Archive for September, 2009

Montagsvideo #90 Tomaten auf den Augen

Hui, ein spätes Montagsvideo. Darum 2.
Anlässlich der gestrigen Elefantenrunde: hier die wirklich lustige von 2005.

Und völlig unpolitisch (wenn auch rot): Ketchup.

 

Jaja, von Stop Motion keine Ahnung, aber nett isses ja trotzdem…
Schönen Wochenstart noch!
Eine müde Bini

Die Tagesschau titelt:
“Klares Votum für Schwarz-Gelb”

Und alle so: Yeah! ;-)

Bienvenido, Anja!

Oh, sie ist zurück. Wie wunderschön. Meine große Schwester ist wieder da.

*große*Schwester*Liebe*

Nach 7 Monaten Erkundung (fast) aller südamerikanischen Länder, kam sie heute wohlbehalten und saubraungebrannt zurück. Da sagen wir:

*bienvenido, anja*

(nein, den Kerl ganz rechts kennen wir nicht. Aber er fand sich wohl ganz cool :))

*yeay*

Sooo schön, dass du wieder da bist, Anja!! Geil.
Eine frohe Bini

P.S. Und endlich kann auch der Papa seine Mädels wieder in die Arme schließen…

*Papas*Mädels*

aah, es lebe der Punkte-Hosen-Partnerlook…

P.P.S: Oooh UND bienvenido, Jan!! Schön, dich auch endlich wieder auf deutschem Grund und Boden zu haben!!

Ach du liebe Zeit…

(würde mein Freund, der Joe sagen). Ich habe grad mal zurück geschaut und gemerkt, dass ich 3,5 Wochen  nicht mehr gebloggt habe. Tschuldigung. War wirklich nicht so gemeint.
In meiner Abwesenheit hat sich ja eine heiße Debatte ob der politischen Lage, der Energiepolitik, Lohn, Zensur und sonstiger heiterer Themen entfacht. Wunderbar, weiter so. Trotz der brennenden Aktualität der Thematik erlaube ich mir eine profane Alltagsschönheit zu posten. Eine paar völlig unpolitische Blumen, die in der letzten Woche absolut zu nichts nutze waren, als mich von ganzem Herzen zu erfreuen. 

*wähle*pink* 

(diese Blumen spiegeln keine politische Meinung wieder. Sie sind unparteiisch und schön). Freue mich trotzdem über 17 Kommentare ;).

Eine pink-wählende Bini

P.S: Bald gibt es mehr darüber, was mein Leben gerade so bewegt (das klingt so, als würde sich mein Leben “gerade so noch” bewegen…Ha!) Gegenteiliges ist der Fall. Wir träumen von einer großen Sache, der der Domi den Arbeitstitel HS10 verpasst hat. Find ich blöd, weil es mich an Fußball oder Chemie erinnert. Aber: die Sache an sich ist natürlich der Hammer. Worum es geht erfahrt ihr bald. Vielleicht nach der Wahl… ;)

Montagsvideo #89 Du bist Terrorist

“Jedem so, wie er’s verdient!” So fühl ich mich grad, nachdem Johannes - meiner unerschrockenen Aufforderung folgend - den Versuch gewagt hat, mich in Zweifel über die CDU zu stürzen… Und jetzt hab’ ich sie, die Zweifel. Na toll. Aber wenigstens bin ich nicht vor irgendjemandem in die Knie gegangen, sondern vor einer wahren Größe der Blogosphäre ;-) Und seiner Aufforderung folgend werd ich euch da jetzt auch ruckzuck mit reinnehmen, denn: Außenpolitik, Wirtschaft, Energie und Werte hin oder her, in einem nicht ganz unwichtigen Punkt steht die CDU konträr zu meiner Überzeugung: Der informationellen Selbstbestimmung.

Damals hab’ ich auch die Online-Petition gegen die Vorratsdatenspeicherung unterschrieben und einem Berliner Anwalt die Vertretungsvollmacht übertragen. Ganz aktuell ist aber leider folgendes Thema (das Video enthält übrigens fast kein Wort, dass nicht sarkastisch gemeint wäre):

Tja. Was macht man, wenn man sich von einer Partei in vielen Punkten gut vertreten fühlt, aber in einem einzigen Thema so gar nicht? Protestwähler werden? Auf die nächststehende Partei ausweichen? Oder dabei bleiben und dem Abgeordneten Protestschreiben schicken? Ich glaube es wird ‘ne Mischung: Die Zweitstimme kriegt eine Partei, die meine Freiheit schützt.

Parteiischer Eintrag #2 Gesunde Streitkultur

Heute in einer Woche geht’s an die Urnen: Endspurt also. Und da es die Verbalschlacht in den Kommentaren auf meinen letzten Eintrag auf 20.000 Zeichen gebracht hat, werde ich heute genau daran wieder anknüpfen: Euch streiten lassen. Vorher aber nochmal ein Bild davon, wie nah ich bis jetzt noch der Merkel stehe (das sind nur 5 Meter )- vielleicht schafft’s ja einer von euch, mich davon abzubringen… Ich lass’ mich gerne korrigieren ;-)

Die Kanzlerin war da

Kurz zwischendrin: Der Wahl-O-Mat dürfte mittlerweile ja hinreichend bekannt sein. Da kann sich jeder einen kompakten Überblick verschaffen, mit welchem Parteiprogramm er am ehestern übereinstimmt. Aber: Was ist mit der Zweitstimme? Welchen Bundestagsabgeordneten willst du nach Berlin schicken? Bei dieser Frage hilft der Kandidatencheck - mir hat’s sehr geholfen.

Aber jetzt zum Streiten. Als Stein des Anstoßes will ich einen Kommentar von Matze zitieren:

Wir können uns jetzt noch bis Sonntag über den Mindestlohn streiten. Aber was ist mit den anderen Themen? Stört euch nicht, dass die schwarzen Bundesländer bildungsmäßig drangsaliert werden? (…) Und was ist mit dem Privatisierungswahn der CDU? Über die FDP will ich micht nicht lange auslassen, die spricht eh nur ihren geliebten Mittelstand an. Und alles was sich gehaltsmäßig darüber befindet. Die Grünen machen sich durch ihre Energiepolitik mehr oder weniger lächerlich. (…) Ein wenig Eingeständnisse seitens der Grünen und ein langfristiger und realisierbarer Plan zum Atomausstieg wäre da hilfreicher als der verlogene Hetzzug gegen die Atomenergie. (…) So, das nur mal, dass keiner behauptet, die Wahl wäre einfach.
Ich würd auch gern einfach nur “die Guten” ankreuzen.

Haut rein!

Meine parteiische Meinung #1 Mindestlohn

Ich weiß nicht, ob du zu den 14 Millionen Deutschen gehörst, die gestern Abend das TV-Duell zwischen Merkel und Steinmeier gesehen haben. Ich hab’s gesehen - und ich komme nicht umhin, etwas dazu zu sagen. Schließlich hängt die Zukunft dieses wunderbaren Landes davon ab. Außerdem hatte ich in der letzten Woche die Gelegenheit, beide Kandidaten auch persönlich zu erleben - beide waren nämlich auf Wahlkampftour in Wiesbaden und haben mir ein paar Eindrücke aus der Nähe gewährt. Bei der Gelegenheit waren wir übrigens auch mit einem alten Bekannten ein Eis essen:
Einmal vorne scharf…                            …und einmal hinten.

Einmal vorne scharf... ...und einmal hinten.

Eines vorab in aller Klarheit: Das folgende ist weder objektiv noch umfassend, sondern subjektiv, polemisch und unausgereift. Aber die Klappe halten will ich auch nicht.  Deshalb in den nächsten Tagen ein politisches Drama in mehreren Akten - den Anfang macht der Mindestlohn (EDIT: Ich meine hier übrigens immer einen pauschalen, flächendeckenden Mindestlohn, wie er von SPD, Grünen und Linken gefordert wird):

7,50€ als Zauberwort für soziale Gerechtigkeit? Einen Moment: Es sagt doch keiner, dass die von der SPD, den Grünen und der Linken vielzitierten 3,18€ für die Frisörin in Berlin ein gerechter Lohn seien - geschweige denn einem Menschen das Gefühl von Wertschätzung vermitteln. Und: Wenn jemand trotz harter Arbeit davon nicht leben kann, dann muss ihm geholfen werden - das ist gar keine Frage. Die Frage aber, wer genau helfen soll und wie. Und dazu denke ich folgendes:
1. Es ist die Aufgabe des Sozialstaates. Wir haben in Deutschland die soziale Marktwirtschaft, das heißt: Einerseits gibt’s da die Wirtschaft, die nach dem Prinzip der Märkte funktioniert und dann gibt es, da wo diese nicht perfekt funktionieren und den Schwächeren benachteiligen, die eingreifende Politik. Und tatsächlich: Die schon jetzt geltende Gesetzgebung in Deutschland sieht ein garantiertes Mindesteinkommen für jedermann vor, auf dass man einen gesetzlichen Anspruch hat. Wer das nicht erreicht, wird vom Staat finanziell unterstützt. Nun kommen die SPD, die Grünen und die Linken daher und wollen den Unternehmen diese Aufgabe aufdrücken, die eigentlich die Aufgabe des Staates ist.
Fazit: Der Mindestlohn ist der Versuch Mit dem Mindestlohn versuchen Steinmeier & Co, eine der ureigenen Aufgaben der Politik an die Wirtschaft auszulagern.
2. Für diese Aufgaben wird der Staat darüberhinaus schon lange bezahlt. Wir alle geben ihm als Steuerzahler das nötige Geld für die sozialen Sicherungssysteme. Daher muss der Staat auch seine Hausaufgaben machen. SPD, Grüne und Linke können nicht daher kommen und bei weniger Staatsleistung dieselben oder gar höhere Steuern erheben.
Fazit: Die Bürger bezahlen den Staat bereits, diese Aufgabe zu erfüllen. Er darf sie nicht ohne weiteres an die Wirtschaft abtreten.
3. Um das alles noch aufzuheizen, erzählen die einem dann das Märchen vom gierigen Kapitalisten. Aber nehmen wir mal einen Unternehmer, der sich seiner sozialen Verantwortung bewusst ist und nur das Beste für seine Angestellen will. Jetzt beschäftigt er Arbeitnehmer in Jobs, die keine große Wertschöpfung haben, z.B. Reinigungskräfte oder Sicherheitspersonal. Dann kommt der Staat und sagt: Du musst den Arbeitnehmern mindestens so und so viel bezahlen, unabhängig davon, was sie dem Unternehmen bringen. Jetzt hat der Unternehmer folgende Wahl: Entweder, er behält den Arbeitnehmer und zahlt ihm mehr, als dieser dem Unternehmen einbringt. Dann kann das Unternehmen langfristig nicht rentabel arbeiten und es muss mit der Zeit noch mehr Stellen abbauen, nur um am Anfang einen scheinbar sozialen Arbeitsplatz zu halten. Wenn ein Unternehmen also nach wirtschaftlichen Maßstäben arbeitet, ist das langfristig auch im Interesse der anderen Arbeitnehmer. Unabhängig davon hat das Unternehmen auch gar keine Wahl, da es im Wettbewerb bestehen muss. Ganz im Gegensatz zum Staat: Der kann nämlich Geld ausgeben, ohne selbst welches zu erwirtschaften und ist gerade dazu da, in solchen Bereichen einzuschreiten.
Fazit: Pauschale Mindestlöhne vernichten Jobs, weil Unternehmen unrentable Stellen schlichtweg nicht halten können. Dafür hat nur die Politik die Mittel.
4. Wo genau sind Mindestlöhne eigentlich nochmal relevant? Nehmen wir wieder das Beispiel der Billigfrisöre: Hier gehen doch nur Menschen hin, die nicht besonders zahlungskräftig sind. Das heißt, wenn Mindestlöhne die Arbeit teurer machen - und damit am Ende natürlich auch die Preise erhöhen - dann tun sie das in genau den Bereichen, wo es die sozial Schwachen trifft. Der Starfrisör Udo Waltz zahlt seinen Mitarbeiten mit Sicherheit weit mehr als den Mindestlohn. Das heißt teurer wird es nur für die Billigfrisöre, die die Kostensteigerung dann eben an ihre Kunden weitergeben. Und genau die können es sich eben nicht leisten, für einen Haarschnitt mehr als 15€ zu zahlen.
Fazit: Der Mindestlohn ist nur oberflächlich sozial. Im zweiten Schritt trifft er gerade die Schwachen.
5. Was passiert eigentlich mit Branchen, in denen die Lohnuntergrenze aktuell bei 8,-€ ist? Die Arbeitgeber wären doch blöd, wenn sie nicht sagen: Hey, die Regierung sagt doch, 7,50€ sind sozial genug: in Zukunft bekommt ihr weniger.
Fazit: Der Mindestlohn erhöht die Lohnuntergrenze nur in manchen Branchen. In anderen wird er die Löhne reduzieren.

Mein Gesamtfazit ist daher: Der pauschale, flächendeckende Mindestlohn ist ein populistisches Getue, das weder wirtschaftlich vernünftig, noch sozial gerecht ist. Lohndumping ist schlecht und muss verhindert werden. Aber dazu braucht es schlaue Lösungen. Und die haben offensichtlich weder die SPD, noch die Grünen und schon gar nicht die Linke.

Auf geht’s ihr Rothäute und Grünschnäbel - schießt zurück!

Montagsvideo #88 Dann eben Werbung…

Wenn schon das Spitzentreffen der Politik beim TV-Duell gestern nicht explosiv genug war, um hier visuell zitiert zu werden, müssen wir eben mal wieder auf das Spitzentreffen der Werbung zurückgreifen, um ein würdiges Montagsvideo zu bieten. Daher: Hier ein paar Gewinner des Werbefestivals in Cannes:
EDIT: Aufmerksame Leser haben gezeigt: Die Videos gab’s schonmal. Jetzt gibt’s neue:

Nachdem ich aber gestern beim TV-Duell innerlich Wutanfälle bekommen habe, muss ich dazu morgen auch noch was loswerden! Für euch gilt deshalb: Zurückkehren und Zurückschießen! Besonders für Jan ;-)

Im Regen stehen…

Wir stehen im Regen und es prasselt Arbeit auf uns nieder.

im Regen stehen

Grrr. Schon vor knapp einem Monat habe ich lauthals die Semesterferien proklamiert… Hm, zu früh gefreut: Die Hausarbeiten entpuppen sich als wahre Zeitkiller. Im Moment kommt’s härter denn je und deshalb finden wir auch wenig Zeit zu bloggen. Aber immerhin wollen wir aus alten Fehlern lernen und es ankündigen, dass wir diese Woche nicht wirklich zum Bloggen kommen werden. Das hatten wir uns nämlich beim Blogjubiläum vorgenommen. Für die Durststrecke verweise ich immer gerne auf die “Beiträge vor 1 Jahr” links oben in der Spalte. Und die Zeit vor einem Jahr war spannend: Da haben wir gerade ein neues Leben in NY angefangen und hatten neben einigem Frust auch jeden Grund, dankbar zu sein.

Montagsvideo #87 Heimat Erde

Jeder, der auch nur ein kleines bisschen empfänglich ist für die Ästhetik der Natur, wird bei diesen Aufnahmen mit offenem Mund vor dem Bildschirm sitzen. Und jeder, der auch nur ein kleines bisschen ökologisches Bewusstsein hat, wird anschließend ebenfalls den Mund aufmachen…
In einem einmaligen Projekt hat Yann Arthus-Bertrand einen Film produziert, der mit Luftaufnahmen aus 54 Ländern in beeindruckender Weise gleichzeitig die Schönheit der Erde und die Hässlichkeit ihrer Ausbeutung zeigt.

Die Bilder im Film sind wunderschön. Die Zahlen erschreckend:

20% der Weltbevölkerung verbrauchen 80% der Ressourcen. Die Rüstungsausgaben betragen das 12-fache der weltweiten Entwicklungshilfe. Jedes Jahr werden 13 Millionen Hektar Wald vernichtet. In den letzten 40 Jahren hat die Eisschicht der Pole 40% ihrer Stärke verloren. 2050 könnte es bis zu 200 Millionen Klimaflüchtlinge geben.

Obwohl die Produktion aufwendig und teuer war, ist der Film in voller Länge kostenlos auf youtube zu sehen (15 Teile). Wer die Zeit hat oder ohnehin einen Videoabend geplant hat: Für mich waren es besondere eineinhalb Stunden:

Ob 4 Milliarden oder 4 Tausend Jahre, ob Evolution oder Schöpfung - das alles sei jetzt mal dahingestellt. Das Projekt ist jedenfalls sehens- und bemerkenswert. Mehr dazu gibt’s auf der HOME-Website.

Kaffeekränzchen

Kaffee & Kuchen

Ähäm. Leichte Funkstille hier in den letzten Tagen. Buuu. Aber gut, eine Ausrede hab’ ich ja: Ich hatte Geburtstag. Und dazu gab’s ein Kaffeekränzchen - wie (un)schwer zu erkennen samt Gebrüder Hofmann. Und zwischendurch: Hausarbeit, Wohnung verschönern, im Regen stehen, letzte Sommertage genießen  undsoweiterundsofort. Am Wochenende nehmen wir uns dann auch mal wieder Zeit, darüber ein paar mehr Worte zu verlieren. Bestimmt. Nur den Glauben nicht verlieren!