Archive for Dezember, 2009

Agenda 2010

Wir sitzen gerade beim traditionellen Jahresrückblick-Schreiben im
Starbucks. Danach gibt’s Fondue im neuen Haus, Feuerwerk auf dem
Neroberg und kreisende Hüften im Schlachthof. Wir melden uns dann in
der nächsten Dekade!

Cowboys der Moderne

Cowboys der Moderne

Das ist die diesjährige Weihnachtskarte vom Joe. Sie ging an ‘Old Dominik’ und als Geschenk gab’s die nötige Munition, um die Wildnis des unbekannten Landes zu zähmen, in das Bini und ich uns nächstes Jahr aufmachen. “2010 du kannst kommen: Ich ziehe schneller!”

Montagsvideo #102/103 Emanzipation andersrum

Hach ja, das war gut. Die Feiertage meine ich. Sich mal ein paar Tage aus allem rausnehmen  und nix tun. Und diese Woche steht noch ein bisschen mehr vom Nichtstun an. Ist fest eingeplant: Schöne Aussichten. Da hab’ ich sogar mal wieder Zeit gefunden, ein bisschen nach Montagsvideos zu stöbern. Fündig geworden bin ich mal wieder in der Werbung. Und weil wir letzte Woche nicht im Dienst waren, gibt’s das letzte Montagsvideo gleich mit. Sind eigentlich beides typische Männerprodukte, aber die Werbung ist auch für Frauen lustig - Emanzipation mal andersrum:

Wir sind also wieder hier. Und nächste Woche ist zweijähriges Blogjubliäum.

Autoresponder | Abwesenheitsnotiz

Über die Feiertage ist das Büro leider nicht besetzt. In dringenden Fällen wenden Sie sich bitte an den Weihnachtsmann. Äh, das Christkind natürlich.

getroffen

oben Bini mit Kamera,
unten Domi mit Schnee. 

*geworfen* *getroffen*

eine MORGEN-Kinder-wird’s-was-geben Bini

Summer in my Heart

Hehe, an diesem VW-Bus bin ich gerade vorbeigefahren - eindeutig
Optimisten, die Halter. Bini & ich haben uns heute ganztägig mit Joe &
Christiane in die Weihnachtswerkstatt zurück gezogen. Denn dieses Jahr
machen wir in einem Gemeinschaftsprojekt alle Geschenke selber. Bis
die Finger wund sind - und noch viel weiter!

Der Staat und die Wirtschaft

An dieser Stelle hatten wir ja schon die eine oder andere aufgeheizte Diskussion über die gute alte Wirtschaftspolitik. Dahinter stehen ein paar ziemlich grundlegende Fragen, über die man sich trefflich streiten kann, bis jemand heult: Wie stark darf sich der Staat in die Wirtschaft einmischen? Können die freien Kräfte des Marktes sich selbst regulieren? Soll der Staat in Not geratenen Unternehmen unter die Arme greifen?
Diesem Thema widme ich mich zurzeit auch in einem Hauptseminar zum Thema “Die Wirtschafts-Kommunikation in der Finanzkrise”. Um den Schein zu bekommen, habe ich mit meiner Arbeitsgruppe eine Online-Umfrage zu dem Thema entwickelt - und jetzt brauchen wir gaaanz viele freiwillige Teilnehmer. Deshalb: An alle politisch Interessierten, politisch Uninteressierten, Denker, Streitsüchtigen, Halbwisser, Demagogen oder einfach nur Hilfsbereiten - hier der Link zur Umfrage:

http://www.unipark.de/uc/D_Hofmann/3d05/

Und, ganz wichtig: Wenn jemand von euch bei Opel arbeitet oder jemanden kennt, der bei Opel arbeitet oder jemanden kennt, der jemanden kennt: Bitte meldet euch über die Kommentare: Ich hätte eine Spezial-Anfrage ;-)

Licht am Ende des Tunnels

*Licht*

Es wird. Ganz langsam, aber es wird. 

Uni: mein Referat ist geschafft, das Forschungswochenende und dessen Vorbereitung ist überstanden, Präsenzveranstaltungen der letzten Uniwoche fallen aus oder werden planmäßig geschwänzt. (yeay, für Uni-Freiheit).

Haus: der komplette Dielenboden ist überüberall geschliffen. Je 5 Schleifdurchgänge mit der großen Maschine, 3 mit der kleinen und 2 mit dem Tellerschleifer. Ist geölt, gewachst und (bald) lasiert und lackiert.

*schleifen*

Lieber 100qm-Dielenboden: wir (Abi, Oli, Sophia, Domi, Bini, mit Hilfe von Joschi, Hannes, Rainer, Joe und kulinarischer Unterstützung von Mama, Papa, Flo, Debbie) -wir alle gemeinsam haben dich besiegt. Ha!

*Flur*vorher* *Flur*nachher*
[vorher/nachher vom Flur]

Weihnachtsgeschenke: Ups. Hier herrscht Verzug. Wie jedes Jahr, egal wie früh ich mich bemühe. Einziger Trost: es klappt trotzdem. Jedes Jahr.

Herzrasen-Kalender: die Hälfte vom ersten Kalender von zehn Stück ist geschafft. Haha.. Das wird ein paar Nachtschichten geben mit Stoffkleber&Co…

Weihnachtsstimmung: erfolgreich nebenher erarbeitet. Besonders durch den wunderbaren Kristin-Besuch!

*herrlicher*Kristin*Besuch* *herrlicher*Kristin*Besuch*

(wenn das Gesicht bekannt vor kommt -ich war im August auf ihrer wunderschönen norwegischen Hochzeit..). Gemeinsam haben wir Weihnachtlichkeits-Verstärker eingekauft und den Weihnachtsmarkt genossen. Neue Erkenntnis: wir nehmen das als selbstverständlich hin, dabei ist es eine sooo coole und fast ausschließlich deutsche Tradition! Die Kristin war total begeistert vom Ambiente, den Weihnachtsmarkt-Tassen (keine Plastikbecher!!), dem Glühwein und der Atmosphäre. (wer weiß, wo’s das noch sonst gibt?) Danke, Deutschland.

Also, alles in allem: es wird. Ich freue mich auf mehr weniger Stress und auf mehr mehr Weihnachten, weil es wichtiger ist, als Uni, Haus, Kalender und Geschenke. Viel wichtiger. Es kommt Licht ins Dunkle.

Eine Bini am Tunnelende

Montagsvideo #100 What I wanna be

Wow, Montagsvideo #100 - krasse Terrasse. Seit 100 Wochen haben wir nun also die Tradition, jede Woche ein Video-Fundstück zu posten. Das heißt, bald sind’s zwei Jahre - und das wollen wir dann natürlich gebührend feiern!
Bis dahin sind wir leider immernoch eingeschränkt, was unseren Internetzugang angeht. Für heute bleiben wir daher einfach in der Reihe der kreativen Musikvideos und singen davon, wie gut es ist, wenn man endlich erkennt, wer man sein will:

EDIT: Da das Video im deutschen Youtube nicht verfügbar ist, hier der Link:

Kt Tunstall Suddenly I See - VidoEmo - Emotional Video Unity.

Rückblick: Schwarz auf weiß

Wir sind immernoch abgeschnitten von der Außenwelt (=kein Internet),
aber melden uns ganz bald mit Berichten über die Fortschritte auf
diversen Baustellen - wie hier beim Dielen-Schleifen im neuen Haus.

Montagsvideo #99 Wiesbadener Export nach Berlin

Jahaaa, wir stellen eine Bundesministerin. Haha. “Wiesbaden ist im Kommen”, pflegt meine Schwiegermutter schon seit Jahren zu sagen ;-) Ein waschechter Wiesbadener Export in die Hauptstadt. Kristina Köhler: jung, dynamisch, strebsam, eloquent. Twittert, bloggt und ist auf Facebook. Eine von uns. Und: Humor hat sie auch. Sonst hätte sie diesen Link nicht in ihrem eigenen Account getwittert:

Soweit so gut. Aaaber: Ist eine kinderlose, ledige, aalglatte Akademikerin ohne Berufserfahrung wirklich eine gute Besetzung für die Spitze des Bundesministeriums für Familie & Soziales etc? Wie kann sie die Probleme der Vereinbarkeit von Familie und Karriere verstehen, wo es bei ihr doch nur letzteres gibt? Fehlt nicht die Lebenserfahrung für ein Amt, das für Menschen aller Lebensphasen zuständig ist? Hm.
Oder sind das alles nur platte Kritikpunkte? Ist Lebenserfahrung überhaupt wichtig? Oder eher Aufrichtigkeit, ein gutes Herz und Kompetenz in gesellschaftlichen Fragen? Immerhin hat Kristina Köhler Soziologie studiert (übrigens hier in Mainz). Warum fordert niemand, dass die Arbeitsministerin mal arbeitslos war und daher die nötige Lebenserfahrung mit der Arbeitsagentur hat? Zu Guttenberg im Krieg? Oder die alte Entwicklungsministerin Wieczorek-Zeul (übrigens auch aus Wiesbaden) in Afrika aufgewachsen ist? Ich würde sagen: Ob Köhler die Richtige ist, wird die Zeit zeigen. Geben wir ihr die Chance!

P.S. Jetzt bin ich nur gespannt, ob Frau Ministerin ihren Vortragstermin bei uns am Institut am 14.01.10 wahrnimmt…

das Experiment

Bini und ich haben ein Experiment gestartet. Im Selbstversuch. Es geht um’s Geld & um Gott und daher an die Substanz. Und angefangen hat alles mit dem folgenden:

Eine gewagt These.

Weshalb macht ihr euch so viele Sorgen um eure Kleidung? Seht euch an, wie die Lilien auf den Wiesen blühen! Sie können weder spinnen noch weben. Ich sage euch, selbst König Salomo war in seiner ganzen Herrlichkeit nicht so prächtig gekleidet wie eine dieser Blumen. Wenn Gott sogar das Gras so schön wachsen lässt, das heute auf der Wiese grünt, morgen aber schon verbrannt wird, wie könnte er euch dann vergessen? Vertraut ihr Gott so wenig? Zerbrecht euch also nicht mehr den Kopf mit Fragen wie: ‘Werden wir genug zu essen haben? Und was werden wir trinken? Was sollen wir anziehen?’ Mit solchen Dingen beschäftigen sich nur Menschen, die Gott nicht kennen. Euer Vater im Himmel weiß doch genau, dass ihr dies alles braucht. Sorgt euch vor allem um Gottes neue Welt, und lebt nach Gottes Willen! Dann wird er euch mit allem anderen versorgen.

Diese naiv-träumerisch-idealistisch-blaubläugigen-oder-wie-immer-man-sie-auch-nennen-mag-Worte stammen aus dem Mund von Jesus selbst (Matthäus 6, 28-30).

Eine Utopie? 

Wir kümmern uns um Gott - Gott kümmert sich um uns. So einfach soll das also sein? Funktioniert doch gar nicht in unserer Gesellschaft… Und so hatte die letzten Jahre eigentlich immer mindestens einer von uns einen festen Job neben dem Studium. Im letzten Semester durfte z.B. die Bini ran und ich hab’ mich derweil in die Uni gestürzt. Aber dieses Semester steht so eine klitzekleine Nebensächlichkeit an, die uns alle Ressourcen raubt, neben der Uni noch fest arbeiten zu gehen: der Traum von der Kreativ-, Hauskreis-, Geschäfts- und Lebensgemeinschaft in der Hallgarter Straße. Und da wir uns in dieser Sache ziemlich in etwas investieren, von dem wir denken, dass der Herrgott dahinter steht, müsste er sich in der Logik von oben doch eigentlich um alles andere kümmern, oder? Hm. Ist aber irgendwie seltsam. Ich meine: Wir sind doch vernünftige Menschen. Von nix kommt nix und das Leben kostet Geld: Natürlich müssen wir uns drum kümmern, dass genug reinkommt. Wie dem auch sei. Aus der Not geboren -weil wir’s momentan einfach gar nicht anders packen würden- dachten wir: “Hallo da oben, wenn du sowas sagst, dann zeig mal was du kannst!” und haben alle festen Jobs auslaufen lassen. Mit einem flauen Gefühl im Magen (”Kann man Gott so behandeln?”) haben wir’s dann einfach mal zwei Monate so laufen lassen…

Krasse Terasse!

Long story short: Diesen Monat passieren die komischsten Dinge. Ohne auch nur einen Finger zu rühren sind schon über 500€ vom Himmel gefallen. Also exakt der Betrag, den der frühere Job eingebracht hat. Mit dabei sind so unerhörte Dinge wie Steuerrückzahlungen, obwohl wir nie Steuern bezahlt haben (sondern Binis Arbeitgeber 2008); nachträgliche Kinderboni von der Familienkasse (what?) & 90-jährige Großmütter, die nach 70-jähriger Mitgliedschaft in ihrer Krankenkasse eine satte Beitragserstattung bekommt, weil sie nie krank ist (allein das ist ein Wunder, bei dem wir Gott schelmisch grinsen sehn).
Obendrauf haben wir noch 5 kurzfristige, sehr interessante (u.a. Mini-oder Einmal-) Jobs angeboten bekommen. Der Job- und Geld-Segen fließt also in Strömen. Unfassbar.

Aber Gott verorgt und auch immateriell. Wie z.B. einen freien Vormittag (bis 12:00 schlafen, frühstücken und dann bis 15:00 schlafen:) ), der genug Kraft gibt für das anstehende Schleif-Wochenende gibt und die Erkältung restlos vertreibt. Zusammen mit so schönem Pfefferminztee.

*Pfefferminz*