Ich habe eine dumme Mädchensache gemacht. Am Samstag (beim Shoppen für eine feine, norwegische Hochzeit) habe ich mich in ein Kleid verliebt, dass in vielerlei Hinsicht un-passend war. Und es direkt gekauft. So wie jedes gute Mädchen es gemacht hätte. Und so sah’s aus:
Mehr ein Projekt, als ein Kleid. Und ein schöner Grund die Nähmaschine mal wieder hervor zu holen. Die quietscht nämlich schon wieder vor lauter Staub…
Bespitzelt hab ich mein Kleid. Und so sieht’s jetzt aus:
Oh, ich freu mich auf die Hochzeit! Und auf Norwegen!
09:00-21:00 Lernen
21:00-21:05 Bloggen
21:05-Ende Geburtstag von Shahram
…blogge ich heute in gebotener Kürze. Ist aber auch gar nicht weiter schlimm, da sich meine Begeisterung für folgende Band auch dann nicht in Worte fassen lassen würde, wenn ich mir mehr Zeit dafür nehmen würde: SWITCHFOOT gehört schon seit Jahren zu meinen persönlichen Favoriten - und sie machen mit jedem Album mehr Spaß. Die Musiker der kalifornischen Alternative-Band sind Christen, aber keine christliche Band, stellen Fragen, statt zu antworten und rocken, statt Pop zu machen ;-)
Und außerdem geben sie mit ihrem Video-Podcast regelmäßig einen nüchternen Einblick in ihr erstaunlich bodenständiges Leben. Mittlerweile gibt’s schon 41 Ausgaben, hier nur eine davon:
An das obige Musikvideo musste ich auch denken, als Bini und ich letztens von einem Freund zu einem Musikvideo-Shooting im alten Zollamt am Schiersteiner Hafen eingeladen wurden. Aber davon später mehr…
In New York sind Bini und ich endgültig dem Leben in Cafés verfallen. Einer der Hauptschauplätze unserer 7 Monate dort war das Postmark Café, das wir hier schonmal erwähnt, bebildert und sogar verfilmt haben. Wie dem auch sei, zurück in Wiesbaden fiel uns die Trennung vom Heimat-Café echt nicht leicht - es war in Laufnähe, hatte eine tolle Atmosphäre und guten Kaffee: alles, was ein Café braucht. Deshalb waren wir leicht perspektivlos, als wir wieder in Wiesbaden angekommen sind. Doch offensichtlich war da mal wieder jemand umsichtig… Denn während wir in NY waren, hat in Wiesbaden das Molino aufgemacht:
Ein schmuckes Café mit leckeren Bio-Heißgetränken, netter Einrichtung und -vor allem- einem traumhaften Innenhof. Und das alles in Laufnähe zu uns, direkt am Luisenforum an der Schwalbacher-Straße Ecke Rheinstraße.
Auf jeden Fall der perfekte Aufenthaltsort für ein nettes Frühstück an einem sonnigen Wochenende. Oder auch als alternative zum Lernen in der grauen Uni-Bib.
…macht noch keinen Sommer. Aber sie hilft, ihn anständig zu genießen:
Wir haben uns eine alte DDR-Maschine gekauft. Eine 82er Simson Schwalbe in Saharagelb. Nach wochenlanger Suche hat der Joe (mein Held!) den Glücksgriff getan, sodass wir letzten Montag ins Saarland gefahren sind und das Schmuckstück in einem einmaligen Angebot eingesackt haben. Das schöne Teil steht jetzt, ganz stilecht, direkt neben der gelben Telefonzelle und fühlt sich wohl. Herrlich. Ab jetzt werden der Joe und ich auf unseren Schwalben durch Wiesbadens Straßen fliegen.
Ach ja: Mittlerweile dürften ja alle mitbekommen haben, dass wir zur Zeit ziemlich im Semesterendspurt stecken. Deshalb hatte ich letzte Woche entschlossen, meinem Zeitbudget angepasst einfach öfter mal kurz zu bloggen. Und weil ich ganz und gar erstaunt, was neben dem Lernen in den letzten 2 Wochen doch noch so alles gelaufen ist, werde ich die nächsten Tage in der auch hier verwendeten Kurzform öfter mal darüber berichten.
Mal wieder ein Beitrag von der Bildungsfront: in meinem Seminar “Jugend und Gewalt” halte ich morgen ein Referat über Präventions- und Lösungsstrategien für Jugendgewalt. Mein Part geht um schooltalks, eine Initiative in Berlin, von der ich echt begeistert bin! Die Idee in 3 Sätzen: in krassen Vierteln krassen Kids mit krassen Vorbildern einen Weg ins Leben zeigen. Krasse Vorbilder heißen z.B. Tim Raue, früher in der kriminellsten Jugendbande Kreuzbergs, heute gefeierter Sternekoch. Der redet zu den Kids von Rütli-Schule &Co nicht von oben herab (trotz allen Erfolgs), sondern auf Augenhöhe. Oh, die 3 Sätze sind rum. Schlußwort: geil.
Gründer des Ganzen ist Prime Lee, der früher Sprayer war, Spraydosen geklaut und Züge besprüht hat und heute für die Verkehrsmittelbetriebe als Markenarchitekt unterwegs ist. Ironie der Biographie (haha). Mehr darüber unter schooltalks-berlin.blogspot.com.
Ach ja, außer dem Referat geb ich noch ‘ne Hausarbeit ab und schreib ‘ne Klausur. UND: feier meinen allerletzten Vorlesungs-Uni-Tag!
Hehe, war gerade mal wieder auf diesem Uni-Klo zu Gast:
Ich muss jedes Mal lachen… Wie meine werte Dame bereits berichtete, verdichtet sich der Lernaufwand momentan. Und weil wir dann zum Ausgleich abends dann unbedingt schöne Dinge fernab von Computern machen müssen (oder lästige Pflichten erledigen), schrumpft die Zeit zum Schreiben dahin.
Damit hier auf dem Blog aber auch in den nächsten Wochen noch was geht, fasse ich einen schnellen Entschluss: Bevor ich gar nicht blogge, blogge ich lieber kurz. Dann werden eben kleine, feine Blogeinträge gemacht. Ein paar Worte hier, ein kleines Bild da, ein netter Link - ja, so wird’s gemacht.
Lieber vernachlässigter Blogleser,
wie Hofmann 2008 in seinem Beitrag über den Horizont des Lernenden herausstellte, ist das gleichzeitige Pflegen eines blogs und einer wissenschaftlichen Arbeit auf anspruchsvollem Niveau von suboptimalen Umständen gekennzeichnet. Dies belegt auch der aktuelle Forschungsstand. Auf domiundbini-wissenschaftlicher Seite besteht neben pathologischer Zeitverknappung auch Hoffnung auf die empirisch noch zu untermauernde These des verständnisvollen Bloglesers. Für gutes Zureden, Zuwendungen und Zeichen der Verbundenheit sind Bini et al dankbar und verbleiben mit den kollegialen Grüßen,
[unter Berücksichtigung der Knappheit zeitlicher Ressourcen: zeitlos schön]
-es ist der Tag, an dem der Domi eine Zecke beim Arzt lassen musste.
-es ist der Tag an dem Domi und Bini 9 Jahre ein Paar sind.
-es ist der Tag, an dem der Abi seinen Wohnungsschlüssel bekam (und uns gleich einen nachmachte -juhu!)
-es ist der Tag, an dem eine motorisierte Herrlichkeit in unser Leben trat.
-und es gab gerade noch rechtzeitig ein Montagsvideo:
Oh, besonders der Schluß ist schööön… (wenn auch sonst ‘n bißchen ecklig. Naja, der Zecke hätt’s gefallen…)
Darf ich vorstellen: Das ist mein Hut. Und der Typ direkt darunter, das ist Abi.
Abi ist ein Freund von uns. Ein ziemlich guter.
Und weil wir so gute Freunde sind, der Abi und ich, teilen wir. Einiges. Wir teilen Hüte, wir teilen Freunde und wir teilen Leidenschaften - zum Beispiel die für spanisches Essen, Aperitiv und gute Musik (wobei wir von letzterem unterschiedliche Auffassungen haben).
Seid Neuestem aber, und das sind die big news, teilen wir auch ein Haus! Ja richtig, Abi ist heute mit einem groooßen Auto in der Albrechtstraße vorgefahren und hat all seine Sachen in ins Haus getragen. Denn er zieht hier ein. Bei Domi und Bini im Haus. Albrecht zieht in die Albrechtstraße - “comme il doit”. So, wie es sein sollte. Jetzt hat er also dieselbe Adresse und muss seine Post lediglich 2 Stockwerke höher tragen als wir. Wir teilen ein Haus. Das wird lustig:
Hach ja, tolle Sache. In New York hatten wir nämlich das Glück, nah an guten Freunden zu leben. Und wir haben gefallen daran gefunden. Ruckzuck war der Entschluss gefasst: Das wollen wir auch in Deutschland. Die Freunde freuten sich auch über diese Nachricht. Und empfanden ähnlich. Einfach nur geil, dass der erste Schritt in die Richtung jetzt gegangen ist!
Lieber Abi, ich teile gerne und viel mit dir. Nur eines muss klar sein: Bei der Bini ist Schluss.
Neulich meinte der Domi, dass ich beim letzten Friseureinsatz an seiner Mähne zu viele Locken um den Ohrbereich verschont habe. Ich entgegnete, dass ich sie ihm gerne abschneide -und direkt an die Oberlippe klebe. Das haben wir dann heute gemacht -was ein schwieriges Unterfangen und ein Mordsspaß war. Die Locken sind total leicht wieder abgefallen, darum durfte man unter keinen Umständen lachen. Und das war eigentlich unmöglich… ;)
Hach, ich glaube man braucht sowas, wenn sich Klausuren, Referate und Hausarbeiten so aufblasen… Wir haben es geschafft ein Foto ohne Lachen zu machen. Dann schaffen wir alles andere mit links.
eigentlich sollte man allen Friseuren, die sich "Modefriseur" nennen, die Worte "aus der" vor den Namen setzen // freelancers in NY are serious about calling their favorite coffee shop 'office' and the customer next to them 'co-worker' // even German candies taste different in the States, Nutella for example is made of skim milk and tastes like crap // gumboots are the latest thing in NYC fashion, the hippest model goes for $120 and girls are crazy about them // Las Vegas is like Times Square, just as big as a city and a little more crazy // since 9/11 there are regular announcements in the subway to always stay alert - that feels strange // winter in NYC is extremely cold and temperatures change within a day from -10°C to 10°C // people usually don't have washing mashines here so laundromats are all over the place // alcoholic beverages are insanely expensive here - a beer is between 5 and 8 Dollars at least // Valentine's day isn't only for your valentine in the States, people write cards to anyone they like // some do, but most people don't move to NYC for lifestyle reasons but for job-opportunities, i.e. in the creative area // German milk cartons are too small, one gallon of milk is perfectly right // Americans don't use many signs to offer directions, they prefer getting lost every once in a while // many standards in Germany are very high // one in a thousand examples is the public winterservice that makes pedestrian walks accessible very fast // another example is the cleaness of public places, restrooms and official buildings // Americans still use checks for most regular payings like rent, insurance etc // the food over here makes my skin worse // even Americans as a nation have self-doubts // living abroad helps you getting to know your own country // many stereotypes about Germans are mostly true: in comparison we´re perfectionists, over-organized and good engineers // public bathrooms in Germany are in a very good shape // commuters in NYC´s subways and busses are as silent as those in Germany // there are no seperate bathrooms for women and men in the States // American toilets are always full of water which has some serios disadvantages // the service in German restaurants is very good // there´s always the sound of police sirens in NYC // Brooklyn is the real New York // black guys love singing in the subway // NYC is very european // grocery shopping is twice as expensive as in Germany // electricity isn´t that stable here // Americans make no secret out of their political preference // in many neighborhoods of NYC white people are the absolut minority // over here rich poeple are richer and poor people are poorer // things are more extrem in the States // Americans use the horns of their cars pretty often // it´s hard to find a McCain supporter in NY // New Yorkers have way more electronic devices and gadgets than Germans do // subways drive 24 hours a day // we´re definately spending too much money in cafés // there are definitaly too many nice cafés in NY // they always serve free iced-water in restaurants and bars // many Americans don´t have health insurance // there´s no smog in Manhatten because of the rivers around the city //
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