In einem Seminar an der Uni ist mir neulich dieses Video begegnet. In einem Gefängnis auf den Philippinen tanzen 1600 Häftlinge im Innenhof. Eine ungewöhnliche Idee vom Gefängnisdirektor: es gibt 5 Mal die Woche Tanzunterricht -und es ist ein voller Erfolg!
Am Sonntag haben der weltbeste Mann und ich einen Heimgottesdienst veranstaltet. Mit Kaffee und Decke aufm Sofa, den weisen Worten vom Stefan aus dem icf-Berlin über einen Predigt-podcast lauschen und Gott-Zeit genießen. Sehr gut. Da weise Worte dummerweise schneller aus dem Hirn verfliegen, als ich will, habe ich in ein neues Moleskin-Notizbuch geschrieben. Es ging darum, dass verschiedene Menschen verschieden Zugänge zu Gott haben, also wie man im Alltag einen Weg zu Gott findet und ihn erlebt. Mit dabei war “Anbetung”, wo man ja schnell an Lieder singen oder eben beten denkt -aber das bezieht sich auch auf Kreativität. Und ich finde es sooo geil Gott durch Kreativität an zu beten, etwas Schönes zu machen und mich ihm nah zu fühlen, ihn zu erleben. Hm, sehr geil. Da hab ich direkt Lust bekommen das um zu setzen und schließlich musste das neue Buch ja auch aufgehübscht werden… Also hatte ich eine schöne kreativ-Zeit mit Gott und herausgekommen ist das:
Das zu machen war in vielerlei Hinsicht schön: ich hab endlich mal wieder am Schreibtisch gewerkelt (und nicht Uni Texte gelesen), ich hatte eine echt schöne Zeit mit Gott, ich habe was ganz Neues ausprobiert (juhuu!) und es ist auch noch schön geworden. Ahh, herrlich. Eine super Sache so in die neue Woche zu starten…
Eine kreativ-anbetende Bini
P.S. Auch wenn in der Predigt nicht viel bahnbrechend Neues war, hat es sau gut getan mal wieder zu überlegen: wie und wo begegnet mir Gott? Nicht so sehr wenn ich allein und still bin (puh, da bin ich immer so abgelenkt..) Aber in Kreativität, beim joggen, mit Freunden…
P.P.S. Was sind deine Wege mit Gott (wenn du welche hast)? Die Denkanstoß-Predigt vom Stefan ist hier oder direkt auf der website unter “das 1. Element: Hören”.
Ich sitze gerade in einer Publizistik-Vorlesung zum Thema Medienwirkung. Heute geht’s um Innovations-Forschung. Ein paar Fragen dabei sind zum Beispiel, wie sich Innovationen in der Bevölkerung verbreiten oder welche Auswirkungen sie auf das Denken, die Einstellung und das Handeln der Menschen haben.
Genau mein Thema also, ich liebe Innovation! Allem, was aus der Ferne auch nur den Anschein von Innovation hat, stehe ich erstmal aufgeschlossen gegenüber und stürze mich mit freudiger Erwartung auf verfügbare Infos, um das aufregende Neue kennenzulernen. So unschuldig sich dieser Wissensdurst anhören mag, er hat mich schon des öfteren in Schwierigkeiten gebracht. Und zwar mit meiner sehr viel besseren Hälfte. Diese nämlich mag das Leben so, wie sie es kennt, und steht Innovation deshalb immer erstmal skeptisch gegenüber (was Technologie angeht). Da wird das Neue gefühlsmäßig erstmal als Bedrohung des Bewährten & als Schnickschnack wahrgenommen… Aber ich schweife ab.
Im Rahmen der Vorlesung habe ich mich auf jeden Fall gefragt, wie das bei mir persönlich aussieht. Die Bilanz: wie mein Leben durch technologische Innovation im Gegensatz zur Generation vor mir verändert wurde ist unfassbar! Allein zwischen der Realität meiner Elterngeneration und meiner sind solch entscheidende Unterschiede, dass sich der Alltag und die Möglichkeiten darin grundlegend geändert haben. Dabei hatte man wohl damals schon gedacht, so ziemlich alle großen Erfindungen seien zumindest rudimentär vorhanden und würden in Zukunft lediglich weiterentwickelt…
Hm, wie das Leben so ist: ich muss los in die Uni - wir besuchen heute, war ja klar, ein Technologie-Unternehmen in Limburg. Es widerstrebt mir zwar, jetzt aufzuhören, aber vielleicht bekomme ich in Limburg ja noch ein paar weitere Impulse. Das Thema Innovation werde ich auf jeden Fall noch mit praktischen Beispielen fortführen!
Wenn sich zwei Freunde begegnen, ist das immer eine gute Sache - so auch heute: Unsere beiden alten Bekannten Stop-Motion nd Post-it gben sich die Ehre. Und sie passen ganz gut zusammen, wie ich finde:
Im Rahmen unserer Weltverschönerungsoffensive musste die Küche nochmal ran. Die Wand war kahl -der Mann handelte. (die Frau stand nur da und fotografierte. Perfekte Arbeitsteilung:))
Meine Lieblingsstelle: der gekonnte Griff an den Vorratsschrank -Schokoriegel sind beim Arbeiten unersetzlich.. ;)
Jaja, der Mann ergeht sich in Demos und anderen politischen Herrlichkeiten, die Frau schreibt nur über Hochzeiten. Aber es war auch eine wirklich schöne, am Samstag. Schönes Brautpaar, schönes Wetter, schöne Fotobedingungen. Aber zu viel kann ich hier ja nicht zeigen, bevor die 2 nicht aus den Flitterwochen zurück sind…
Nach der schönen Hochzeit ging der Alltagsstress hier tüchtig weiter. Davon habe ich zu viel im Moment. Uni und Arbeit rauben mehr Zeit und Kraft, als erlaubt ist, finde ich. Hhm, von meinem Job (in einer klitzekleinen Mainzer Werbeagentur) habe ich noch gar nicht erzählt… den hat Gott mir kurz nach NY in den Schoß fallen lassen -und er passt perfekt im Moment. Nur leider kostet es mehr Zeit, als ich mag…
Was immer hilft: gute Freunde, die für einen einspringen (wie hier im Bild). ;) hihi…
Eine etwas-überlastete Bini
P.S. Nochwas: ich wäre ja auch gerne demonstrieren gegangen, wie mein Mann. Ich bin nämlich der Meinung, dass man als richtiger und ordentlicher Student wenigstens einmal im Leben demonstriert haben muss. Gegen irgendwas. Umso besser, wenn es auch noch ein wichtiges Thema ist. Aber ich musste arbeiten, also wieder nix. Mist.
“Aufstand der Wissbegierigen”, so nennt die Tagesschau den bundesweiten Bildungsstreik, der heute beginnt. An Unis, FHs und Schulen im ganzen Land wird die ganze Woche lang bestreikt, besetzt & boykottiert. Die Linken haben dazu zwar nicht das beste politische Programm, aber das beste Video:
Ich selbst studiere noch auf die guten, ‘alten’ Abschlüsse Diplom und Magister. Das Studium ist für mich zur wertvollen Zeit der persönlichen Bildung geworden. Bildung im Sinne von Wissen anhäufen - klar. Aber das Pauken von Lerninhalten ist nur ein (geringer) Teil dessen, was Bildung ausmacht und wertvoll macht. Doch was momentan an Hochschulen und Schulen passiert, blendet alle anderen Aspekte von Bildung aus:
Während des Studiums lerne ich, Sachverhalte kritisch zu prüfen und nicht nur zu schlucken, was ich vorgesetzt bekomme - ich bilde meineMeinung. In anderen Worten: Ich lerne nicht nur, was ich denken soll, sondern wie denken funktioniert. Ich setze mich auseinander mit mir und der Welt und bilde meinen Charakter. Ich organisiere mein Studium und mein Leben selbst und bilde Organisationstalent. Ich bin persönlich dafür verantwortlich, mein Studium auf die Reihe zu kriegen und bilde Verantwortungsbewusstsein. Ich habe Zeit, mich neben dem Studium auch mit anderen Dingen zu beschäftigen - Interessen, soziales Engagement, Allgemeinbildung. Und zusätzlich erlaubt mir das System eine Auszeit, in der ich mal rauskommen und einen breiteren Horizont bilden kann.
Mit der Rationalisierung im Bildungssektor aber werden Hochschulen und Schulen zur Wissensfabrik, die nichts weiter tun als effizient anwendbares Wissen zu vermitteln. So auch der Bologna-Prozess: Das Studium wird kürzer, der Stundenplan vorgegeben und in jeder Veranstaltung ist ein Leistungsnachweis zu erbringen. Keine Zeit, sich über die Uni hinaus zu engagieren, ins Ausland zu gehen oder in mehrere Studiengänge reinzuschauen. Der Student hat wenig Verantwortung, aber auch wenig Freiheit. Deshalb lernt er auch nicht, damit umzugehen. Bologna heißt für mich reine Wissensvermittlung - und das hat mit Bildung so viel zu tun wie ein Backstein mit dem Mainzer Dom.
Die Ziele des Bologna-Prozesses bzw. der Umstellung auf Bachelor und Master mögen gut sein. Aber an der Umsetzung hapert es gewaltig und es muss stark nachgebessert werden. Mich selbst betrifft es eigentlich nicht mehr, aber alle, die nach mir zu studieren begonnen haben oder deren Kinder noch durch unser Bildungssystem müssen, sollten sich zuerst informieren und dann auf die Barikaden gehen.
Für alle Interessierten: Ein Prof hier aus Mainz hat aus Protest seinen Lehrstuhl geräumt und sein Protestschreiben in der FAZ veröffentlicht. Der Artikel heißt “Warum ich meinen Lehrstuhl räume” und beinhaltet so ziemlich alles, was zu dem Thema wichtig ist. Für alle Wissbegierigen: Wie man selbst für gute Bildung ‘aufstehen kann’ erfahrt ihr unter bildungsstreik2009.de - und am Mittwoch um 10 ist die große Bildungsdemo am Mainzer Hauptbahnhof!
Au backe. Wir sollten ja sowas von bloggen… Wollten wir auch. Aber heute steht die Hochzeiterei von Freunden an - ergo: keine Zeit. Da können wir unseren Werten Lesern nur den Blick in die Annalen der Geschichte anbieten. Genau vor einem Jahr hatte ich nämlich meinen ersten und einzigen und letzten Starbucks Gig - und meine Dame hat dazu ein paar sehr witzige Einträge verfasst. Seht selbst. Wichtig: von unten nach oben lesen!
Es gibt wieder neues von der Weltverschönerungsfront: Im aktuellen Heimatverschönerungsprojekt haben wir uns nämlich endlich dem letzten “Schandfleck” unserer Wohnung gewidmet: dem Flur. Eines freien Freitags kam uns ziemlich spontan eine hübsche Idee dazu. Ohne langes Zögern stiegen wir in unserem jugendlichen Leichtsinn ins Auto, um die nötigen Besorgungen zu machen. Am Ende war’s dann zwar weder günstig noch einfach. Doch ehrlich gesagt, bin ich schon ein kleines bisschen stolz auf das Ergebnis. Und auf die Idee. Und die Umsetzung. Hehe. Nicht jedermanns Sache, aber ich find’s toll:
Hängt im Flur und hat Haken - was kann das wohl sein? Unsere neue Garderobe. Mein höchst-subjektives Fazit: Ein Bild von einer Garderobe. Passt auch wunderbar zu dem Oma-Zeitungsständer, den wir second hand gekauft und in neuer Farbe zum Schuhregal umfunktioniert haben. Beweisbilder gibt’s hier:
Alle, die ein so eigenartiges Ding ihr Eigen nennen möchten, überweisen mir einfach eine dreistellige Summe im mittleren Bereich und gedulden sich, oder schauen sich bei Flickr die “Do it yourself-Bilder” an.
Zugehörige Beiträge (die stehen übrigens sonst in der linken Spalte oben):
eigentlich sollte man allen Friseuren, die sich "Modefriseur" nennen, die Worte "aus der" vor den Namen setzen // freelancers in NY are serious about calling their favorite coffee shop 'office' and the customer next to them 'co-worker' // even German candies taste different in the States, Nutella for example is made of skim milk and tastes like crap // gumboots are the latest thing in NYC fashion, the hippest model goes for $120 and girls are crazy about them // Las Vegas is like Times Square, just as big as a city and a little more crazy // since 9/11 there are regular announcements in the subway to always stay alert - that feels strange // winter in NYC is extremely cold and temperatures change within a day from -10°C to 10°C // people usually don't have washing mashines here so laundromats are all over the place // alcoholic beverages are insanely expensive here - a beer is between 5 and 8 Dollars at least // Valentine's day isn't only for your valentine in the States, people write cards to anyone they like // some do, but most people don't move to NYC for lifestyle reasons but for job-opportunities, i.e. in the creative area // German milk cartons are too small, one gallon of milk is perfectly right // Americans don't use many signs to offer directions, they prefer getting lost every once in a while // many standards in Germany are very high // one in a thousand examples is the public winterservice that makes pedestrian walks accessible very fast // another example is the cleaness of public places, restrooms and official buildings // Americans still use checks for most regular payings like rent, insurance etc // the food over here makes my skin worse // even Americans as a nation have self-doubts // living abroad helps you getting to know your own country // many stereotypes about Germans are mostly true: in comparison we´re perfectionists, over-organized and good engineers // public bathrooms in Germany are in a very good shape // commuters in NYC´s subways and busses are as silent as those in Germany // there are no seperate bathrooms for women and men in the States // American toilets are always full of water which has some serios disadvantages // the service in German restaurants is very good // there´s always the sound of police sirens in NYC // Brooklyn is the real New York // black guys love singing in the subway // NYC is very european // grocery shopping is twice as expensive as in Germany // electricity isn´t that stable here // Americans make no secret out of their political preference // in many neighborhoods of NYC white people are the absolut minority // over here rich poeple are richer and poor people are poorer // things are more extrem in the States // Americans use the horns of their cars pretty often // it´s hard to find a McCain supporter in NY // New Yorkers have way more electronic devices and gadgets than Germans do // subways drive 24 hours a day // we´re definately spending too much money in cafés // there are definitaly too many nice cafés in NY // they always serve free iced-water in restaurants and bars // many Americans don´t have health insurance // there´s no smog in Manhatten because of the rivers around the city //
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