“Jedem so, wie er’s verdient!” So fühl ich mich grad, nachdem Johannes - meiner unerschrockenen Aufforderung folgend - den Versuch gewagt hat, mich in Zweifel über die CDU zu stürzen… Und jetzt hab’ ich sie, die Zweifel. Na toll. Aber wenigstens bin ich nicht vor irgendjemandem in die Knie gegangen, sondern vor einer wahren Größe der Blogosphäre ;-) Und seiner Aufforderung folgend werd ich euch da jetzt auch ruckzuck mit reinnehmen, denn: Außenpolitik, Wirtschaft, Energie und Werte hin oder her, in einem nicht ganz unwichtigen Punkt steht die CDU konträr zu meiner Überzeugung: Der informationellen Selbstbestimmung.
Damals hab’ ich auch die Online-Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung unterschrieben und einem Berliner Anwalt die Vertretungsvollmacht übertragen. Ganz aktuell ist aber leider folgendes Thema (das Video enthält übrigens fast kein Wort, dass nicht sarkastisch gemeint wäre):
Tja. Was macht man, wenn man sich von einer Partei in vielen Punkten gut vertreten fühlt, aber in einem einzigen Thema so gar nicht? Protestwähler werden? Auf die nächststehende Partei ausweichen? Oder dabei bleiben und dem Abgeordneten Protestschreiben schicken? Ich glaube es wird ‘ne Mischung: Die Zweitstimme kriegt eine Partei, die meine Freiheit schützt.

Meine Rede Mann.
Wie kann man nur eine Partei unterstützen, die Sprit in das Feuer der Angst der Leute schüttet und diejenigen, die für die Freiheit so wichtig sind (Anwälte, Seelsorger, Informanten, Reporter, …) zunehmend bedrängt und einengt und jetzt sogar unsere Legislative, einem Pfeiler unserer Demokratie, untergräbt.
Die USA macht es uns mit ihrem Patriot Act vor, dass jetzt nach 8 Jahren immer noch besteht und dem Staat fast grenzenlose Überwachung garantiert.
Gerade habe ich mich mit noch mit Engländern unterhalten, die in Europa sowas wie ein Überwachungsvorreiter sind. Sie sind Deutschland mit Fotoverbot, massiver Kameraüberwachung, DNA-Speicherung und neuerdings übertriebener Kontrolle aller Personen, die in die Nähe von Kindern kommen könnten, noch ein bischen vorraus.
Aber irgendwer scheint so Marionetten wie von der Leyen oder Schäuble effektiv dazu benutzen zu können, um Werkzeuge für die potentesten Überwachungs- und Kontrollapparate (und gleichzeitig uneffektivste Methoden gegen echten Terrorismus) aufzubauen, die es je gab.
So lange das mal nicht in falsche Hände gerät…
Naja, deshalb geht mein zweites Kreuz diesmal leider an nur einen Punkt.
Das zweite Video hier hab ich gemeint, als ich euch am Sonntag von dem Video erzählt habe, das bei unserem “Vormieter” aufgenommen wurde :-)
Nicht schlecht. Ich hätte nicht gedacht, dass so ein Video tatsächlich jemanden überzeugen kann, der noch nicht dieser Meinung ist.
Die sind auch noch genial:
http://www.youtube.com/watch?v=PBPOlWFd1zk
http://www.youtube.com/watch?v=kx4__umnAxs
In den letzten Tagen haben sich auch ein paar unerwartete Stimmen zum Thema ‘Digitale Gesellschaft’ zu Wort gemeldet: http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=2213
>Ich glaube es wird ‘ne Mischung: Die Zweitstimme kriegt eine Partei, >die meine Freiheit schützt.
..ist das nicht eine Kompromisswahl? Du waehlst wen auch immer, weil du zu mindestens im Standpunkt Meinungsfreiheit mit dieser uebereinstimmst. Und das erhoeht eher die repraesentationsfaehigkeit deiner Wahl als sie zu verzerren…? Aber du hast wohl recht, dass sich das besser durch eine Verteilung der beiden Stimmen auf unterschiedliche Parteien machen laesst … nun muss ich mir nochmal klar machen, was genau die Erststimme bewegt, wenn der Kandidat bestimmt viele Kreuzchen sammelt. Beeinflusst das nur die direkt Mandate oder wandert der Kandidat nicht auf der Parteiinternenliste zur Vergebung der via Zweitstimme erhaltenen Anzahl an Bundestagssitze nach oben? Und warum nur den Favoriten waehlen, der eine Chance auf eine Meherheit hat?
Gruz, Marvin
So, dann eben doch mal meine nicht mehr wirklich zurückhaltbare Meinung.
Und bitte - man darf mich gerne an diesen Eintrag erinnern - wenn dann in weniger als 4 Jahren beim Durchgang des Checkpoints um die Ecke, mein eingepflanzter Chip den CDU - Kontrolleuren erzählt, dass die GEZ überfällig ist, meine Mutter ihr Screening vergessen und mein letztes Word-Dokument antidemokratische Züge enthält. Ja dann, dann schäme ich mich für diesen Eintrag.
Bewegte Bilder sind etwas schönes. Populistische Videos. Denn sie sind so populär, und bilden mir so leicht meine Meinung, lassen alle anderen Vernunftsargumente so schnell verpassen.
Ich will mal kurz festhalten, was ich da gesehen habe. Es ging um 82 Mio. Terroristen, um Durchsuchen meiner Dokumente, um 3-Stellige Millionen-Beträge zum Stoppschilder setzen, um abgehackte virtuelle Finger. Die Ironie hilft dabei überzeugt zu sein, sich gerade seine eigene Meinung auf klaren Fakten gebildet zu haben. Vernunft war gestern.
Woanders höre ich von taktischen Wählern, von Konservativen, die rechts wählen, damit die Konservativen verstehen, dass sie ihr konservatives Profil schärfen sollten. Ich lese von Zweitstimmen, die unsern Politikern (dann eben erst in 4 Jahren, und solang hält das politische Gedächtnis bekanntermaßen ja) beibringen sollen, dass sie alles richtig machen - bis auf diese eine Sache. Einige werden wohl überrascht sein, dass auf dem Wahlschein kein Feld ist auf dem man erklären kann, warum man sich so entschieden und wen man ‘eigentlich’ wählen wollte. Und nichtmal das Alter und Geschlecht wollen sie wissen - hm, ob die Botschaft ankommt?
Und so wählen wir dann eben Links oder Piraten um ‘unsere’ Partei zu erziehen. Und wenn wir dann plötzlich kunterbunt, effizienz - plan - und kompetenzlos vertreten (d.h. regiert) werden, weil außer uns noch viele mehr solch außergewöhnlich revolutionären Gedanken hatten, merken wir, dass wir unsere Stimme einer Partei gaben, die wir nie wollten.
Vielleicht haben die Menschen früher nicht nachgedacht. Vielleicht waren sie zu sehr im Klassendenken verhaftet. Vielleicht hatten sie einfach zu wenige aufklärende Filmchen.
Vielleicht haben sie aber auch live erlebt, was erst rechts und dann links auf sie schoss. (Bei den 0 Terror(anschlägen) in dem Film ist auch der deutsche Herbst und das Olympia-Attentat mit eingerechnet, nehm ich an?) Vielleicht haben sie sich nicht von jedem Kommentar und jeder noch so absurden Verschwörungstheorie umschwenken lassen. Vielleicht haben sie nicht - nur weil sie Chucks und ein Che Guevara T-Shirt tragen und als Teenie festgestellt haben, dass mit dem Strom nicht immer cool ist - gedacht sie müssten ihren tief innen schlummernden Revoluzzergeist ganz heimlich dann auf dem Wahlzettel endlich freilassen. Vielleicht haben sie einfach - mündig und vernünftig - den gewählt, der die beste Politik macht.
Ich begrüße die politische Diskussion. Jedes Kreuzchen ist ein Gewinn für die Demokratie. Nur bitte lasst uns doch überlegen ob wir wirklich in völliger Vernunftfreiheit (Achtung: Euphemismus!) Stasi-Ideologen (die nun plötzlich den Piraten ganz nah stehen und natürlich schon immer gegen den Überwachungsstaat waren), Grüne Wirtschafts - und Ethik - Töter, oder windelweiche Meinungslose wählen.
Ich bin mir meiner teils polemischen, stets überspitzten Ausdrucksweise bewusst. Auch bewusst ist mir dass ich damit das tue, was ich an den oben genannten Filmen kritisiere.
Kurz:
1. Bitte wähle !
2. Bitte wähle nicht Protest, revolutionär, erzieherisch oder ach so klug - taktisch !
3. Bitte wähle die Partei, die deine Interessen am besten vertritt !
Mein Plädoyer für die Vernunft.
kann ich nur unterschreiben Stefan!
hab hier noch einen interessanten Beitrag vom ZDF zum Vorgehen des hessischen BKA gefunden.
http://www.zdf.de/ZDFmediathek/content/845906?inPopup=true&setTime=24&bw=dsl1000
…und meine Interessen vertritt nochmal wer am besten?
Politik ist eine einziger Kompromissfindungsprozess und wenn ich einen Punkt in den bisherigen Kompromissen unterbewertet sehe, dann waehle ich die Partei, die genau diesen Punkt betont. Das ist nicht erzieherisch oder taktisch, sondern logisch.
hey, es ist recht spannend hier. Die Clips sind meiner Meinung übertreiber-Clips. :) Wenn wir einer Partei (CDU), einem Berufsstand (Polizei), einer Person (wer auch immer) komplett das Vertrauen entziehen, zeigen wir damit doch selbst eine große Respektlosigkeit gegenüber der so viel beschworenen (Meinungs-)Freiheit. Ich gehe nicht davon aus, dass Merkel und Co. die Menschen missachten. Und sollte ein Überwachungsstaat entstehen, gibt es hoffentlich mutige Menschen, die dagegen mit fairen Mitteln kämpfen werden. Es bleibt die populär-gemachte Angst die schlimmste Waffe eines Menschenfeindes. Sehe ich Bedachtheit und Respekt in einem Politiker, dann wähle ich ihn. Kein Mensch kann immer alle seine Entscheidungen genau richtig treffen. Auch kein Politiker. So hintenrum Meinungsmache betreiben gefällt mir nicht. Darum vertrau ich Merkel und Co weiterhin.
Ist Polemik nicht ein absolut legitimes Mittel, um auf Missstände aufmerksam zu machen?
Ich liebe Polemik, weil sie oft die einzig angemessende Reaktion auf Dreistigkeit oder Dummheit sind.
na wenn du meinst. aber verrat mir mal, wann Polemik TATSÄCHLICH was verändert hat. Viel häufiger wird sie mißbraucht denke ich.
Sie ist auch eigentlich nur ein Zeugnis für verhärtete Fronten. Dem entspricht natürlich die Haltung, damit auf Dreistigkeit oder Dummheit zu reagieren, denn wenn du deinen Gegner eh schon für vollblöde und dreist hälst, ist an Kommunikation nicht mehr zu denken, also auch nicht an Kooperation.
Respekt und Sachlichkeit halten die Türen offen für Zusammenarbeit.
Legitim im Sinne von nicht verboten meinst du?
Oder legitim im Sinne von angemessen und “gut”?
Du hast Recht. Wenn zwei Parteien in der Lage sind, produktiv zu kommunizieren, ist Polemik fehl am Platz. Fühlt sich eine Partei allerdings nicht ausreichend gehört oder Ernst genommen, muss sie Wege finden, um sich Gehör zu verschaffen. Diese Wege können unterschiedlich sein. Und werden häufig von der nichthörenden Partei heraufprovoziert.
stimmt.
ist aber dann auch ehrlicherweise ein Zeichen von Schwäche.
WENN MAN UNBEDINGT RICHTIG LIEGEN WILL ist Polemik die naheliegenste Methode. Es ist der kürzeste Weg, sich Gehör zu verschaffen, aber auch der kürzeste Weg für Gemeinschaft, d.h. nur das Trennende wird hervorgehoben.
Es wäre auch nützlich, den eigenen Standpunkt zu überdenken, wenn man nicht mehr gehört wird.
Wenn man allerdings wirklich richtig liegt und nicht mehr gehört wird… ja was dann?
Oha, jetzt begibst du dich aber auf dünnes Eis.
du sagst
Es wäre auch nützlich, den eigenen Standpunkt zu überdenken,
wenn man nicht mehr gehört wird.
Das heißt, du gehst prinzipiell davon aus, dass diejenigen, die richtig liegen, gehört werden und jene, die falsch liegen, nicht gehört werden …
Is ne gefährliche Ansicht.
Haben nur diejenigen das Recht gehört zu werden, die richtig liegen?
Du merkst, wie die Demokratie flöten geht..?
Und den eigenen Standpunkt überdenken sollte man eh immer bereit sein. Auch wenn man gehört wird. Im Prinzip ist es genau dann am Wichtigsten. Und am Schwersten.
CDU und SPD waren schon immer unwählbar und werden es immer mehr. Da braucht man keine Filme, um das zu erkennen. Die kann man auch nicht mehr erziehen. Die Politik und die Art wie Politik gemacht wird muss geändert werden. Deshalb kann man nur die Piraten wählen.
@ Marvin: Deine Interessen kann u.U. die Partei am besten vertreten, die statt / außer großer ideologischer Thesen zu pragmatischen Fortschritten bereit und mental in der Lage ist. Deine Interessen mögen weiter liegen als nur in speziellen Details. So mag auch kompetente Außenpolitik, vernünftige Ethik, Realismus und gesunder Menschenverstand in besonderen Situation eine Rolle spielen. Und kompetente Politiker (auch wenn es dazu keine Ausbildung gibt, bedarf es meiner Meinung nach auch hier eine gewissen Befähigung) scheinen nicht in jeder Partei massenweise rumzuspringen.
@Matze / Heinrich: Betreffs Polemik-Streitkultur: Wenn diese persönlich bzw. respektlos wird, ist sie ein großes Zeichen von Schwäche. Desweiteren ist es besser tatsächlich Recht zu haben und sich weniger gehört zu “fühlen” als sich Gehör zu verschaffen, weil man meint Recht zu haben. Da kommt dann die Selbstanalyse von alleine.
@Joachim: Das klingt nach einem äußerst durchdachten Konzept. Ich kann mich des Eindrucks nicht erwehren, dass ich etwas völlig übersehen haben muss, da ich bis jetzt nicht die völlige Inkompetenz, Unmenschlichkeit, Bösartigkeit und die Intrigen der Politiker der großen Parteien und die wohl daraus folgende “Unwählbarkeit” bemerkt habe.
Zur “schon immer” existierenden “Unwählbarkeit” fallen mir spontan Grundgesetzgebung, Wirtschaftswunder und Wiedervereinigung ein - das hätten die Piraten oder vielleicht die ödp also besser gemacht, so entnehme ich deiner Aussage.
Ich muss ja nochmal sagen: Der erste Kommentar von Stefan U. war für mich einer der intellektuellen Höhepunkte dieser Diskussion ;-) Hab ich sehr genossen, so ein bisschen verteidigen muss ich mich ob der kleinen Seitenhiebe aber auch noch. Ich zitiere:
“Vielleicht haben sie sich nicht von jedem Kommentar und jeder noch so absurden Verschwörungstheorie umschwenken lassen.”
Hehe, da hast du ja nette Worte für Weichei, oder Fähnchen im Wind gefunden… Aber falsch verstanden hast du mich auch: Mit ‘Zweifeln’ sage ich doch nicht, dass ich jetzt impulsiv mein Kreuzchen woanders setze. Was ich tue, ist mich sachlich mit neuen (bzw. aus der Aufmerksamkeit gefallenen) Punkten auseinanderzusetzen und diese in meine Entscheidung einfließen zu lassen! Und weil eine gute Politik auch Kritik und Hinterfragen aushält, habe ich der CDU eine solche Diskussion zugetraut. Deinem Aufruf kann ich nur zustimmen:
1. Bitte wähle !
2. Bitte wähle nicht Protest, revolutionär, erzieherisch oder ach so klug - taktisch !
3. Bitte wähle die Partei, die deine Interessen am besten vertritt
Nun, ich hab dich glaub auch noch nie in Chucks und Che Guevera T-Shirt gesehen. Die Überspitzung zeigt die Richtung, die ich meine und verhindert gleichzeitig, dass sich die meisten direkt/persönlich angegriffen fühlen. Kritische Auseindersetzung ist gut. Ich wollte dieser v.a. durch meinen Gegenpol zum Filmchen (was mich im ersten Moment ja auch nicht einfach kalt lässt) zur Ausgewogenheit verhelfen.
Und danke für das Kompliment. :-)
Stefan U.: Wenn du nichts der negativen Sachen aus den Reihen der von mir kritisierten parteien bemerkt hast, musst du deine Augen aber ganz schön fest verschlossen halten.
Und wenn du Erfolge aus Grundgesetzgebung, Wirtschaftswunder und Wiedervereinigung ausgerechnet CDU und/oder SPD zuschreibst, dann bist du auch da völlig auf dem Holzweg. Besonders bei der Wiedervereinigung hat es die damalige Regierung gerade mal nur nicht völlig verbockt.
Ich will nicht als Terrorverdächtiger behandelt werden, ich will nicht bevormundet werden, ich will nicht verarscht werden. Ich werde es aber, und das ist keine Einbildung, erfordert aber - zugegebenermassen - offene Augen und einen wachen Geist.
@matze: du findest das gefährlich? es ist eher die Grundvoraussetzung für Demokratie, dass sich Ideen im Diskurs durchsetzen, die für eine Mehrheit lohnend erscheinen. Wenn ständig vom mündigen Bürger geredet wird, verbirgt sich dahinter doch gerade die Hoffnung, dass sich das durchsetzt, was richtig ist. Und bitte ja, ich hoffe, dass im Endeffekt, wenn es ums Handeln geht, nur die gehört werden, die richtig liegen. Und nicht die, die meinen richtig zu liegen, aber nur sich selbst performen!
@phillip reins: danke für den Beitrag zur Arbeit der hessischen Polizei.
@stefan U.: danke für den prägnanten Schlusspunkt hinter die Polemik-Kontroverse. kann nur voll und ganz zustimmen.
@all: Na na na, wir wollen doch bitte nicht aus den Augen verlieren, dass am anderen Ende der Leitung ein gar menschlicher Mensch am Bilschirm sitzt ;-) …
@Joachim: …und wir wollen doch schwer annehmen, dass auch dieser offene Augen und einen wachen Geist besitzt.
Liebt euch und werdet durstig!
@Domi: kocht n bißchen hoch, mmh? jetzt kann ich viel besser verstehen, warum Politiker so oft miteinander streiten und dabei wie Kindergartenkinder wirken. Das Engagement für die eigene Meinung verwischt die Grenzen der persönlichen Distanz und Höflichkeit, so dass man sich auch schnell angegriffen fühlt bzw. Angriff provoziert, obwohl man doch nur sagen will, was man denkt. Warum das wohl so ist?
und noch was (auch für die Ehe von Bedeutung :D ): nur nicht immer so viel implizieren und dann korrigieren wollen. Wir lesen viel zu oft die eigenen Befürchtungen in die Äußerung anderer hinein und wehren diese dann ab. Wir sollten tatsächlich davon ausgehen, dass der andere auch über einen wachen Geist und ein offenes Auge verfügt.
Andererseits wäre Misstrauen Hitler gegenüber angebracht gewesen. An diesem Punkt komme ich nicht richtig weiter… wer hilft mir?
Ich finde, sich Informieren, Respekt und Selbstkritik werden allgemein überschätzt.
Halbwissen in Umlauf bringen, Mehr Meinung, weniger Bildung, Missachtung der Anderen und grenzenlose Selbstüberschätzung sollten viel tiefer in unserer Kultur verwurzelt sein.
In diesem Sinne: Hat Spaß gemacht, mit euch zu streiten.
ps. ich geh jetzt kacken
na, spricht da einer gerne mal mit dem Hintern ???
:D