Es wird Zeit, meinen Vorsatz umzusetzen: Als Bini und ich aus New York zurückgekommen sind, hatten wir neben aller Vorfreude auch eine Angst: Dass der Horizont, das Lebensgefühl und der ganze Drive aus NY ziemlich schnell im Alltag versacken könnten. In NY war es schließlich einfach gewesen, Neues zu wagen, motiviert & inspiriert zu bleiben und sich vom Puls der Stadt mitreißen zu lassen. Aber wir hatten so unsere Sorge, ob das auch funktioniert, wenn wir zurück im ‘alten’ Umfeld sind.
Deshalb habe ich in NY zum Teil sehr gezielt daran gearbeitet, persönlich vorwärts zu kommen. Ein Teil davon war die Interview-Reihe, von der ich hier zwar schon ab und zu, aber viel zu oberflächlich berichtet habe, ‘Concepts of Life’

Kurz gesagt ging es darum, mit ein paar handverlesenen Kerlen zu sprechen, die beruflich und persönlich einen Weg hingelegt haben, der für mich erstrebenswert ist. Ich wollte schauen, ob es einen roten Faden gibt bei den Männern, die für mich Vorbilder sind; Grundwerte, die sie verbinden oder sowas wie Erfolgsprinzipien. Die wollte ich dann auf mich anwenden und mich fragen, wie ich das konkret umsetzen kann. [Anmerkung: Die Interviews werde ich übrigens in irgendeiner Weise nochmal aufbereiten, das steht nur etwas hinten an]
Einer dieser Herren war Josh Fulmer, ein junger Outdoor-Journalist, der zum Beispiel für das Men’s Journal und die National Geographic schreibt.




Einer der spannendsten Aspekte unseres Gesprächs war seine Antwort auf meine Frage: Glaubst du eher, Gott hat einen festen Plan für dein Leben und du sollst ihn herausfinden und ihm folgen oder triffst du eher die Entscheidungen und Gott segnet diese? Seine Antwort war sinngemäß:
Es muss ausgewogen sein: Es ist wichtig, nach Gottes Wille und seiner Führung zu suchen und das tue ich viel zu wenig. Aber Gott gibt dir auch Talente und Möglichkeiten, die dir in’s Gesicht schauen und bereits seine Führung sein können. Gott will, dass du auch mal das Risiko eingehst und losläufst, dann wird er dich auf halbem Weg treffen.
Jetzt sind Bini und ich seit genau 2 Monaten zurück und stehen vor genau dieser Situation: Es sieht so aus, als biete sich im Moment die Möglichkeit, hier in Wiesbaden genau die Dinge weiterzuführen, die uns in New York so wichtig geworden sind. Unsere Talente und die unserer Freunde zusammengenommen könnten wir einige tolle Dinge anstoßen. Aber ist das gerade dran? Verlieren wir hinter all dem Enthusiasmus Gott aus den Augen? Oder kommt gerade der von Gott?
Ich fühle mich gerade so, als ob Gott mir einen kompletten Werkzeugkasten vor die Füße legt. Nur sagt er nichts dazu. Er sagt weder ‘Leg los!” noch “Bau was schönes!”. Er sagt einfach nichts. Und ich steh da und weiß nicht, ob ich mit Hammer und Säge jemanden verletzen würde. Ich hab total Lust loszulegen. Nur möchte ich sicher sein, dass es auch Gottes Wille ist und nicht nur meiner. Wie geht das?
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