Archive for April, 2009

Nach Harvard hier lang
Oder: How to find my passion?

Einer meiner Profs hat uns letzte Woche eine Website empfohlen: academicearth.org. Und weil sich seine Erzählungen interessant angehört haben, wollte ich sie mir heute morgen mal kurz anschauen - und habe die letzten 1,5 Stunden damit verbracht!
AcademicEarth.org bietet Vorträge und Vorlesungen aus den amerikanischen Top-Universitäten - kostenlos und für jederman (Studieren kostet an diesen Unis normalerweise locker 50.000$ im Jahr und es wird 1% der Bewerber werden angenommen.) Die ganze Ivy-League, also DIE Elite-Unis schlechthin (Harvard, Yale, Princeton…) sind alle vertreten und schicken ihre besten Leute in’s Rennen. Eine Kostprobe wie bereichernd deren Vorträge auch für das Privatleben sein können, gibt ein  5-minütiger Vortrag über die Frage, wie man die eigenen Leidenschaften finden und in die Lebens- und Karriereplanung einbauen kann:

Durch die Nähe zur Columbia University habe ich mir in New York viele Gedanken über die Frage gemacht, ob ich selbst auch mal an einer richtig guten Uni studieren will. Ich bin zwar überzeugt, dass man an jeder normalen Uni richtig gut werden kann, wenn man sich interessiert und reinhängt. Aber Elite-Unis haben zwei krasse Vorteile: Erstens, und das ist offensichtlich, öffnen sie Türen. Selbst wenn also ein Absolvent einer normalen Uni es genauso drauf hat wie der Kerl aus Harvard, wird letzterer voraussichtlich eher an die wirklich spannenden Jobs kommen. Zweitens, und das ist weniger offensichtlich, aber umso wichtiger: “They don’t tell you what to think, but how to think.” Sorry, das wird im Englischen einfach klarer. Zu Deutsch: An den renommierten Unis lernt man weniger WAS man zu denken hat, sondern WIE man denkt. Und durch Academic Earth habe ich auf diese Art Lehre jetzt sogar von zu Hause aus Zugriff.

P.S. Für Nimmersatte zum Nachtisch: TED talks

Montagsvideo #68 Postmark Walk

Es ist eindeutig mal wieder Zeit für was Selbstgemachtes hier bei den Montagsvideos. In unserer letzten Woche in New York haben wir versucht, von den wichtigsten Orten und Leuten nochmal gezielt Fotos zu machen - der Erinnerung wegen, versteht sich. Dann kam uns die Idee, alles drei zu kombinieren: Fotos, Orte und Menschen. Herausgekommen sind 600 Bilder von einem Weg, den wir unzählige Male gegangen sind: Von zu Hause über die 5th Avenue zum Postmark, dem Café unserer Gemeinde in Brooklyn:

Die Betty und der Wald.

Wald-Shooting

Wald-Shooting

(vom Shooting letzte Woche. Es war fabelhaft.)

Eine Regenwald-begeisterte Bini 
(denn bei Regen sind die Baumstämme so schön dunkel und der Kontrast zu den hellgrünen Blättern ist geiler. Hhmm..)

von ‘neu’ und von ‘viel’ #1

Letzte Woche hat die Bini in Startschwierigkeiten und Frühlingsgefühlen erzählt, dass wir uns gerade sehr nach was Neuem fühlen. Deshalb waren wir auch schnell einer Meinung, in unserer alten Wohnung viel neu zu machen. Leider - wie sich später herausstellte und die Bini so treffend beschriebend hat - hatten wir unterschiedliche Auffassungen von “neu” und von “viel”. Das war, ähm, anstrengend. Aber dafür haben wir jetzt einen schönen Titel für die Vorstellung unserer Heimatverschönerungsoffensiven.
Die haben sich bisher vor allem auf das Schlafzimmer konzentriert, das wir zu einem Kreativbüro umgebaut haben. Der erste Leidtragende war der gute, alte Kleiderschrank (der diese Verjüngungskur echt nötig hatte) und jetzt gibt’s ein paar Fotos:

*vorher                                                *zwischendrin

von von

*nachher

von von

Und hier die Diashow:

P.S. Leider ist uns beim letzten Arbeitsschritt ein kleines Malheur passiert. Jetzt haben wir auf unserem hellen Teppich zwei strahlend-türkisene Streifen. In der Mitte des Zimmers. Naja, immerhin deckt die Farbe gut…

Wiesbadener Kreativagenturen

Hier ein paar Bilder der Wiesbadener Designtage, bei denen Wiesbadener Kreativagenturen die Türen für Interessierte geöffnet haben. Wie gesagt: wir haben ein paar echt hochkarätige Agenturen hier.

*Lekkerwerken*

Lekkerwerken Lekkerwerken

*VANDERLICHT*

VANDERLICHT VANDERLICHT VANDERLICHT

*Fünfwerken*

Fünfwerken Fünfwerken

*Schönmüller*

Schönmüller Gestaltung + Kommunikation Schönmüller AKA Burning Love

Mehr Infos und Bilder wie immer bei Flickr.

Montagsvideo #67 Access All Areas

Herzlich Willkommen in der neuen Woche. Die alte hat nach ein paar Regentagen am Wochenende ja doch mit absolutem Sonntagswetter aufgetrumpft… Da lässt sich Gott nicht lumpen.
Unser Wochenende war übrigens geprägt von einer Aktion, die uns auch letztes Jahr um die Zeit gut beschäftigt hat: Access All Areas 2009 - eine Initiative der Kreativ-Wirtschaft in Wiesbaden, die wider Erwarten existiert. Und das gar nicht mal so schlecht. Vom Fachbereich Gestaltung der FH über lokale Film-Unternehmen bis hin zu den Kommunikationsagenturen tun sich die Kreativen der Stadt zusammen und bieten ein echt spannendes Programm. Das ganze hatte seinen Höhepunkt gestern in einem Tag der offenen Tür der Wiesbadener Kreativ-Agenturen - wir haben zeitweise mal wieder mit offenem Mund dagestanden, was in unserer kleinen Stadt alles geht. Weil da für uns viele Gedanken dran hängen und wir gestern auch ein paar sehr interessante Gespräche hatten, werden wir da in den nächsten Tagen auf jeden Fall noch mehr drüber erzählen. Aber heute seid ihr ja für Montagsvideos hier… Und die sollt ihr auch bekommen. Die Videos kommen heute auch aus der Kreativbranche. Im Rahmen von AAA wurden am Freitagabend nämlich die Gewinner des wichtigsten Werbefilmfestivals in Cannes gezeigt. Und hier sind unsere Favoriten:

Zugehörige Beiträge:

  • Pimp my CV
  • Wiesbadener Kreativagenturen
  • Montagsvideo #88 Dann eben Werbung…
  • Montagsvideo #102/103 Emanzipation andersrum
  • Montagsvideo #99 Wiesbadener Export nach Berlin
  • Shooting (alt und neu)

    Juhuu, es regnet! Da wird das Shooting mit der lieben Betty heute Mittag umso cooler. Wir hatten schon ein paar Ideen und ich fühl mich ganz furchtbar kribbelig…
    Vorher wollt ich schnell was vom letzten Shooting zeigen -da habe ich (noch in NY) meine coole und sehr schwangere Freundin Shannon fotografiert… Hat sehr viel Spaß gemacht!

    *Belly*shooting*


    *Belly*shooting* *Belly*shooting*

    Außer in die Badewanne, habe ich sie noch ans Cello gesteckt (und in meine Klamotten -das war komisch.. Aber für die Kunst muss man Opfer bringen, sagt mein Mann.)

    *Belly*shooting* *Belly*shooting*

    Uiuiui, bin schon mal gespannt, was wir heute Mittag so verzapfen… Hihi…

    Eine hinterlinsige Bini

    P.S. Genesungswünsche an meinen Freund, den Flo! Der wurde an der Nase operiert. In Rüsselsheim. Hihi…
    (wer das nicht lustig findet, sollte ein zweites Mal drüber nachdenken)

    [edit] Nein, es geht nicht um Opel. Sondern um eine NASEN -Operation in RÜSSELSheim… Da sollte die HNO-Abteilung der Klinik unbedingt was draus machen… :)

    Startschwierigkeiten und Frühlingsgefühle

    *Frühling*

    Wieder zu Hause sein ist schön -aber nicht leicht. Alles hier ist furchtbar anders. Auch gut anders, aber eben gewöhnungsbedürftig. Für mich ist es ganz seltsam in unserer alten Wohnung zu sein. Ich fühle mich sehr nach was Neuem und wäre auch am liebsten umgezogen -wo hingegen der Domi in unserer Wohnung bleiben wollte. Wir haben uns auf den Kompromiss geeinigt hier zu bleiben, aber viel neu zu machen (und jeder hat eine eigene Ansicht von “neu” und von “viel” und vor allem wie das aussehen sollte…). Nach endlosen Diskussionen hat sich das Schlafzimmer/Büro schon mächtig gewandelt und das ist wirklich geil. Die nächsten Tage will der Domi mal ein paar unserer Projekte vorstellen. Ihr dürft gespannt sein ;)

    Jedenfalls -das mit dem eingewöhnen wird schon noch. Es dauert halt etwas länger als gedacht. Währenddessen genießen wir die ersten Frühlingsboten, die eigene Waschmaschine und deutsches Brot. Und unsere Freunde. Die machen das Wohlfühlen zum Kinderspiel. Danke, Freunde!

    Eine schwierige Bini

    Montagsvideo #66 Mankind is no Island

    Sorry, heute mal kein Lacher zum Wochenstart: Wir haben uns heute mit einem Freund getroffen, der genau am Abend unserer Abreise aus NY eben dort angekommen ist. Und die Gespräche über NY haben mich an ein unverarbeitetes Kapitel aus meiner Zeit dort erinnert: der extreme Gegensatz zwischen Arm und Reich, der in NY so krass aufeinander prallt.
    Eine Frage, die ich mir in diesem Zusammenhang immer wieder stelle und mir mein Leben lang noch nicht abschließend beantworten konnte, ist der richtige Umgang mit Obdachlosen: Gebe ich ihnen Geld? Holen die sich davon nicht eh nur Alk? Gebe ich nicht lieber einmal dem Falschen, als niemals dem Richtigen? Ist der eine Dollar nicht ein Tropfen auf dem heißen Stein? Was soll ich tun? Ihnen Essen geben? Oder Kleingeld? Dieser Film gibt eine interessante Antwort:

    Zuhören! Nichts was ich nicht habe. Nichts was ich nicht kann. Einfach zuhören. Macht Sinn und wäre verdammt herausfordernd. Aber wollen die das überhaupt? Brauchen sie das dringender als mein Geld? Ich brauche eure Gedanken…

    Rumräumen und anderes.

    *Neues*im*Hause*
    [Umräumen im Schlafzimmer -und ein neuer Globus]

    Erstmal -sorry für die lange Pause. Hier ist ein bißchen viel los. Aber trotz interkontinentalem Umzug geht’s hier bald wie gewohnt weiter. Und wir haben auch schon eine Menge neuer Ideen. Und Sachen, die wir noch gar nicht gezeigt haben, wie unser Video (bald isses fertig!!) und mein letztes NY Shooting… Und weil es so viel zu sagen gibt, kommt hier sehr willkürliche Liste (von schönen und nicht schönen Sachen):

    1. Wir sind wieder hier, im weltschönsten Wiesbaden. Das ist herrlich (besonders im Frühling).

    *schönes*Wiesbaden*

    2. was leider fehlt: Brooklyns bestes Kaffeehaus (mit Domi hinter der Theke) und meine saucoole Freundin Ashley. Sehr.

    *Postmark*Café* *saucoole*Freundin*

    3. wer hätt’s gedacht: ALLES auf dem Sofa war während der Reise im Gitarrenkoffer. Inklusive Gitarre. Krass.

    *unglaublich*

    4. ich bin der schönsten Tasse der Welt auf dem Flohmarkt über den Weg gelaufen. Für 2,- kam sie mit mir nach Hause. Yeay!

    *oh*weltschönste*Tasse*

    5. Es ist wunderwunderbar alle geilen Deutschland-Freunde wieder zu sehn. Grillen (Flo&Debbie), Zimtschnecken (Oli&Sophia), Balkon-Martini (Joe&Christiane), Neroberg-Bier (Joschi und heute Hanna&Alex). Deutschland hat tolle Menschen und tolles Essen. Das bringt mich direkt zu 

    6. Olivenöl 2,50 ($12,-), Pasta 0,39 ($1,80), Parmesan 1,90 ($8,-), Klopapier 1,95 ($10,- kein Witz!) Bierschinken 0,79 (gibt’s da gar nicht -trauriges Land-, aber Schinken kostet $5,-)

    Ich glaub ich sollte dringend was günstiges Essen.
    Eine unaufgeräumte Bini

    Montagsvideo #65 Weltenbauer

    Wir sind wieder in Deutschland. Und uns hält dasselbe in Atem wie den Mann im Montagsvideo: Die alte Welt neu bauen. [Am Besten mit Vollbild und HQ ansehen]

    Der Abflug in NY vor 5 Tagen war schon ein harter Schnitt. Wir sind in der einen Welt losgeflogen und in der anderen Welt gelandet. Und es war keine Auslandssemester, das planmäßig geendet ist - es war ein anderes Leben, das innerhalb von 7 Monaten unerwartet vollständig wurde. Mit fast allem, was dazugehört: ein toller Freundeskreis, eine super Gemeinde, eine schöne Wohnung im idealen Viertel einer inspirierenden Stadt - es hätte nicht fern gelegen, in NY zu bleiben. Da war es schon krass, im Flieger zu sitzen und ohne Notbremse vom einen ins andere Leben zu fliegen. Wir konnten nicht mehr tun, als uns in der ersten Hälfte der Reise von NY zu verabschieden und in der zweiten Hälfte auf Deutschland einzustellen.

    Was wir zurücklassen, rein geographisch, sind Freunde, die uns seeehr viel bedeuten. Aber ich glaube wirklich und ehrlich und echt, dass sich diese Freundschaften zwar verändern, aber auf einer neuen Ebene bestehen und sogar wachsen können. Ich war zwar bisher nicht sonderlich gut darin, auf Entfernung regelmäßig Kontakt aufzunehmen. Aber ich werde mir kräftig in den Arsch treten, dran zu blieben und diese Freundschaften zu pflegen. Und die Perspektive, gute Freunde in NY und über den ganzen Globus verteilt zu haben, ist für mich echt faszinierend. Soweit zum alten Leben in NY.

    Zum neuen in Wiesbaden erstmal: Viiielen, vielen Dank für dieses Willkommen, eine solche Ankunft macht Lust auf mehr:

    Wiederkunft :] Wiederkunft :]

    Wiederkunft :] Wiederkunft :]

    Ich kann nur sagen (hier spreche ich jetzt erstmal für mich, die Bini hat dazu bestimmt ganz eigene Gedanken): Hier zu sein, fühlt sich richtig und gut an. Richtig gut sozusagen. Hier habe ich Menschen, mit denen ich viel Geschichte und noch mehr Geschichten teile. Ich habe Möglichkeiten, Umfeld & Umwelt zu genießen und zu prägen. Ich kann Gutes aus der Zeit vor NY wiederentdecken, Schlechtes zurücklassen und Neues finden. Klar: Es wird eine Herausforderung, nicht in alte Muster zurück zu fallen, sondern die Veränderung aus NY mitzubringen. Aber es wird klappen. Mit Entschiedenheit, der Hilfe meiner Freunde und mit meiner Frau - die ist nämlich eine permanente Lebensqualitätverbesserungsmaschine, die Probleme erkennt, bevor sie da sind und effektiv ausmerzt. Für unseren Neuanfang hier habe ich deshalb die besten Hoffnungen.

    P.S. Es hat am Flughafen knapp eine Minute gedauert, bis ich mir bei einer euphorischen Begrüßungsaktion den großen Zeh gebrochen hatte. Heimkommen, Koffer abstellen und ab ins Krankenhaus… Was tut man nicht alles für ein gutes ‘P.S.’?

    ein trauriger Abschied, ein freudiges Wiedersehn und ein gebrochener Zeh.

    Good bye, New York…

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    7 Monate NY, da war der Abschied schwer… Hier kommen ein paar “vorher/nachher” Bilder vom Hinflug im August und vom Rückflug im April.

    *Nettte Menschen beim Abschied

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    [Hinflug]                                                [Rückflug]
    *Warten im Flughafen

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    [Hinflug]                                                [Rückflug]  
    *Airtrain in London Heathrow

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    [Hinflug]                                                [Rückflug]  
    *Blick aus dem Flieger

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    [Hinflug]                                                [Rückflug]  

    Unsere wunderbaren Freunde Ashley und Dave haben nicht nur sauviel beim Packen geholfen, sondern uns auch zum Flughafen gebracht. Thank you so much, guys! (by the way: being without you sucks! Boo.)

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    Der Abschied war hart. Dafür war das Wiedersehn umso schöner. Das müssen wir jetzt auch genießen, darum geh ich jetzt in die Küche und koche mit Joe und Christiane -yeay! Ein ausfühlicher Bericht über den Kulturschock, Freudengeschrei beim Anblick des Klopapierpreises und die Geschichte von Domis gebrochenem Zeh gibt’s dann am Wochenende.

    Eine gelandete Bini