Einer unserer engeren New York-Freunde ist Jamey Hamm. Wir hatten es zwar schön öfter von ihm, aber für alle neuen Leser fasse ich nochmal kurz zusammen:
Er ist einer derjenigen Kerle, die mich hier am meisten inspiriert haben - als Musiker, aber auch persönlich, da er sehr konsequent seinen Traum lebt - mit allen Risiken und Nebenwirkungen. Er hat die meiste Zeit seines Lebens tagsüber gekellnert, um seine Musik finanzieren zu können, war Jungendpastor in Alabama und ist jetzt - wie so oft auf den Arschtritt seiner Frau hin - nach NY gezogen. Hier hat er mit seiner Frau Randi vor 2 Monaten ein Cafe aufgemacht - das Roots Cafe, wo jeden Samstag Live-Musik ist. Dafür saß er letzte Woche mal wieder selbst hinter dem Mikro, mit den Barnyard Brothers - einer Country Rock Band, die meinen musikalischen Horizont erweitert hat und irgendwie typisch ist für die Vielfalt der Musikszene in Brooklyn. Hörbefehl!
Eeendlich geschafft: das Video von unserem ersten Band-Auftritt ist fertig. Ich hab´mir allerdings sagen lassen: Dabeisein war besser. Ein Video kann man sehen und hören, aber fühlen geht vor Ort:
Ich will nicht voreilig sein, aber wahrscheinlich gibt´s die zweite Auflage Mitte August. Die Verhandlungen laufen ;-)
Gestern hatten meine Jungs und ich unseren ersten Auftritt: Viiiiielen Dank an alle, die da waren! Ohne Publikum geht gar nix und mit euch als Publikum habe ich es richtig genossen. Für alle, die es verpasst haben, hier ein kleiner Ausblick auf das Video, dass wir zusammenschneiden werden:
Da es ja unsere erste öffentliche Session war, hoffe ich auf viel Feedback darüber, was ihr genossen habt und was wir hätten besser machen können. Also: Kommentier-Befehl!
Drastische Maßnahmen werden jetzt ergriffen, nachdem ich in der letzten Woche dieses bestürzende und nicht gestellte Foto von Domis Geldbeutelinhalt gemacht habe.
Er besaß zu diesem Zeitpunkt 2 Cent, 3 Plektren und einen Knopf. Da hielt ich kurz inne und fragte mich, ob die Eheschließung eine fatale Fehlkalkulation war -kam aber schnell zu dem Schluß, dass ich ja unbezahlbares Potential geheiratet habe und uns die drei Plektren noch reich machen werden (oder der Knopf, wer kann das schon so genau sagen?). Darum kommen sie jetzt auch zum Einsatz. (Achtung, hier beginnt der wahre, informationshaltige Teil dieses Eintrags:)
Am Sonntag, 15.06.08.
Um 12:00 und um 13:30.
Im Starbucks, Marktstraße, Wiesbaden.
Hat die Band ihren ersten Starbucks-Gig.
Also kommt alle und bringt eure Ohren mit! Denn bei der Sache geht es (trotz irreführender Einleitung) erstmal nicht ums reich werden, sondern nur um geile Musik. Und natürlich gibt’s auch Kaffee. Wer kann da noch widerstehen.
Ich freu mich jedenfalls wahnsinnig und bin saustolz und kribbelig und kann’s kaum abwarten! Montag gibt’s dann natürlich auch einen Bericht hier, für alle, die unglücklicherweise auf einem anderen Kontinent wohnen. Wer tatsächlich in der Nähe ist, aber am Sonntag nicht kann, hat dann in spätestens 4 Wochen noch eine Chance beim 2.Starbucks-Gig. Oooh, ich freu mich schon… Hihi…
Zwischenbericht aus der Regionalbahn: Wir sind auf dem Weg zu den Gladiatorenkämpfen der Moderne - der Dichterschlacht. Die ist mittlerweile in Darmstadt zur festen Größe geworden und hat sich zum bestbesuchten poetry slam Deutschlands gemausert.
Außerdem gibt´s neues von der Band - Gutes, aber auch so richtig Schlechtes. Von beidem berichten wir morgen.
Puh, die Woche hat unerwartet wenig Zeit für Semesterferien geboten. Aaaaber: der hektische Teil der Woche hatte einen super Ausklang: Wir hatten Bandsession.
Und zwar das erste aller Male mit unserem neuen Lead-Gitarristen! Und es hat so so so viel Spaß gemacht, auch noch eine gute eGitarre dabei zu haben. Yeah. Wir befinden uns zwar noch in der Probephase, in der unser zweiter Darmstädter Mann jederzeit kündigen darf. Aber ich hab die Probe heute sehr genossen und kann schon eines vorwegnehmen: die Chemie stimmt. Ich bin gespannt, was die nächsten Wochen bringen. Dann könnte ich das eGitarre Spielen wenigstens einem Könner überlassen:
Morgen vormittag geh´ich auf die Musikmesse in Frankfurt – und ich schäme mich, denn es wird tatsächlich mein erstes Mal [tolles Suchwort übrigens, das bestimmt einige Suchmaschinenbenutzer unverhofft auf unseren Blog bringt: Herzlich Willkommen! Und nicht enttäuscht sein ;-) ]
Mein größtes Ziel auf der Musikmesse: Nicht schwach werden und sich in irgendeine überteuerte Gitarre verlieben. Einfach nur herumschländern und abertausend Plektren abstauben (ihr wisst schon, die kleinen Plastikfetzen, mit denen man die Gitarrensaiten anschlägt). Und wenn ich dann schonmal in Frankfurt bin, schau ich danach noch in Binis Agentur zum Freitagsbier vorbei - Kreativagenturen pflegen, das Wochenende mit einem kleinen Umtrunk einzuläuten. Und das ist eine gute Gelegenheit, mal den Ort und die Leute kennenzulernen, an dem und mit denen die Bini einen Großteil ihrer Zeit verbringt. Ich bin gespannt.
Erster Semesterferienmontagmorgen: Klarer Fall für einen Latte mit guter Lektüre zum Frühstück! Und da ich diesen Part soeben pflichtbewusst absolviert habe, kann ich mich nun dem nächsten Thema widmen, wofür nach unserem ersten Bandwochenende natürlich nur eines in Frage kommt: Musik.
Genauer gesagt die Frage nach der musikalischen Identität, die wir uns als Band zwischen Probekeller und Bühne, zwischen Rock und Worship, zwischen Covern und Selberschreiben natürlich auch stellen.
Und ich finde, mein neuester Fund - Remi Nicole - hat dazu einiges zu sagen:
Wir hingegen waren da bisher nicht so konsequent in der Treue zum Rock´n Roll: das bezeugen zwei kleine Eindrücke von der Unterkunft, in der wir als Lobpreisband eines Seminares meiner Gemeinde dieses Wochenende untergebracht waren:
Wir haben lang davon geträumt und es endlich wahr gemacht. Und obwohl jeder von uns schon seit Jahren in etlichen Bands spielt, haben wir in dieser Konstellation erst drei Mal zusammen gespielt. Gut, dass sich das jetzt ändert.Eine Entscheidung ist, von Anfang an auch eigene Songs zu spielen. Ansonsten wird gecovert, was gefällt und in die Planung passt - ja, die gibt es. Weil es auch schon Termine gibt, an denen das Programm stehen muss. Aber wir wollen ja noch nicht zu viel verraten…Und um von vorne herein die richtige Einstellung zu garantieren, hab ich meinen Jungs gestern ein Geschenk gemacht: Schweißtücher.
Mit handgemachter Beschriftung je nach Instrument. Damit wir immer daran denken: Wer nicht schwitzt, hat nicht gerockt. Um die Schublade aber gleich wieder zu schließen: wir können auch gefühlvoll:
Aber was verlier ich große Worte? Ihr werdet ja selbst sehen. Und hören.
eigentlich sollte man allen Friseuren, die sich "Modefriseur" nennen, die Worte "aus der" vor den Namen setzen // freelancers in NY are serious about calling their favorite coffee shop 'office' and the customer next to them 'co-worker' // even German candies taste different in the States, Nutella for example is made of skim milk and tastes like crap // gumboots are the latest thing in NYC fashion, the hippest model goes for $120 and girls are crazy about them // Las Vegas is like Times Square, just as big as a city and a little more crazy // since 9/11 there are regular announcements in the subway to always stay alert - that feels strange // winter in NYC is extremely cold and temperatures change within a day from -10°C to 10°C // people usually don't have washing mashines here so laundromats are all over the place // alcoholic beverages are insanely expensive here - a beer is between 5 and 8 Dollars at least // Valentine's day isn't only for your valentine in the States, people write cards to anyone they like // some do, but most people don't move to NYC for lifestyle reasons but for job-opportunities, i.e. in the creative area // German milk cartons are too small, one gallon of milk is perfectly right // Americans don't use many signs to offer directions, they prefer getting lost every once in a while // many standards in Germany are very high // one in a thousand examples is the public winterservice that makes pedestrian walks accessible very fast // another example is the cleaness of public places, restrooms and official buildings // Americans still use checks for most regular payings like rent, insurance etc // the food over here makes my skin worse // even Americans as a nation have self-doubts // living abroad helps you getting to know your own country // many stereotypes about Germans are mostly true: in comparison we´re perfectionists, over-organized and good engineers // public bathrooms in Germany are in a very good shape // commuters in NYC´s subways and busses are as silent as those in Germany // there are no seperate bathrooms for women and men in the States // American toilets are always full of water which has some serios disadvantages // the service in German restaurants is very good // there´s always the sound of police sirens in NYC // Brooklyn is the real New York // black guys love singing in the subway // NYC is very european // grocery shopping is twice as expensive as in Germany // electricity isn´t that stable here // Americans make no secret out of their political preference // in many neighborhoods of NYC white people are the absolut minority // over here rich poeple are richer and poor people are poorer // things are more extrem in the States // Americans use the horns of their cars pretty often // it´s hard to find a McCain supporter in NY // New Yorkers have way more electronic devices and gadgets than Germans do // subways drive 24 hours a day // we´re definately spending too much money in cafés // there are definitaly too many nice cafés in NY // they always serve free iced-water in restaurants and bars // many Americans don´t have health insurance // there´s no smog in Manhatten because of the rivers around the city //
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