Archive for the 'Glaube' Category

Montagsvideo #109 Hello Hurricane

Ich bin unter die Poeten gegangen und habe ein Gedicht geschrieben:

Oh wie gut
ein Sonntag tut.

So habe ich mich gestern gefühlt. Ach wie herrlich. In all dem Lernwust momentan einfach mal auf einen Tag nichts tun. Abschalten. Menschen genießen. Und Kaffee. Steht schließlich schon in unserer Gebrauchsanweisung: ‘Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun… Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.’ (2. Mose 20,10) Ist doch der Hammer: Verpflichtet zum Nichtstun, von Gott höchst persönlich - wer wollte denn da ungehorsam ;-)

Da hab ich zum Beispiel endlich mal wieder Zeit gehabt, ein bisschen nach neuer Musik zu stöbern - und bin bei alten Bekannten mit neuem Album fündig geworden:

Jetzt ist der Sonntag leider wieder vorbei… Daher stand heute wieder nur Lernen an. Aber Ende der Woche kommt ja wieder ein Sonntag. Gute Arbeit, Gott.

Geburtstage sind schöön - und noch ein Wunder.

*Geburtstag*haben*ist*schön*

An meinem Geburtstag (nochmal zur Erklärung: die 25 Dinge kamen am letzten Tag, an dem ich 25 war. Mein Geburtstag ist also der 30.01. ;)) habe ich:
-leeeecker gefrühstückt (und die Kamera vergessen. Mist.)
-sooo schöne Geschenke bekommen! (einen Mädchenschirm, ein Print von noch einem herrlichen Großmutter-Bild, Blumen, schönen Stoff, eine wunderbare Nähgarn-Aufbewahrungs-Anlage und mehr!)
-Mocha getrunken, bis mir (fast) schlecht wurde
-eine Matratze gekauft (in ganz weich - hihi..)
-eine Überraschung bekommen und ganz gespannt darauf gewartet..

*gespannt*auf*die*Überraschung*

-zum allerersten Mal das Fußballstadion besucht! Es spielte Wiesbaden (meine Heimat) vs. Heidenheim (Eltern-Heimat) und die Schwaben haben gesiegt! (ich war wohl der einzige auf Wiesbaden Seite, der sich darüber gefreut hat.. Heimlich..)

*im*Stadion* *im*Stadion*
-habe gegrölt, Glühwein getrunken und bin auf’s Klo, damit endlich ein Tor fällt. (am Jubel, der bis zum Klohäuschen zu hören war, habe ich gemerkt, dass der Plan aufging ;))
-habe Pizza gebacken, die innen roh und außen knusprig war (juchuu, für einen neue Küche!)
-mich mit lieben Menschen getroffen und gefeiert
-im Schlachthof festgestellt, dass “midlife crisis” für mich noch weit weg ist. Und dass ich keine 80er Musik zum Tanzen mag.
-mit der Debbie bei jedem Liedwechsel all unsere Hoffnung auf das DJ-Pult gerichtet um immer neu bitterlich enttäuscht zu werden.
-trotzdem einen schönen Abend und einen noch schöneren Geburtstag gehabt :) Danke, Freunde!

Außerdem gab’s direkt einen Tag später noch ein echtes Wunder von Gott. Wir haben im Dezember ja von unserem Experiment erzählt, unsere Job- und Finanzlage Gott an zu vertrauen. Kaum hatten wir beide keinen festen Job mehr, hat Gott Steuerrückzahlungen, Krankenkassenrückzahlungen und sonstige Unfassbarkeiten geschenkt. Trotzdem stellte sich - spätestens beim Unterschreiben des neuen Mietvertrages - ein flaues Gefühl ein. Mit einem 400,- Euro-Job (neben BaföG & Unterstützung) hat’s bisher immer gut gereicht. Diesen Job haben wir aber nicht mehr und obendrauf wird die Miete teurer und der Haus-Traum hat insgesamt ein paar finanzielle Belastungen. Immer wieder habe ich beschlossen: ich mache mir keine Sorgen, die habe ich ja an Gott abgegeben. Und da waren sie genau richtig: seit Montag haben wir den für unsere Situation perfekten Job. Die Miete ist sicher, wir teilen uns die Verantwortung, können zeitlich flexibel und von zu Hause im Café arbeiten und der Arbeitgeber ist auch noch ein heimlicher dream-come-true. Bei sooo viel Segen von Gott, bin ich fast ein bißchen beschämt. Weil ich nicht das Gefühl habe, das auch nur im entferntesten zu verdienen. Die Phase in der wir grad stecken fühlt sich nicht so an, dass ich rundum mit mir zufrieden bin. Wie kann es sein, dass Gott trotzdem so großzügig ist? Es ist sooo schön, dann zu sehen, dass es offensichtlich egal ist, ob ich zufrieden mit mir bin oder nicht. Weil Gott zufrieden mit mir ist. Und mich segnen kann, wann immer er mag und nicht, wenn ich es verdient habe. Oh, das ist wirklich gut… Denn verdient hab ich’s nicht.

*rundum*versorgt*

Es ist wirklich der Hammer, sich von Gott versorgt zu fühlen. 

Eine gut-aufgehobene Bini

Baustellenmysterium

Wie sollen wir nur alle aktuellen Baustellen unter einen Hut bringen…?
Baustelle #1: Das neue Haus

Warten auf die Erleuchtung

Diese Woche haben wir ja endlich den Mietvertrag unterschrieben - und puh, was tut das gut. Denn während wir die letzten Monate schon fleißig am Renovieren waren, hunderte Euros ausgegeben und unsere alten Wohnungen gekündigt haben, hatten wir bisher noch keine abschließende Sicherheit: alles lief aus Zeitgründen erstmal auf Vertrauensbasis mit dem Vermieter - was ziemlich spannend und manchmal anstrengend war. Aber: Davon vielleicht später mehr. Für jetzt ist er ja unterschrieben, der Mietvertrag. Den Einzugstermin haben wir auch um einen Monat nach hinten verschoben, damit uns ein bisschen Zeit bleibt - es muss ja noch so einiges getan werden.
Baustelle #2: Uni

Lernphase

“Die Klausurphase hat wieder begonnen. Das heißt Lernen von 9 bis 9.”
Schonmal gehört? Tja, alle Jahre wieder: hier. Im Moment ist’s zum Glück noch nicht ganz so schlimm. So richtig hart kommt’s dann Ende Februar/Anfang März.
Baustelle #3: Sich neu einrichten

Möbel-Shoppingparadies

Und das alles mit “Papas” Kreditkarte… Denn: Just ein paar Wochen, bevor wir ins neue Haus einziehen und massig Einrichtungsgegenstände für die bisher leeren Gemeinschaftsräume brauchen, zieht das Gericht in Wiesbaden um und schmeißt endlos viel hochwertiges Mobiliar raus. Hehe, was für ein Timing. Gott scheint ziemlich langfristig zu planen ;-) Ach ja: Wer ganz genau hinschaut, kann Oli & Joe erkennen, die am Rosinenpicken sind, kurz bevor wir mit einem LKW ankommen und 8 Schränke, 7 Schubladenwägen, 6 Schreibtische und einiges anderes einladen. Anmerkung für solche, die sich angesprochen fühlen: Die Zahlen sind Näherungswerte und beinhalten u.U. 10% Dramaturgie-Zuschlag ;-)

Aufgrund all dieser Baustellen kann es gegebenenfalls zu Verzögerungen im Blog-Verkehr kommen…
Zum Abschluss noch ein Bild vom Baustellen-Shooting:
Wie ham’ wir das wohl gemacht?

Baustellen-Shooting

was war, was ist, was sein wird. Und Montagsvideo #104 Weihnachtswerkstatt

Ich habe “zwischen den Jahren” mal wieder gnadenlos überschätzt. Was ich alles machen und tun wollte -und dann wollte ich eigentlich nix, außer auf dem Sofa sitzen und raus schaun. Denn die Projekte zum Jahresende waren herrlich - und anstrengend:
**Herzrasen 2010 Kalender [war ein okönomisches Disaster (ich habe ca. 1,50€/Arbeitsstunde verdient. Au weia), aber ein Herzensprojekt, das mich glücklich macht. Und ich maaag meinen Kalender so sehr! ;)]:

*Herzrasenkalender*2010* *Herzrasenkalender*2010*

**das Weihnachtsgeschenk-Projekt (Kooperation mit Joe&Christiane) für Freunde und Familie:

*Weihnachtsgeschenk*Cooperation* *Weihnachtsgeschenk*Cooperation*

Ein Kalender mit 12 Postkarten zum Verschicken. Das Video zeigt im Schnelldurchlauf,wie wir die Kalenderblätter zwischen 3:00 und 4:00 Uhr Morgens in die richtige Reihenfolge gebracht haben (und es schneit die ganze Zeit;)).

**Weihnachten (war sooo schön!)

*Familienweihnachten* *Familienweihnachten**Familienweihnachten* *Familienweihnachten**Familienweihnachten* *Familienweihnachten**Familienweihnachten* *Familienweihnachten*

**Silvester -oder die Spuren, die Tanzen im Schlachthof hinterlassen hat..*Silvester*im*Schlachthof**Silvester*im*Schlachthof*

All das ergab einen minimalen Ausschlag in den roten Bereich auf der Anstrengungsskala. Mit der Folge, dass wir zwischen den Jahren nachts 12 Stunden schlafen und tags keine Menschen sehen wollten.

Und wir wissen schon: es kommt noch schlimmer. (Obwohl das schöne, neue Jahr schön ist!). Eine neue sehr anstrengende Phase liegt vor uns, in der gleichzeitig das Haus fertig renoviert werden, das Semester abgeschlossen und ein Umzug geplant und gemeistert werden muss. Darum haben wir uns ein bißchen Zeit genommen, um zu reflektieren, wie die stressige Vorweihnachtszeit war und was wir in der nächsten krassen Zeit besser machen können. Hier ein kleiner Auszug unserer weitreichenden Erkenntnisschöpfung:

*Domi ist bei Stress aufgabenorientierter und sachlich. Der Umgangston wird rauer. Das kommt ungelegen, denn ich bin bei Stress empfindlicher. Vor allem beim Tonfall. Oder Kritik. (Am schlimmsten: beides zusammen). Darum wollen wir *etwas vorsichtiger und *etwas härter im nehmen werden.

*wir müssen uns Zeit nehmen, um zu zweit zu sein. Miteinander reden, träumen, visionieren, uns den Traum vor Augen halten, für den wir uns hier einsetzen. Und dann natürlich noch gaaanz viel knutschen ;).

*ich brauche dringend regelmäßig Zeit mit Gott. Nicht, weil er es von mir verlangt oder weil er es braucht, sondern weil ich diese Regelmäßigkeit brauche. Auch wenn das in Stress-Phase schwer ist, ist es da umso dringender.

*wir müssen auch mal allein sein. Ich weiß, dass es für mich super wichtig ist, auch mal ein bißchen nach zu denken, zu reflektieren, zu träumen, zu werkeln und einfach für mich zu sein. Mit all der herrlichen Gemeinschaft, die wir haben, kann man sich das schnell abgewöhnen. Das will ich aber eigentlich nicht. Also muss ich meinen Freunden wohl auch mal einen Korb geben (das ist sooo schwer!).

Oh, so Gedanken und Vorsätze tun mir echt gut, weil ich das Gefühl habe, besser gewappnet zu sein für die Zeit die da kommt. Und dann weicht der Druck und das “ohje, schaffen wir das nicht?”-Gefühl der Zuversicht und der Vorfreude. Und das ist saugut! Ich weiß noch, wie ich letztes Jahr voll Bock hatte unsere Wohnung neu zu gestalten. Jetzt habe ich dazu sooo viel Gelegenheit! Dann will ich das auch mit Begeisterung machen (und nicht mit dem Umzugstermin im Nacken). Oh, es wird so geil…

Eine vorbereitete Bini

P.S. Fröhliches 2. Blogjubiläum domiundbini.de!

*Ringkirche*im*Schnee*
(die Ringkirche friedlich und eingeschneit, nachts um 5:30, nachdem das letzte Geschenk fertig war)


das Experiment

Bini und ich haben ein Experiment gestartet. Im Selbstversuch. Es geht um’s Geld & um Gott und daher an die Substanz. Und angefangen hat alles mit dem folgenden:

Eine gewagt These.

Weshalb macht ihr euch so viele Sorgen um eure Kleidung? Seht euch an, wie die Lilien auf den Wiesen blühen! Sie können weder spinnen noch weben. Ich sage euch, selbst König Salomo war in seiner ganzen Herrlichkeit nicht so prächtig gekleidet wie eine dieser Blumen. Wenn Gott sogar das Gras so schön wachsen lässt, das heute auf der Wiese grünt, morgen aber schon verbrannt wird, wie könnte er euch dann vergessen? Vertraut ihr Gott so wenig? Zerbrecht euch also nicht mehr den Kopf mit Fragen wie: ‘Werden wir genug zu essen haben? Und was werden wir trinken? Was sollen wir anziehen?’ Mit solchen Dingen beschäftigen sich nur Menschen, die Gott nicht kennen. Euer Vater im Himmel weiß doch genau, dass ihr dies alles braucht. Sorgt euch vor allem um Gottes neue Welt, und lebt nach Gottes Willen! Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.

Diese naiv-träumerisch-idealistisch-blaubläugigen-oder-wie-immer-man-sie-auch-nennen-mag-Worte stammen aus dem Mund von Jesus selbst (Matthäus 6, 28-30).

Eine Utopie? 

Wir kümmern uns um Gott - Gott kümmert sich um uns. So einfach soll das also sein? Funktioniert doch gar nicht in unserer Gesellschaft… Und so hatte die letzten Jahre eigentlich immer mindestens einer von uns einen festen Job neben dem Studium. Im letzten Semester durfte z.B. die Bini ran und ich hab’ mich derweil in die Uni gestürzt. Aber dieses Semester steht so eine klitzekleine Nebensächlichkeit an, die uns alle Ressourcen raubt, neben der Uni noch fest arbeiten zu gehen: der Traum von der Kreativ-, Hauskreis-, Geschäfts- und Lebensgemeinschaft in der Hallgarter Straße. Und da wir uns in dieser Sache ziemlich in etwas investieren, von dem wir denken, dass der Herrgott dahinter steht, müsste er sich in der Logik von oben doch eigentlich um alles andere kümmern, oder? Hm. Ist aber irgendwie seltsam. Ich meine: Wir sind doch vernünftige Menschen. Von nix kommt nix und das Leben kostet Geld: Natürlich müssen wir uns drum kümmern, dass genug reinkommt. Wie dem auch sei. Aus der Not geboren -weil wir’s momentan einfach gar nicht anders packen würden- dachten wir: “Hallo da oben, wenn du sowas sagst, dann zeig mal was du kannst!” und haben alle festen Jobs auslaufen lassen. Mit einem flauen Gefühl im Magen (”Kann man Gott so behandeln?”) haben wir’s dann einfach mal zwei Monate so laufen lassen…

Krasse Terasse!

Long story short: Diesen Monat passieren die komischsten Dinge. Ohne auch nur einen Finger zu rühren sind schon über 500€ vom Himmel gefallen. Also exakt der Betrag, den der frühere Job eingebracht hat. Mit dabei sind so unerhörte Dinge wie Steuerrückzahlungen, obwohl wir nie Steuern bezahlt haben (sondern Binis Arbeitgeber 2008); nachträgliche Kinderboni von der Familienkasse (what?) & 90-jährige Großmütter, die nach 70-jähriger Mitgliedschaft in ihrer Krankenkasse eine satte Beitragserstattung bekommt, weil sie nie krank ist (allein das ist ein Wunder, bei dem wir Gott schelmisch grinsen sehn).
Obendrauf haben wir noch 5 kurzfristige, sehr interessante (u.a. Mini-oder Einmal-) Jobs angeboten bekommen. Der Job- und Geld-Segen fließt also in Strömen. Unfassbar.

Aber Gott verorgt und auch immateriell. Wie z.B. einen freien Vormittag (bis 12:00 schlafen, frühstücken und dann bis 15:00 schlafen:) ), der genug Kraft gibt für das anstehende Schleif-Wochenende gibt und die Erkältung restlos vertreibt. Zusammen mit so schönem Pfefferminztee.

*Pfefferminz*

Post NY Post

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Keep Calm and Carry On. Dieses Poster haben wir uns direkt nach unserer Rückkehr aus NY an die Wand gehängt. Weil wir zurück in Deutschland genau diese zwei Dinge vorhatten: Keep and Carry - festhalten, was wir uns in NY erobert haben und es von dort aus vorantragen! Klingt in der Theorie nicht schlecht. Aber was heißt das ganz praktisch für uns?

Eine der prägendsten Erfahrungen in NY war es für uns, ganz nah an und mit Freunden zu leben. In der selben Stadt, vielleicht sogar im selben Viertel. Zeit, Gedanken und Leben teilen, gemeinsamen kleine und große Träume umsetzen, den Alltag und damit auch den Glauben teilen. Es war herrlich in NY: Wir haben in Park Slope gewohnt, einem wunderschönen Viertel in Brooklyn, voll von Kunst, Musik & Kreativität. Mitten im Geschehen der Großstadt mit all ihren Möglichkeiten, und doch weit genug draußen, um der Hektik entkommen und die Schönheit der Stadt genießen zu können. Vor allem aber haben wir in Laufnähe zum Stamm-Café, zur Gemeinde und zu den engen Freunden gewohnt. Und genau das hat den Unterschied gemacht: Sich zufällig über den Weg laufen, spontan auf einen Café vorbeikommen, morgens einfach ein paar Brötchen mehr vom Bäcker mitbringen und den Freunden vor die Tür legen - ehrlich herrlich! Eines haben wir in NY also mit Sicherheit über uns gelernt: Wie wir leben wollen -  nah an Freunden, mit vielen Ideen, Idealismus und Gottvertrauen im Gepäck.
Zurück in Wiesbaden wussten wir allerdings, dass wir leider, leider keinen Einfluss darauf haben, welche Freunde wo wohnen und wie leben wollen. Tja. Long story short: Gott sei Dank (im wahrsten Sinne des Wortes!) hat aber ebenjener Einfluss darauf. Und so sind in den letzten 7 Wochen 7 Freunde von uns nach Wiesbaden gezogen, die jetzt allesamt in der Nähe wohnen. Und als ob das nicht schon cool genug wäre, hat sich der Übertreiber-Gott noch was krasseres ausgedacht:

Seit wir mit unseren Freunden über das nah beieinander Leben reden (EDIT: was schon seit einigen Jahren der Fall ist), wuchs Stück für Stück der Traum, vielleicht irgendwann mal so richtig nah aneinander zu leben. Da wir als Ehepaar aber doch irgendwie eine eigene Wohnung haben möchten, haben wir immer gedacht: “Yepp, so ein gemeinsames Haus, in dem jeder sein eigenes Stockwerk hat, es aber auch Gemeinschafts-Bereiche gibt, das wär der Hammer.” Dass diese Version so ziemlich alle von uns perfekt fänden, ändert nur leider nichts daran, dass wir arme Studenten sind und diesen Traum damit natürlich auf spätere Tage im Leben verschieben müssen. Oder besser gesagt: Müssten. Wäre da nicht der Übertreiber-Gott, der uns folgendes Angebot besorgt hat: Ein komplett leerstehendes Hinterhaus im Rheingau-Viertel, vier Stockwerke mit kleinem Anbau + einer Wohnung im Vorderhaus. Insgesamt 280 Quadratmeter Wohnfläche, komplett unterkellert, mit Innenhof und ehemaligem Tonstudio drin - ein absolutes Kinnlade-runter-Angebot. Dementsprechend waren unsere letzten Wochen, neben dem Semester-Beginn und den angesprochenen Umzügen, gefüllt mit Träumen, kalkulieren, planen & verhandeln. Das Ergebnis ist: Wir ziehen ein. Bini & ich + Abi, Oli & Sophia! Letztere beiden wohnen schon dort, in der Wohnung im Vorderhaus. Bevor wir auch noch das Hinterhaus und die Gemeinschaftsräume in Beschlag nehmen, müssen noch ein paar winzig kleine Arbeiten verrichtet werden. Aber dann geht’s los: Neben den jeweiligen Wohnungen hat Gott sich nämlich um so ziemlich jede Leidenschaft gekümmert, die im Freundeskreis vertreten ist: Es gibt einen schallisolierten Proberaum für unsere Band; einen Gemeinschaftsraum, in dem wir uns als Freunde & als Hauskreis treffen können; ein Kreativ-Gemeinschaftsatélier, in dem sich jeder wie wild kreativ ausleben kann und eine Erfinder-Werkstatt - jeder Traum bekommt Raum. Herrlich und wunderbar.

Gehirnjogging

Ich habe ihn bekommen, den Müßiggang. Als ich durch den Park gejoggt bin. Dabei kann ich so herrlich zur Ruhe kommen (denn ich laufe ja so langsam, dass ich gelegentlich von spazierenden Rentnern überholt werde..), wunderbar abschalten und meinem Kopf freien Lauf lassen kann. Gehirnjogging quasi, wie mein herrlicher Gatte heute überaus treffend bemerkte. 

*jogging*Park*
[meine Jogging-Strecke im Kurpark]

Das Geheimnis, warum mein Kopf überhaupt so voll ist, wo wir seit Wochen von Semsterferien reden und eigentlich total entspannt sein müssten, wird hier auch bald gelüftet. Ich schick schon mal voraus: ich muss mein schönes Boot verlassen. Erneut. Ohne Wiederkehr. Dafür geht’s über keinen Ozean, aber in neue Abenteuer (das klingt voll nach “5 Freunde -neue Abenteuer”.. Hihi..).
Ich bin gespannt. Und auch angespannt. Um das ein bißchen ab zu bauen, mach ich noch ein bißchen Gehirnjogging. Ha!

Eine müßig gehende Bini

Montagsvideo #87 Heimat Erde

Jeder, der auch nur ein kleines bisschen empfänglich ist für die Ästhetik der Natur, wird bei diesen Aufnahmen mit offenem Mund vor dem Bildschirm sitzen. Und jeder, der auch nur ein kleines bisschen ökologisches Bewusstsein hat, wird anschließend ebenfalls den Mund aufmachen…
In einem einmaligen Projekt hat Yann Arthus-Bertrand einen Film produziert, der mit Luftaufnahmen aus 54 Ländern in beeindruckender Weise gleichzeitig die Schönheit der Erde und die Hässlichkeit ihrer Ausbeutung zeigt.

Die Bilder im Film sind wunderschön. Die Zahlen erschreckend:

20% der Weltbevölkerung verbrauchen 80% der Ressourcen. Die Rüstungsausgaben betragen das 12-fache der weltweiten Entwicklungshilfe. Jedes Jahr werden 13 Millionen Hektar Wald vernichtet. In den letzten 40 Jahren hat die Eisschicht der Pole 40% ihrer Stärke verloren. 2050 könnte es bis zu 200 Millionen Klimaflüchtlinge geben.

Obwohl die Produktion aufwendig und teuer war, ist der Film in voller Länge kostenlos auf youtube zu sehen (15 Teile). Wer die Zeit hat oder ohnehin einen Videoabend geplant hat: Für mich waren es besondere eineinhalb Stunden:

Ob 4 Milliarden oder 4 Tausend Jahre, ob Evolution oder Schöpfung - das alles sei jetzt mal dahingestellt. Das Projekt ist jedenfalls sehens- und bemerkenswert. Mehr dazu gibt’s auf der HOME-Website.

Montagsvideo #85 Merkel im Interview
Was das ‘C’ in ‘CDU’ noch wert ist

Selten, ganz selten, geht es hier auf dem Blog auch mal politisch zu. Viel zu selten, wie ich finde. Denn erstens hat’s Tradition: Schon das 4. Montagsvideo überhaupt war politisch und -ich geb’s ja zu- auch patriotisch angehaucht. Und zweitens geht uns Politik einfach alle an, weil es eben doch einen Unterschied macht, welche Partei die Regierung stellt (wie der Beitrag “Landtagswahlen 2.0” und seine exzellenten Kommentare deutlich gezeigt haben). Im Wahljahr 09 gilt deshalb erst recht: Her mit der Politik! Heute die Frage an Kanzlerin und CDU-Vorsitzende Merkel: Was ist das ‘C’ in ‘CDU’ noch wert?

(Koproduktion von ERF, idea & KEP)
P.S. Falls das Video nicht mehr das Merkel-Interview zeigt, könnt ihr es auch direkt beim ERF sehen.

Ein schönes Gebet.

Am Sonntag haben der weltbeste Mann und ich einen Heimgottesdienst veranstaltet. Mit Kaffee und Decke aufm Sofa, den weisen Worten vom Stefan aus dem icf-Berlin über einen Predigt-podcast lauschen und Gott-Zeit genießen. Sehr gut. Da weise Worte dummerweise schneller aus dem Hirn verfliegen, als ich will, habe ich in ein neues Moleskin-Notizbuch geschrieben. Es ging darum, dass verschiedene Menschen verschieden Zugänge zu Gott haben, also wie man im Alltag einen Weg zu Gott findet und ihn erlebt. Mit dabei war “Anbetung”, wo man ja schnell an Lieder singen oder eben beten denkt -aber das bezieht sich auch auf Kreativität. Und ich finde es sooo geil Gott durch Kreativität an zu beten, etwas Schönes zu machen und mich ihm nah zu fühlen, ihn zu erleben. Hm, sehr geil. Da hab ich direkt Lust bekommen das um zu setzen und schließlich musste das neue Buch ja auch aufgehübscht werden… Also hatte ich eine schöne kreativ-Zeit mit Gott und herausgekommen ist das:

*Input*von*Gott*

Das zu machen war in vielerlei Hinsicht schön: ich hab endlich mal wieder am Schreibtisch gewerkelt (und nicht Uni Texte gelesen), ich hatte eine echt schöne Zeit mit Gott, ich habe was ganz Neues ausprobiert (juhuu!) und es ist auch noch schön geworden. Ahh, herrlich. Eine super Sache so in die neue Woche zu starten…

Eine kreativ-anbetende Bini

P.S. Auch wenn in der Predigt nicht viel bahnbrechend Neues war, hat es sau gut getan mal wieder zu überlegen: wie und wo begegnet mir Gott? Nicht so sehr wenn ich allein und still bin (puh, da bin ich immer so abgelenkt..) Aber in Kreativität, beim joggen, mit Freunden…
P.P.S. Was sind deine Wege mit Gott (wenn du welche hast)?  Die Denkanstoß-Predigt vom Stefan ist hier oder direkt auf der website unter “das 1. Element: Hören”.

Alltagsphilosophie: Um Gottes Willen

Es wird Zeit, meinen Vorsatz umzusetzen: Als Bini und ich aus New York zurückgekommen sind, hatten wir neben aller Vorfreude auch eine Angst: Dass der Horizont, das Lebensgefühl und der ganze Drive aus NY ziemlich schnell im Alltag versacken könnten. In NY war es schließlich einfach gewesen, Neues zu wagen, motiviert & inspiriert zu bleiben und sich vom Puls der Stadt mitreißen zu lassen. Aber wir hatten so unsere Sorge, ob das auch funktioniert, wenn wir zurück im ‘alten’ Umfeld sind.

Deshalb habe ich in NY zum Teil sehr gezielt daran gearbeitet, persönlich vorwärts zu kommen. Ein Teil davon war die Interview-Reihe, von der ich hier zwar schon ab und zu, aber viel zu oberflächlich berichtet habe,  ‘Concepts of Life’

Concepts of Life-Interview

Kurz gesagt ging es darum, mit ein paar handverlesenen Kerlen zu sprechen, die beruflich und persönlich einen Weg hingelegt haben, der für mich erstrebenswert ist. Ich wollte schauen, ob es einen roten Faden gibt bei den Männern, die für mich Vorbilder sind; Grundwerte, die sie verbinden oder sowas wie Erfolgsprinzipien. Die wollte ich dann auf mich anwenden und mich fragen, wie ich das konkret umsetzen kann. [Anmerkung: Die Interviews werde ich übrigens in irgendeiner Weise nochmal aufbereiten, das steht nur etwas hinten an]

Einer dieser Herren war Josh Fulmer, ein junger Outdoor-Journalist, der zum Beispiel für das Men’s Journal und die National Geographic schreibt.

Bouldering im Central ParkBouldering im Central ParkBouldering im Central ParkBouldering im Central Park

Einer der spannendsten Aspekte unseres Gesprächs war seine Antwort auf meine Frage: Glaubst du eher, Gott hat einen festen Plan für dein Leben und du sollst ihn herausfinden und ihm folgen oder triffst du eher die Entscheidungen und Gott segnet diese? Seine Antwort war sinngemäß:

Es muss ausgewogen sein: Es ist wichtig, nach Gottes Wille und seiner Führung zu suchen und das tue ich viel zu wenig. Aber Gott gibt dir auch Talente und Möglichkeiten, die dir in’s Gesicht schauen und bereits seine Führung sein können.  Gott will, dass du auch mal das Risiko eingehst und losläufst, dann wird er dich auf halbem Weg treffen.

Jetzt sind Bini und ich seit genau 2 Monaten zurück und stehen vor genau dieser Situation: Es sieht so aus, als biete sich im Moment die Möglichkeit, hier in Wiesbaden genau die Dinge weiterzuführen, die uns in New York so wichtig geworden sind. Unsere Talente und die unserer Freunde zusammengenommen könnten wir einige tolle Dinge anstoßen. Aber ist das gerade dran? Verlieren wir hinter all dem Enthusiasmus Gott aus den Augen? Oder kommt gerade der von Gott?

Ich fühle mich gerade so, als ob Gott mir einen kompletten Werkzeugkasten vor die Füße legt. Nur sagt er nichts dazu. Er sagt weder ‘Leg los!” noch “Bau was schönes!”. Er sagt einfach nichts. Und ich steh da und weiß nicht, ob ich mit Hammer und Säge jemanden verletzen würde. Ich hab total Lust loszulegen. Nur möchte ich sicher sein, dass es auch Gottes Wille ist und nicht nur meiner. Wie geht das?

von ‘neu’ und von ‘viel’ #2
oder: Neues von der Weltverschönerungsfront

Wir haben einen neuen Mitbewohner. Er erweist uns gute Dienst. Er sammelt Ideen und hält sie uns vor Augen, wenn wir sie vergessen. Außerdem ist er einfach hübsch:

von 'neu' und von 'viel' #2

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Unser Neuer ist ein Notizbuch für die Wand. Ein bisschen größer als die Notebooks, die wir bisher hatten (siehe großes Bild), aber wir brauchten halt auch noch eins für die großen Ideen - falls die denn mal kommen ;-)
Und weil einfach nur schön sein nicht wirklich ausreicht als Daseinsberechtigung, musste der Neue auch gleich was Gutes tun. Aber das erklärt sich von selbst:

Glückwunsch, Freunde!