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	<title>Kommentare zu: Nach Harvard hier lang - die Zweite</title>
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	<description>Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.</description>
	<pubDate>Wed, 08 Feb 2012 15:20:39 +0000</pubDate>
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		<title>Von: Melanie</title>
		<link>http://www.domiundbini.de/2010/01/29/nach-harvard-hier-lang-die-zweite/#comment-2798</link>
		<dc:creator>Melanie</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Feb 2010 11:35:18 +0000</pubDate>
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		<description>Es hat ja auch niemand den Studis oder den Umständen allein die Verantwortung zugeschoben. Aber wenn du deine subjektive, einseitige Meinung schreibst, musst du dasselbe auch anderen zugestehen - die genausogut wissen wie du, dass das ihre subjektive, einseitige Meinung ist. ;-)

Menschen sind nunmal unterschiedlich, und nicht jeder gute Wissenschaftler hat das Zeug dazu, gleichzeitig auch ein begnadeter Lehrer zu sein. Das ist einfach so, weil jeder Mensch andere Talente hat. In den seltensten Fällen vereinigt eine einzelne Person beide Fähigkeiten auf sich. Hattest du in der Schule nur supertolle, inspirierende Lehrer? Mit Sicherheit nicht. Würde man nur solche Lehrer einstellen, würde nämlich recht schnell ein massiver Lehrermangel herrschen. Und das ist an den Unis nicht anders.

Wenn man Wissenschaftler werden möchte, bleibt einem oft nichts anderes übrig als auch Lehre zu machen, egal ob man das möchte oder nicht und egal ob man sich dazu in der Lage fühlt. Diese Lehre ist dann vielleicht nicht unbedingt inspirierend, das mag sein. Aber soll man Leuten deswegen eine wissenschaftliche Karriere verwehren?

Soll man umgekehrt nur Leute zu Lehrenden machen, die superinspirierende und mitreißende Vorlesungen machen, aber wissenschaftlich nichts auf dem Kasten haben? Ich weiß, das ist wieder Schwarzweißmalerei. Aber Berufungskommissionen kaufen eben Gesamtkonzepte.

Und im deutschen Hochschulsystem ist es nach wie vor so, dass bei Berufungen Publikationen (also die wissenschaftliche Qualifikation) mehr zählen als die Tatsache, ob man mitreißende Lehrveranstaltungen macht. Ob das richtig ist, darüber kann man sich sicherlich streiten. Ich finde es besser so als umgekehrt, denn sonst würde in der Wissenschaft recht schnell Stillstand herrschen.

Weiterhin habe ich persönlich bei vordergründig mitreißenden und inspirierenden Lehrenden in meinem Studium desöfteren doch die Substanz vermisst. Da wurde viel Show gemacht, und alle fanden das ganz toll, ohne zu merken, dass das im Grund genommen viel heiße Luft war. Aber leider spielt Show im Wissenschaftssystem eben auch eine große Rolle.

Und damit bin ich bei deinen Videos. Harvard und die ganzen anderen Super-Unis wären ja auch schön blöd, wenn sie ihre Beispiele so richtig schlechter Lehre (die es dort mit SICHERHEIT auch gibt, da braucht man sich keine Illusionen machen) als Anschauungsmaterial ins Netz stellen würden. Die verstehen halt was von Vermarktung. Wie deckungsgleich das dann mit der Realität ist, steht auf einem anderen Blatt. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es hat ja auch niemand den Studis oder den Umständen allein die Verantwortung zugeschoben. Aber wenn du deine subjektive, einseitige Meinung schreibst, musst du dasselbe auch anderen zugestehen - die genausogut wissen wie du, dass das ihre subjektive, einseitige Meinung ist. ;-)</p>
<p>Menschen sind nunmal unterschiedlich, und nicht jeder gute Wissenschaftler hat das Zeug dazu, gleichzeitig auch ein begnadeter Lehrer zu sein. Das ist einfach so, weil jeder Mensch andere Talente hat. In den seltensten Fällen vereinigt eine einzelne Person beide Fähigkeiten auf sich. Hattest du in der Schule nur supertolle, inspirierende Lehrer? Mit Sicherheit nicht. Würde man nur solche Lehrer einstellen, würde nämlich recht schnell ein massiver Lehrermangel herrschen. Und das ist an den Unis nicht anders.</p>
<p>Wenn man Wissenschaftler werden möchte, bleibt einem oft nichts anderes übrig als auch Lehre zu machen, egal ob man das möchte oder nicht und egal ob man sich dazu in der Lage fühlt. Diese Lehre ist dann vielleicht nicht unbedingt inspirierend, das mag sein. Aber soll man Leuten deswegen eine wissenschaftliche Karriere verwehren?</p>
<p>Soll man umgekehrt nur Leute zu Lehrenden machen, die superinspirierende und mitreißende Vorlesungen machen, aber wissenschaftlich nichts auf dem Kasten haben? Ich weiß, das ist wieder Schwarzweißmalerei. Aber Berufungskommissionen kaufen eben Gesamtkonzepte.</p>
<p>Und im deutschen Hochschulsystem ist es nach wie vor so, dass bei Berufungen Publikationen (also die wissenschaftliche Qualifikation) mehr zählen als die Tatsache, ob man mitreißende Lehrveranstaltungen macht. Ob das richtig ist, darüber kann man sich sicherlich streiten. Ich finde es besser so als umgekehrt, denn sonst würde in der Wissenschaft recht schnell Stillstand herrschen.</p>
<p>Weiterhin habe ich persönlich bei vordergründig mitreißenden und inspirierenden Lehrenden in meinem Studium desöfteren doch die Substanz vermisst. Da wurde viel Show gemacht, und alle fanden das ganz toll, ohne zu merken, dass das im Grund genommen viel heiße Luft war. Aber leider spielt Show im Wissenschaftssystem eben auch eine große Rolle.</p>
<p>Und damit bin ich bei deinen Videos. Harvard und die ganzen anderen Super-Unis wären ja auch schön blöd, wenn sie ihre Beispiele so richtig schlechter Lehre (die es dort mit SICHERHEIT auch gibt, da braucht man sich keine Illusionen machen) als Anschauungsmaterial ins Netz stellen würden. Die verstehen halt was von Vermarktung. Wie deckungsgleich das dann mit der Realität ist, steht auf einem anderen Blatt. ;-)</p>
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		<title>Von: der Domi</title>
		<link>http://www.domiundbini.de/2010/01/29/nach-harvard-hier-lang-die-zweite/#comment-2797</link>
		<dc:creator>der Domi</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2010 17:36:36 +0000</pubDate>
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		<description>Danke für die ausführlichen Kommentare!
Ist spannend zu hören, wie sich dasselbe Problem von der anderen Seite darstellt. Noch 2 Anmerkungen dazu von mir:
@Melanie&#38;Doro: Ich muss mir durchaus ankreiden, die Defizite &#38; Fehler der Studis nicht angemessen eingebracht zu haben. Ich schreibe hier aber auch nicht als objektiver Beobachter des Weltgeschehens ;-) sondern über meinen höchst subjektive Teil daran und meine Meinung dazu. Und da entdecke ich durchaus aus Profs, denen der Hörsaal durchgehend gespannt zuhört und die ihren Studenten kein trockenes Wissen, sondern die o.g. Denkweisen &#38; Fähigkeiten vermitteln. Es scheint also auch in unserem -zugegebenermaßen nicht wertschätzendem &#38; unterbezahlten- Bildungssystem möglich zu, richtig gute Lehre zu machen &#38; man kann die Verantwortung nicht nur den Umständen/Studis zuschieben.
@bitte nicht: Interessant zu beobachten, welche Befürchtungen &#38; Ängste Schlüsselworte wie "Elite-Unis" so ansprechen. Aber die habe ich mit keiner Silbe gefordert. Ich hab sogar ausdrücklich gesagt, dass mir große Namen (=Elite) scheißegal sind. Dein Kommentar ging also irgendwie ein bisschen an dem vorbei, worum sich der Eintrag dreht... Meine Aussage war: Ich bin mit den meisten Profs unzufrieden und will gute Unis mit guter Lehre - das Etikett ist mir egal. Hast du dazu auch Gedanken - und vielleicht sogar einen Namen ;-) ?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Danke für die ausführlichen Kommentare!<br />
Ist spannend zu hören, wie sich dasselbe Problem von der anderen Seite darstellt. Noch 2 Anmerkungen dazu von mir:<br />
@Melanie&amp;Doro: Ich muss mir durchaus ankreiden, die Defizite &amp; Fehler der Studis nicht angemessen eingebracht zu haben. Ich schreibe hier aber auch nicht als objektiver Beobachter des Weltgeschehens ;-) sondern über meinen höchst subjektive Teil daran und meine Meinung dazu. Und da entdecke ich durchaus aus Profs, denen der Hörsaal durchgehend gespannt zuhört und die ihren Studenten kein trockenes Wissen, sondern die o.g. Denkweisen &amp; Fähigkeiten vermitteln. Es scheint also auch in unserem -zugegebenermaßen nicht wertschätzendem &amp; unterbezahlten- Bildungssystem möglich zu, richtig gute Lehre zu machen &amp; man kann die Verantwortung nicht nur den Umständen/Studis zuschieben.<br />
@bitte nicht: Interessant zu beobachten, welche Befürchtungen &amp; Ängste Schlüsselworte wie &#8220;Elite-Unis&#8221; so ansprechen. Aber die habe ich mit keiner Silbe gefordert. Ich hab sogar ausdrücklich gesagt, dass mir große Namen (=Elite) scheißegal sind. Dein Kommentar ging also irgendwie ein bisschen an dem vorbei, worum sich der Eintrag dreht&#8230; Meine Aussage war: Ich bin mit den meisten Profs unzufrieden und will gute Unis mit guter Lehre - das Etikett ist mir egal. Hast du dazu auch Gedanken - und vielleicht sogar einen Namen ;-) ?</p>
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		<title>Von: bitte nicht...</title>
		<link>http://www.domiundbini.de/2010/01/29/nach-harvard-hier-lang-die-zweite/#comment-2791</link>
		<dc:creator>bitte nicht...</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 13:49:39 +0000</pubDate>
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		<description>mal abgesehen davon dass ich inständig hoffe dass Deutschland weiterhin weitgehend frei bleibt von Eliteunis, frei von einer Gesellschaft in der reiche Kinder ein tolles Studium bekommen (und zwar egal, ob sie engagiert sind) und arme eben nicht. Die Stipendienvergabe in Deutschland ist extrem sozial ungerecht verteilt und die Eliteunis (auch und gerade das öfter erwähnte Harvard) stehen da ganz vorne dran. Wir sollten keine von außen aufgestülpte Eliteformung fordern, in der große Unis mit großen Konten sich große Namen kaufen können. Der Ausschluss, den man damit provoziert, wird in einer sehr weit aufgespalteten Zweiklassengesellschaft münden!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>mal abgesehen davon dass ich inständig hoffe dass Deutschland weiterhin weitgehend frei bleibt von Eliteunis, frei von einer Gesellschaft in der reiche Kinder ein tolles Studium bekommen (und zwar egal, ob sie engagiert sind) und arme eben nicht. Die Stipendienvergabe in Deutschland ist extrem sozial ungerecht verteilt und die Eliteunis (auch und gerade das öfter erwähnte Harvard) stehen da ganz vorne dran. Wir sollten keine von außen aufgestülpte Eliteformung fordern, in der große Unis mit großen Konten sich große Namen kaufen können. Der Ausschluss, den man damit provoziert, wird in einer sehr weit aufgespalteten Zweiklassengesellschaft münden!</p>
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		<title>Von: Doro Heinrich</title>
		<link>http://www.domiundbini.de/2010/01/29/nach-harvard-hier-lang-die-zweite/#comment-2790</link>
		<dc:creator>Doro Heinrich</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 30 Jan 2010 12:50:20 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.domiundbini.de/?p=2276#comment-2790</guid>
		<description>...danke für den Perspektivenwechsel. 
als Hilfskraft musst ich auch mitansehen, wie sich die Profs abrackern. Von wegen Familie und Leben nebenher...
unser Bildungssystem verdient mehr Würdigung.
Wo Anerkennung ausbleibt, ist Frust nur eine Frage der Zeit.
In jedem Lebensbereich</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8230;danke für den Perspektivenwechsel.<br />
als Hilfskraft musst ich auch mitansehen, wie sich die Profs abrackern. Von wegen Familie und Leben nebenher&#8230;<br />
unser Bildungssystem verdient mehr Würdigung.<br />
Wo Anerkennung ausbleibt, ist Frust nur eine Frage der Zeit.<br />
In jedem Lebensbereich</p>
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	<item>
		<title>Von: Melanie</title>
		<link>http://www.domiundbini.de/2010/01/29/nach-harvard-hier-lang-die-zweite/#comment-2786</link>
		<dc:creator>Melanie</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 21:59:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.domiundbini.de/?p=2276#comment-2786</guid>
		<description>Sorry, hab grade noch was vergessen: Vielleicht muss man erstmal selbst auf der anderen Seite gestanden haben, um zu verstehen, warum manche Profs und Lehrende irgendwann motivationslos und uninspiriert werden.

Vielleicht versteht man erst dann, dass es auch frustrierend ist, wenn leider der größere Teil der Studierenden in Wahrheit gar nicht so engagiert und wissbegierig ist, sondern einfach nur seine Zeit absitzt, weil er das muss. Wenn die Hälfte der Studenten immer zu spät kommt und die andere Hälfte früher geht. Wenn die Studenten lieber das Mittagessen nachholen, irgendwas lesen, sich mit dem Nachbarn unterhalten oder gar nicht erst zur Vorlesung erscheinen.

Und seien wir mal ehrlich - das ist doch in fast jeder Lehrveranstaltung so, egal wie der oder die da vorne sich abrackert. Oder nicht? Mal ganz abgesehen davon, was das Uni-Personal hierzulande so verdient, vor allem im Vergleich zu den ach so tollen Großen in Harvard... Da fragt man sich dann schon manchmal, wofür man das eigentlich macht.

Erst wenn man die andere Seite kennt, versteht man vielleicht, warum es für die Profs und die anderen Dozenten manchmal nicht so einfach ist, das Potenzial zu sehen, das da (angeblich) vor ihnen sitzt. ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sorry, hab grade noch was vergessen: Vielleicht muss man erstmal selbst auf der anderen Seite gestanden haben, um zu verstehen, warum manche Profs und Lehrende irgendwann motivationslos und uninspiriert werden.</p>
<p>Vielleicht versteht man erst dann, dass es auch frustrierend ist, wenn leider der größere Teil der Studierenden in Wahrheit gar nicht so engagiert und wissbegierig ist, sondern einfach nur seine Zeit absitzt, weil er das muss. Wenn die Hälfte der Studenten immer zu spät kommt und die andere Hälfte früher geht. Wenn die Studenten lieber das Mittagessen nachholen, irgendwas lesen, sich mit dem Nachbarn unterhalten oder gar nicht erst zur Vorlesung erscheinen.</p>
<p>Und seien wir mal ehrlich - das ist doch in fast jeder Lehrveranstaltung so, egal wie der oder die da vorne sich abrackert. Oder nicht? Mal ganz abgesehen davon, was das Uni-Personal hierzulande so verdient, vor allem im Vergleich zu den ach so tollen Großen in Harvard&#8230; Da fragt man sich dann schon manchmal, wofür man das eigentlich macht.</p>
<p>Erst wenn man die andere Seite kennt, versteht man vielleicht, warum es für die Profs und die anderen Dozenten manchmal nicht so einfach ist, das Potenzial zu sehen, das da (angeblich) vor ihnen sitzt. ;-)</p>
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		<title>Von: Melanie</title>
		<link>http://www.domiundbini.de/2010/01/29/nach-harvard-hier-lang-die-zweite/#comment-2785</link>
		<dc:creator>Melanie</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 29 Jan 2010 21:44:52 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.domiundbini.de/?p=2276#comment-2785</guid>
		<description>Du weißt aber schon, welche Mengen an Literatur sich die Studenten z.B. in Harvard jedes Semester reinziehen müssen, über die sie dann geprüft werden, und dass das auch nichts anderes ist als stures Auswendiglernen - oder? ;-)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du weißt aber schon, welche Mengen an Literatur sich die Studenten z.B. in Harvard jedes Semester reinziehen müssen, über die sie dann geprüft werden, und dass das auch nichts anderes ist als stures Auswendiglernen - oder? ;-)</p>
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