Ist Wissenschaft, was Wissen schafft?

Mein letztes Uni-Projekt für das auslaufende Semester ist eine Hausarbeit zum Thema Social Media. Da passt folgende Präsentation doch ganz gut:
(EDIT: Sh*t, die sagen ganz schön oft F**k, sorry)


(via Johannes)

Da ich diese Materie sau spannend finde, habe ich mich über die letzten Jahre damit stark auseinandergesetzt. Einmal privat (über den Blog etc), aber auch wissenschaftlich, indem ich marketing- und medienwissenschaftliche Kurse zum Thema besucht habe. Ich finde daher, dass ich durchaus schon ein bisschen Ahnung vom Thema habe. Und jetzt kommt doch glatt mein Lehrstuhl und sagt “Im Rahmen einer Seminararbeit ihm Wahlfach Marketing halten wir das Einbringen eigener Erkenntnisse für nicht angemessen. Bitte beschränken Sie sich auf die Reproduktion wissenschaftlicher Literatur!” WAAAAS?!?! Für was studiere ich denn an einer Uni? Geht’s hier nur um stumpfes Wiedergeben, oder darum vom Bekannten ausgehend neue Erkenntnisse zu gewinnen? Für mich ist Wissenschaft, was Wissen schafft. Alles andere ist Kindergarten. Wie seht ihr das?

3 Responses to “Ist Wissenschaft, was Wissen schafft?”


  1. 1 sandra

    HAAAAhAAA, ich wandle auf dem schmalen grad der “HabIchDochGesagt”-Selbstbetroffenheit. Kindergarten, dieser Lehrstuhl! Meine Worte! Und woran liegts? Die Damen und Herren Wirtschaftswissenschaften sind völlig überlastet von den Studentenmassen. Daher bedeutet Individualität Gefahr (Prüfung könnte ja länger dauern) und der Standard wünschenswert. In kleineren Studiengängen würden sie deine Idee mit Handkuss nehmen. Ach, das ärgert mich! Wo bliebt denn da die Eigenarbeit?
    Jemand sollte einen Nachruf schreiben, auf das universitäre Heureka.

    PS: Hab mit Moni gesprochen, haben ein schlechtes Gewissen wegen der Frühstücksabsage. Hoffen, du nimmst es uns nicht allzu übel.

    Ach, worüber ich mich heute auch noch aufrege, es passt zum Thema: Wieso halten es gestandene Firmen eigentlich nicht mehr für nötig, ordentliche Absagen zu erteilen? Wie bekommt ein Freund eine Jobzusage und erhält dann weder die versprochenen Unterlagen, noch Antwort auf seine Schreiben? Wie anmaßend kann ein großes deutsches Unternehmen sein, mich 4 Wochen lang hinzuhalten um eine Personalentscheidung um einen studentischen Aushilfsjob zu fällen? Wie unsouverän ist es, Praktikastellen zu versprechen und dann einfach nicht zu antworten? Ich höre das grad dauernd. Was ist los mit der Wirtschaft? Ist mit der Krise auch das Rückgrad flöten gegangen? Kann man nicht mal mehr anständig absagen? Wenn sie schon dauernd Rückzieher machen? Unsouverän! Unprofessionell! Alles muss man selber machen. Besser.

    Erboste Grüße
    *

  2. 2 Domi

    Hehe Sandra, ich kenne niemanden, der sich so symphatisch aufregen kann wie du! Einfach herrlich. Á propos: Es hat jemand einen Nachruf geschrieben auf das universitäre Heureka, sogar an unserer Uni. Da hat nämlich ein Prof aus Protest gegen die aktuelle Entwicklung an deutschen Hochschulen seinen Lehrstuhl geräumt! Check it out:
    http://www.faz.net/s/RubC3FFBF288EDC421F93E22EFA74003C4D/Doc~E55AD24DD2C5E472A84CA69FCBA13D3ED~ATpl~Ecommon~Scontent.html

  3. 3 Domi

    Das Protestschreiben in der Kurzversion eines Interviews gibt’s beim Spiegel:
    http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/0,1518,620295,00.html

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