her mit der Politik! Heute die Frage an Kanzlerin und CDU-Vorsitzende Merkel: Was ist das ‘C’ in ‘CDU’ noch wert?

(Koproduktion von ERF, idea & KEP)
P.S. Falls das Video nicht mehr das Merkel-Interview zeigt, könnt ihr es auch direkt beim ERF sehen.

Ein schönes Gebet.

Am Sonntag haben der weltbeste Mann und ich einen Heimgottesdienst veranstaltet. Mit Kaffee und Decke aufm Sofa, den weisen Worten vom Stefan aus dem icf-Berlin über einen Predigt-podcast lauschen und Gott-Zeit genießen. Sehr gut. Da weise Worte dummerweise schneller aus dem Hirn verfliegen, als ich will, habe ich in ein neues Moleskin-Notizbuch geschrieben. Es ging darum, dass verschiedene Menschen verschieden Zugänge zu Gott haben, also wie man im Alltag einen Weg zu Gott findet und ihn erlebt. Mit dabei war “Anbetung”, wo man ja schnell an Lieder singen oder eben beten denkt -aber das bezieht sich auch auf Kreativität. Und ich finde es sooo geil Gott durch Kreativität an zu beten, etwas Schönes zu machen und mich ihm nah zu fühlen, ihn zu erleben. Hm, sehr geil. Da hab ich direkt Lust bekommen das um zu setzen und schließlich musste das neue Buch ja auch aufgehübscht werden… Also hatte ich eine schöne kreativ-Zeit mit Gott und herausgekommen ist das:

*Input*von*Gott*

Das zu machen war in vielerlei Hinsicht schön: ich hab endlich mal wieder am Schreibtisch gewerkelt (und nicht Uni Texte gelesen), ich hatte eine echt schöne Zeit mit Gott, ich habe was ganz Neues ausprobiert (juhuu!) und es ist auch noch schön geworden. Ahh, herrlich. Eine super Sache so in die neue Woche zu starten…

Eine kreativ-anbetende Bini

P.S. Auch wenn in der Predigt nicht viel bahnbrechend Neues war, hat es sau gut getan mal wieder zu überlegen: wie und wo begegnet mir Gott? Nicht so sehr wenn ich allein und still bin (puh, da bin ich immer so abgelenkt..) Aber in Kreativität, beim joggen, mit Freunden…
P.P.S. Was sind deine Wege mit Gott (wenn du welche hast)?  Die Denkanstoß-Predigt vom Stefan ist hier oder direkt auf der website unter “das 1. Element: Hören”.

Alltagsphilosophie: Um Gottes Willen

Es wird Zeit, meinen Vorsatz umzusetzen: Als Bini und ich aus New York zurückgekommen sind, hatten wir neben aller Vorfreude auch eine Angst: Dass der Horizont, das Lebensgefühl und der ganze Drive aus NY ziemlich schnell im Alltag versacken könnten. In NY war es schließlich einfach gewesen, Neues zu wagen, motiviert & inspiriert zu bleiben und sich vom Puls der Stadt mitreißen zu lassen. Aber wir hatten so unsere Sorge, ob das auch funktioniert, wenn wir zurück im ‘alten’ Umfeld sind.

Deshalb habe ich in NY zum Teil sehr gezielt daran gearbeitet, persönlich vorwärts zu kommen. Ein Teil davon war die Interview-Reihe, von der ich hier zwar schon ab und zu, aber viel zu oberflächlich berichtet habe,  ‘Concepts of Life’

Concepts of Life-Interview

Kurz gesagt ging es darum, mit ein paar handverlesenen Kerlen zu sprechen, die beruflich und persönlich einen Weg hingelegt haben, der für mich erstrebenswert ist. Ich wollte schauen, ob es einen roten Faden gibt bei den Männern, die für mich Vorbilder sind; Grundwerte, die sie verbinden oder sowas wie Erfolgsprinzipien. Die wollte ich dann auf mich anwenden und mich fragen, wie ich das konkret umsetzen kann. [Anmerkung: Die Interviews werde ich übrigens in irgendeiner Weise nochmal aufbereiten, das steht nur etwas hinten an]

Einer dieser Herren war Josh Fulmer, ein junger Outdoor-Journalist, der zum Beispiel für das Men’s Journal und die National Geographic schreibt.

Bouldering im Central ParkBouldering im Central ParkBouldering im Central ParkBouldering im Central Park

Einer der spannendsten Aspekte unseres Gesprächs war seine Antwort auf meine Frage: Glaubst du eher, Gott hat einen festen Plan für dein Leben und du sollst ihn herausfinden und ihm folgen oder triffst du eher die Entscheidungen und Gott segnet diese? Seine Antwort war sinngemäß:

Es muss ausgewogen sein: Es ist wichtig, nach Gottes Wille und seiner Führung zu suchen und das tue ich viel zu wenig. Aber Gott gibt dir auch Talente und Möglichkeiten, die dir in’s Gesicht schauen und bereits seine Führung sein können.  Gott will, dass du auch mal das Risiko eingehst und losläufst, dann wird er dich auf halbem Weg treffen.

Jetzt sind Bini und ich seit genau 2 Monaten zurück und stehen vor genau dieser Situation: Es sieht so aus, als biete sich im Moment die Möglichkeit, hier in Wiesbaden genau die Dinge weiterzuführen, die uns in New York so wichtig geworden sind. Unsere Talente und die unserer Freunde zusammengenommen könnten wir einige tolle Dinge anstoßen. Aber ist das gerade dran? Verlieren wir hinter all dem Enthusiasmus Gott aus den Augen? Oder kommt gerade der von Gott?

Ich fühle mich gerade so, als ob Gott mir einen kompletten Werkzeugkasten vor die Füße legt. Nur sagt er nichts dazu. Er sagt weder ‘Leg los!” noch “Bau was schönes!”. Er sagt einfach nichts. Und ich steh da und weiß nicht, ob ich mit Hammer und Säge jemanden verletzen würde. Ich hab total Lust loszulegen. Nur möchte ich sicher sein, dass es auch Gottes Wille ist und nicht nur meiner. Wie geht das?

von ‘neu’ und von ‘viel’ #2
oder: Neues von der Weltverschönerungsfront

Wir haben einen neuen Mitbewohner. Er erweist uns gute Dienst. Er sammelt Ideen und hält sie uns vor Augen, wenn wir sie vergessen. Außerdem ist er einfach hübsch:

von 'neu' und von 'viel' #2

von 'neu' und von 'viel' #2 von 'neu' und von 'viel' #2 von 'neu' und von 'viel' #2 von 'neu' und von 'viel' #2

Unser Neuer ist ein Notizbuch für die Wand. Ein bisschen größer als die Notebooks, die wir bisher hatten (siehe großes Bild), aber wir brauchten halt auch noch eins für die großen Ideen - falls die denn mal kommen ;-)
Und weil einfach nur schön sein nicht wirklich ausreicht als Daseinsberechtigung, musste der Neue auch gleich was Gutes tun. Aber das erklärt sich von selbst:

Glückwunsch, Freunde!

das Beste kommt zum Schluß

Was bisher geschah:
Wenn Freunde aus der Heimat in NY sind, muss man sich natürlich zum Kaffee treffen -oder eben zum Sekt, wenn man die Betty trifft ;)

*Betty*mit*Sektchen* *Betty*und*Sekt*

Letzte Woche war außerdem die Generalprobe von “Amen Corner”, einem Theaterstück, für das unsere saucoole Freundin Ashley die Kostüme designed hat (sehr geil!). Wir durften ein Kostüm-Shooting für ihr Portfolio machen.  

 *Generalprobe*Shooting* *Generalprobe*Shooting*

Und jetzt (zum Schluß) kommt das Beste: am Sonntag habe ich mich taufen lassen! Ui, das ist bestimmt eine Überraschung für so manchen, der weiß, wie lange ich schon mit Gott zu tun habe. Nämlich seit 10 Jahren. Aber das war so:

Ich habe mich 1998 in einer lauen, vollmondigen Julinacht im Garten meiner Eltern entschieden, dass ich mir sicher bin, dass es Gott gibt und ich mehr will, als das nur zu denken. Also habe ich ihn gebeten in mein Leben zu kommen, damit wir uns kennen lernen und für immer Freunde sein können. Ich war nicht wirklich fest in einer Gemeinde und irgendwie hat mir auch niemand gesagt “hey, lass dich doch taufen”. Und so hab ich den “richtigen Zeitpunkt” irgendwie verpasst.

Und jetzt ist es vielleicht ein wenig überraschend, und vielleicht auch “spät”, aber ich finde es ist der perfekte Zeitpunkt. Und jetzt wird’s ein bißchen persönlich (tiiief Luftholen). Als wir nach NY gegangen sind, dachte ich, dass es mit Gott eine supergeile Zeit wird. Dass wir zusammen Bäume ausreißen und über Wolkenkratzer springen. Leider kam es anders und ich hatte eine echte down-Phase mit Gott. Ich habe (wie jeder) nicht alle Antworten auf alle Fragen und irgendwie wurde es immer schwieriger Gott nah zu sein. In dieser Zeit habe ich ehrlich gedacht: “ich wünschte ich wäre getauft und hätte mich für Gott so feste entschieden, wie für den Domi.” In Momenten, in denen ich nicht auf Wolke 7 bin und es einfach schwierig ist, weiß ich -scheiß egal, wie ich mich fühle, wir sind für immer verheiratet. Das steht fest. Für Gott habe ich mich zwar auch entschieden, aber eben mit süßen 14. Darum habe ich viel über das Thema Taufe nachgedacht.

Inzwischen geht’s uns, Gott und mir, schon wieder besser zusammen. Ich fühle mich immer noch nicht auf einem emotionalen Überschwung, aber trotzdem und gerade deshalb habe ich mich am Sonntag taufen lassen. Es ist keine begeisterte Kopflos-Handlung, sondern eine tiefe Überzeugung. Ja, ich habe noch Fragen, ja ich verstehe nicht alles. Aber ich weiß, dass es Gott gibt, dass er mich gern hat, dass er guuute Sachen für mich hat und mit mir vorhat und dass wir zwei ein super Team sind. Und dafür hab ich mich entschieden.

*T*A*U*F*E* *T*A*U*F*E*

Eine felsenfeste Bini

Montagsvideo #58 Sharon Jones & The Dap Kings

Wuhu, es kribbelt immernoch in meinen Beinen: am Freitag waren wir auf einem Konzert am Broadway. Die Queen of Soul Sharon Jones und die Dap Kings haben uns eingeheizt. Diese Dame ist weiß Gott nicht jung, sexy und schön, aber das was sie hat, nutzt sie zu 100 Prozent: mitreißende Energie und eine durchschlagende Soulstimme. Das Konzert und Sharon als Person waren sehr beeindruckend für mich und ich denke immer nochdarüber nach, wie krass diese Frau einfach sie selbst ist und nicht irgendein Popsternchen. Da sie auf der Bühne wesentlich mehr rockt, als in diesem Video, einfach nur den Anfang ansehen und während es läuft weiterlesen:

Nach geschlagenen 1,5 Stunden war das Konzert vorbei und wir alle hundemüde. Doch nach 5 Minuten tosendem Applaus kam die Band für die Zugabe zurück und Sharon Jones hat mit ihrem Song “Answer me” ihre Geschichte mit Gott erzählt. “Mir haben die Leute immer wieder gesagt, ich sei zu klein, zu dick und zu alt, um als Sängerin Karriere zu machen. Ich habe geantwortet ‘Gott hat mir eine Gabe gegeben und die werde ich nutzen. Eines Tages werdet ihr mich akzeptieren, wie ich bin und Gott wird meine Gebete beantworten.’ Und jetzt seht euch um…

Sharon Jones & The Dap Kings Sharon Jones & The Dap Kings
Sharon Jones & The Dap Kings Sharon Jones & The Dap Kings

…hat Gott meine Gebete beantwortet?”

places I miss - places I enjoy #3

Ich mag meine Heimat. Und die Menschen darin. Sehr. Deshalb hat einer der Orte, den ich am meisten vermisse, mit den Menschen zu tun, die ich am meisten vermisse: unser Wohnzimmer mit unseren Freunden darin. Genau so, wie es bei unserer sonntäglichen Wir-füttern-alle-durch-die-wir-kennen-Tradition oft der Fall war:

zu-Hause-Freunde zu-Hause-Freunde zu-Hause-Freunde zu-Hause-Freunde

Ich mag mein zu Hause. Und die Menschen darin. Sehr. Deshalb hat einer der Orte, den ich am meisten genieße, mit den Menschen zu tun, die ich am meisten genieße: unser Wohnzimmer mit unseren Freunden darin. So, wie es am Sonntag bei unserer spontanen Wir-laden-wie-wild-Leute-aus-der-church!-ein-Aktion der Fall war:

Sonntagsfreu(n)de Sonntagsfreu(n)de Sonntagsfreu(n)de Sonntagsfreu(n)de auf unserem Dach

Nach Spaghetti-Vodka und dem obligatorischen Latte Machiato hieß es ordentlich Sonne tanken auf unserem Dach. Bei nahezu angenehmer Temperatur nach permanenten -10°C in der letzten Woche ist bei mir damit endgültig der Frühling im Herzen ausgebrochen. Wer ein paar unserer Freunde hier sehen möchte - bitte sehr:

Da man im Amiland das Gefühl für die Kitsch-Grenze ohnehin ein wenig verliert, hoffe ich auf euer aller Verständnis und möchte am Ende noch eine kleine Sentimentalität loswerden: Zwar sind die Plätze in unserem Wohnzimmer ersetzt worden. Aber die Plätze in unseren Herzen nicht. Da wird niemand ersetzt - wir bauen an.

Blue Like Jazz

Donald Miller

Ich lese gerade Donald Miller’s ‘Blue Like Jazz’, worin der Kerl (siehe oben) auf ziemlich unreligiöse Art seine Gedanken über den christlichen Glauben beschreibt. Das Buch ist sehr empfehlenswert. Für alle, die schon immer mal verstehen wollten, wie um alles in der Welt man an sowas wie einen Gott glauben kann. Und für alle, die an sowas wie einen Gott glauben.
Eine Passage fand ich ganz besonders interessant. In der erzählt Miller von einer Kommolitonin, von der er sagt, sie sei der wahrscheinlich schlauste Mensch, den er bis dahin getroffen hat - und dass sie nichts von Gott hält:

I had no explanation for Laura. I don’t think there is an explanation. (…) I think Laura was looking for something rational, because she believed that all things that were true were rational. But that isn’t the case. Love, for example, is a true emotion, but it is not rational. What I mean is, people actually feel it. I have been in love, plenty of people have been in love, yet love cannot be proved scientifically. Neither can beauty. Light cannot be proved scientifically, and yet we all believe in light and by light see all things. There are plenty of things that are true that don’t make any sense. I think one of the problems Laura was having was that she wanted God to make sense. He doesn’t. He will make no more sense to me than I will make sense to an ant.

Für alle interessierten gibt’s hier das erste Kapitel zum kostenlosen Download.

das war jetzt einfach dran

Jetzt, wo das viele Feststecken und Haareraufen vom Januar ein Ende hat, wollen wir endlich auch mal aufklären, was es mit unserem ach so spannenden Projekt überhaupt auf sich hatte. Und dafür muss ich ein wenig ausholen: Eines unserer größten Ziele für NY war ja von vorne herein Inspiration. Für uns, aber nicht nur für uns. Und als wir Ende 2007 einem Freund davon erzählt haben, dass wir über NY nachdenken, meinte er – Mensch, vielleicht könntet ihr aus NY für ein Magazin schreiben und was ihr da sonst so macht, auf einem Blog festhalten - Joa, dachten wir, das ist eigentlich genau das, was wir machen sollten. Weil wir wissen, dass Gott uns nach NY geschickt hat und dass es für uns eine sehr coole Erfahrung wird. Aber eben auch nur für uns.

Dabei hatte Gott gesagt, dass er unser Abenteuer für mehr gebrauchen kann als nur für unser persönliches Seelenheil.

Darum fanden wir die Idee mit dem Schreiben ganz schön gut. Die Sache mit dem Blog haben wir dann auch ziemlich schnell auf die Reihe gekriegt. Die Sache mit dem Magazin wartete ein wenig länger auf  Erledigung. Aber im Juni war es dann soweit: Wir haben uns bei einem Magazin beworben, das schon seit geraumer Zeit monatlich in unseren Briefkasten wandert und dies mit Sicherheit auch in Zukunft tun wird: dran - das Magazin zum Selberglauben. Die Bewerbung haben wir in Form eines dran-Artikels verpackt, ins typische Design gesetzt und in die vorige Ausgabe eingeheftet und abgeschickt:

Danach hieß es nur noch warten. Gespannt warten. Ein bisschen stolz waren wir schon, dass wir den Mut aufgebracht hatten, die Sache anzugehen. Doch je näher der Konsulatstermin für den Visa-Antrag kam, ohne Rückmeldung oder geschweige denn Zusage von der dran, desto öfter hat uns eben dieser Mut auch wieder verlassen: immerhin dachten wir damals, dass unser Journalisten-Visum davon abhängen wird - und damit das gesamte NY-Abenteuer. Am Ende ging’s dann leider ohne dran-Auftrag und dafür mit viel Zweifeln im Gepäck zum Konsulats-Termin. Doch offensichtlich hatte Gott den gar nicht nötig…
Etwas enttäuscht, weil in die Bewerbung viel Herzblut und Zeit geflossen ist, haben wir uns dann auf den Weg nach NY gemacht. Doch kaum angekommen, war auch schon die Zusage da. Und so haben wir den Januar größtenteils damit verbracht, Konzepte zu schmieden, zu schreiben, zu verwerfen, neu zu schmieden, neu zu schreiben und wieder zu verwerfen…

dran Schreiberei

Nach gefühlten eintausend dieser Kreisläufe kam am Ende, mit der spürbar routinierten Unterstützung der Chefredakteurin, etwas dabei heraus, mit dem wir uns echt wohl fühlen. Als besondere kreative Herausforderung haben wir auch den Header für den Artikel gestaltet und dabei ein herrliches Chaos auf dem Schreibtisch produziert, von dem er sich immernoch nicht ganz erholt hat ;-)
Alles in allem war und ist die ganze Sache echt eine gute Erfahrung. Aber puh, es war auch eine echte Herausforderung. Jetzt bleibt uns nur noch zu Hoffen, dass wir mit dem Artikel ein kleines bisschen von der vielen Inspiration weitergeben können und sind bis dahin furchtbar aufgeregt. “Planlos, aber sicher” erscheint voraussichtlich in der nächsten Ausgabe der dran am 05. Februar. Also heute. Uaaaaaahhhh.
P.S. Interessierte können die aktuelle Ausgabe hier kostenlos probelesen und hoffen, dass der Artikel auch wirklich drin ist oder hier für schlappe 4,80 auf Nummer sicher gehen und gleich die drei nächsten Hefte bestellen.

[edit by Bini] Wir warn natürlich zu früh aufgeregt. In echt hat uns die Redaktion für die März-Ausgabe eingeplant. Aber das ist ja auch nicht mehr lang…

Immer mitten in die Fresse rein

Ein Freund von mir, den ich sehr schätze, hat in einem bis auf die Knochen ehrlichen Blogeintrag gesagt, was sich viele Christen nicht zu sagen trauen -selbst wenn sie dasselbe Problem haben. Zumindest ging´s mir lange Phasen im Leben genauso, aber ich hatte nicht den Mum, so klare Worte zu sprechen. Es geht um die Frage, wie Glaube im Alltag aussieht und ein Teil davon ist die Zeit, die man allein und ferab von Gottesdiensten mit Gott verbringt. Dafür hat sich der Begriff “stille Zeit” eingebürgert - auch wenn diese oft alles andere als still ist. Hier also Matzes Beitrag “Alles noch einmal genauso… ?”

2009 -bring it on!

2009, ich bin bereit für dich. Alles, was du Aufregendes, Langweiliges, Gutes und Schlechtes zu bieten hast -all das wandert hier rein. 

*2009*Kalender* *2009*Kalender* *2009*Kalender* *2009*Kalender*  

Oh, ich finde den Stoff sooo geil und herrlich altbacken ;) In den endlosen Möglichkeiten des NYer Fashion Districts hab ich noch goldenen Faden gekauft und losgestickt.. das wird mich noch das ganze Jahr freuen..
Zu dem Thema noch schnell etwas, das ich ganz vergessen habe zu schreiben: schon vor einiger Zeit hat meine saucoole Freundin Ashley mir eine wunderbare Mütze gestrickt (stricken ist in NY tatsächlich unglaublich cool…). Sie passt sehr schön zu meinem neuen Mantel und dem Schaal, den ich gestrickt habe..hihi.. Im Austausch habe ich eine Herrlichkeit-Hülle für ihr macbook gemacht. (das einzige, was sie auf Deutsch sagen kann ist “Herrlichkeit in Ewigkeit”! ;) Naja, und “Guten Abend”)

 *saucoole*Mütze*von*saucooler*Ashley* *macbookhülle*  

*innen*ist*außen* *Herzrasen*Herrlichkeit* *macbookhülle* *macbookhülle*  

Beim Thema Mantel muss ich noch schnell die Mantel-Wunder-story erzählen. Der Mantel ist nämlich ein lustiges Geschenk von Gott. Ich hab mich schon seit letzem Jahr darauf gefreut, mir einen Mantel in NY zu kaufen. Die schönsten gibt’s natürlich bei Brooklyn Industries -allerdings für 200,-$. Beim Ausverkauf und Dank einer befreundeten Verkäuferin (hihi) haben wir ihn dann für 104,- bekommen. Geil. Allerdings bin ich 2 Tage später wieder hin, weil die Knöpfe nicht gut angenäht waren und abgefallen sind. Weil sie ihn nicht zurück nehmen konnten, habe ich 35,-$ zurück bekommen und sollte die Knöpfe selbst annähen. Und dann haben wir auf unserem Kontoauszug festgestellt, dass unsere Bank in einer Promotion-Aktion zufällige Beträge, die man ausgegeben hat, übernimmt. Und sie haben zufällig die 104,-$ bezahlt (obwohl wir an der Aktion gar nicht teilgenommen hatten). Und weil ich von den 104,- aber bereits 35,- zurück bekommen hatte, heißt das am Ende, dass ich einen Mantel im Wert von 200,-$ geschenkt bekommen habe. Umsonst. Und noch 35,- obendrauf gekriegt. Unfassbar, oder? Gott hat einen schrägen Sinn für Humor…

Und so sieht der Mantel aus.. (aus der Zeit als Joe und Christiane da waren)

 *geschenkter*Mantel* *geschenkter*Mantel* 

So, jetzt müssen wir aber los -im Schnee nach Manhatten fahren, ein schönes Café suchen und arbeiten. Wenn wir mit der Subway über die Manhattenbridge fahren habe ich fast immer diesen einen Gedanken: Oh, ich mag meine Stadt…

Eine I[heart]NYBini