Also. Diese ganze Wohnungskiste ist echt schwierig für mich. Irgendwie habe ich gedacht, dass ich Gott nur 2 Tage vertrauen muss und am 3. legt er die perfekte Wohnung vor meine Nase. Und jetzt merke ich: auch wenn es nicht so ist und mich Probleme mit potentiellen Mitbewohnern, Maklern und Vermietern irritieren -Gott ist immernoch Gott. Und er kann alles -aber hat seinen eigenen Zeitplan. Und ich weiß, dass es am Ende gut sein wird, egal, wie der Weg dahin ist.
Gestern hat die Beth am Telefon gesagt, wie gut es doch ist, dass wir ein macbok haben, weil all unsere Kommunikation darüber läuft. Und das hat mich ein wenig beschämt -wir sind so eingenommen von den Wohnungsproblemen, dass wir gar nicht mehr sehen, wie Gott uns segnet. Und da kommt ‘ne Menge zusammen an Sachen, die die Zeit hier seeehr angenehm machen. Es ist Zeit für eine kleine Liste:
1. macbook für Wohnungssuche, Skype, Mails, Internet und -genau: bloggen
2. hhm-Zimtschnecke und Iced Coffee am Morgen
3. wir leisten es uns, unsere Wäsche waschen zu lassen -oooh schön…
4. “unser” Café mit kostenlosem Internet
5. wir können kostenlos wohnen.
6. die Mädels hier sind saunett und sehr cool.
7. wir müssen uns leckeres Essen kaufen. Und können es uns leisten.
8. wir haben seeehr coole Mitbewohner gefunden.
9. ich kann kostenlos mit der Beth telefonieren (YEAY!)
10. wir haben eine unfassbare Zeit vor uns und können die kurze Durststrecke davor eigentlich ganz gut verkraften.
Die Liste könnte noch weitergehen. Geile Gottesdienste in der Times Square Church, keine finanziellen Sorgen, Salat der schön aussieht und lecker schmeckt von meiner wundervollen Freundin Ashley, kühler Sommerregen und Red Velvet Cake. Es gibt so viel, woran ich sehe, wie nett Gott zu uns ist. Also werde ich meine Augen mal mehr aufmachen…
eins könnt ihr uns glauben: wir sind in der Wohnungssache genauso gespannt wie ihr! Und ein bißchen sauer auf die amerikanische Makler und ihre seeehr entspannte (=unzuverlässige) Art…
Am Sonntag war auf dem Times Square das Prayer in the Square Gebetstreffen der Gemeinden in NYC. Ist schon cool, aus DEM Konsumtempel einfach einen Gottesdienstraum zu machen…
P.S.: die Wohnungsfrage hat sich noch nicht endgültig geklärt, wir halten euch auf dem Laufenden…
Gerade passieren hier unglaubliche Dinge auf unserer Wohnungssuche. Gott hat uns zwar von vorne herein darauf vorbereitet, dass wir ihm vertrauen sollen, selbst wenn´s hart wird. Und jetzt hat er offensichtlich an unserem absoluten Tiefpunkt und in letzter Sekunde eingegriffen. Ob es die endgültige Lösung ist oder zumindest ein großer Schritt dahin zeigt sich noch heute! Auf jeden Fall aber werden wir hier berichten, wenn der Endspurt genommen ist.
Bis dahin ein paar vernebelte Einblicke unserer letzten Tage:
Es ist eine verkehrte Welt hier drüben. Wir haben 33°C und in NYC beschlägt die Brille nicht, wenn man im Winter das Haus betritt, sondern andersrum: wenn man im Sommer das Haus verlässt. Außerdem muss ich ein Geständnis machen: obwohl die Bini super ist und wir schöne Zeiten haben…
…habe ich eine neue Liebe gefunden in Amerika: chocolate rasperry cookies
Mein ganzes Leben war ich davon überzeugt, dass Kekse langweilig sind. Aber wie gesagt - verkehrte Welt: ich liebe Kekse.
Es ist Mittwoch, wir sind 1 Woche und 1 Tag hier und haben gerade die 1001 Wohnungsabsage bekommen. Fühlt sich doof an. Und ich finde es ist an der Zeit mal zu schreiben, dass das hier echt nicht leicht ist. Ich bin sehr dankbar für viele Sachen -echt nette Leute, bei denen wir schlafen können, wir sind zu zweit, wir kommen mit der Sprache gut klar -da gibt’s einen Haufen Probleme, die wir nicht haben. Aber mal die Koffer auspacken und ankommen -das wär ‘ne feine Sache.
Ich will gar nicht frustriert klingen, denn das bin ich eigentlich nicht. Wir haben beide das Gefühl, dass Gott uns fragt, ob wir ihm vertrauen. Aber das ist gar nicht so leicht. Wenn ich mich frage: “glaub ich, dass Gott uns hilft und wir am Ende ein tolles zu Hause haben?” denk ich -klar! Aber das fühlt sich meistens nicht so sicher an. Darum muss ich mich immer wieder entscheiden zu vertrauen und mich auch von der 1002. Absage nicht runterziehen zu lassen. Denn unser zu Hause kommt. Das hat Gott versprochen.
Also. Neben tollen Bildern, Geburtstagen, netten Skype-Gesprächen und viel NY-Begeisterung gibt es hier einen großen “ich-fühl-mich-scheiße-und-vertraue-Gott-trotzdem” Part. Es ist nicht so, dass es ständig dominiert oder unsere Tage hier nur anstrengend macht. Aber es ist auch da.
Schnell noch was von der “schönen Seite” unseres Abenteuers: gestern Abend haben wir direkt in downtown Manhatten einen kleinen Platz gefunden, mit einem Brunnen und 4 oder 5 Paaren, die zu wundervoller Musik getanzt haben. Es war unbeschreiblich geil.
Eine wohnungslose Bini
P.S. Wer weiß, beim 1003. Versuch klappt’s vielleicht. Wir glauben weiter.
JUHUUUUU!!! Zum 24. Geburtstag schenke ich mir eine neue Welt. Nicht, weil unsere nicht toll gewesen wäre: sie ist super, wir vermissen sie und wir werden (voraussichtlich) mit Freude dahin zurückkehren. Nein, einfach nur, weil diese hier völlig neu ist - ungewiss, aufregend, groß, unbekannt, herausfordernd.
Und: wie anstrengend es gerade auch noch sein mag, ich merke: es ist richtig, hier zu sein! Ich freue mich auf diese aufregende Stadt, auf eine neue Art zu leben, zu wohnen, zu arbeiten, die Welt zu betrachten und bei all dem trotzdem ich selbst zu bleiben. Worüber ich mich noch freue?
ÜBER EURE GESCHENKE. Und ich bin so platt, dass ihr das irgendwie hinbekommen habt. Mama, Papa, Inge, Rainald, Anja, Uja, Flo, Debbie, Benico, Josch, Timo, Doro, Andi, Hanna, Oli, Sophia, Alex, Kirsten, Lorenz, Julia und alle lieben Menschen, die mir noch gemailt, geschrieben, was mitgegeben oder angerufen haben: ihr seid toll!
Wir haben dich warten lassen. Entschuldige. Dabei hätten wir soviel zu schreiben. Logischerweise sind aber die Zeiten, in denen man viel erlebt, worüber man schreiben könnte auch immer genau die Zeiten, in denen man fast keine Zeit hat zum schreiben… Dabei sitzen wir jeden Tag vorm MacBook:
Ganz ehrlich und ungeschönt: New York ist eine unglaubliche Stadt und wir werden eine tolle Zeit haben. Aber: diese Zeit hat noch nicht begonnen. Bisher ist es eher anstrengend: wir kämpfen immer noch um ein Apartment und verbringen die Tage größtenteils damit, eMails zu schreiben (Bewerbungen) und eMails zu erhalten (Absagen). Aber ich bin mir sicher: wenn die Wohnung da ist - und sie wird kommen - wird New York zu unserer Heimat - und dann geht´s los, yeah!
Wo Montagsvideo drauf steht, ist auch Montagsvideo drin, deshalb hier noch zwei kleine Szenen aus unserem Sonntag:
2 places at 12
Wer´s bis hierhin geschafft hat: einige Kommentare und Mails waren sohohooo schön, dass wir gerne angemessen und mit etwas Zeit antworten würden (Abi, Gabi, Debbie, MarTIN - um nur einige zu nennen). Ihr hört von uns!
eigentlich sollte man allen Friseuren, die sich "Modefriseur" nennen, die Worte "aus der" vor den Namen setzen // freelancers in NY are serious about calling their favorite coffee shop 'office' and the customer next to them 'co-worker' // even German candies taste different in the States, Nutella for example is made of skim milk and tastes like crap // gumboots are the latest thing in NYC fashion, the hippest model goes for $120 and girls are crazy about them // Las Vegas is like Times Square, just as big as a city and a little more crazy // since 9/11 there are regular announcements in the subway to always stay alert - that feels strange // winter in NYC is extremely cold and temperatures change within a day from -10°C to 10°C // people usually don't have washing mashines here so laundromats are all over the place // alcoholic beverages are insanely expensive here - a beer is between 5 and 8 Dollars at least // Valentine's day isn't only for your valentine in the States, people write cards to anyone they like // some do, but most people don't move to NYC for lifestyle reasons but for job-opportunities, i.e. in the creative area // German milk cartons are too small, one gallon of milk is perfectly right // Americans don't use many signs to offer directions, they prefer getting lost every once in a while // many standards in Germany are very high // one in a thousand examples is the public winterservice that makes pedestrian walks accessible very fast // another example is the cleaness of public places, restrooms and official buildings // Americans still use checks for most regular payings like rent, insurance etc // the food over here makes my skin worse // even Americans as a nation have self-doubts // living abroad helps you getting to know your own country // many stereotypes about Germans are mostly true: in comparison we´re perfectionists, over-organized and good engineers // public bathrooms in Germany are in a very good shape // commuters in NYC´s subways and busses are as silent as those in Germany // there are no seperate bathrooms for women and men in the States // American toilets are always full of water which has some serios disadvantages // the service in German restaurants is very good // there´s always the sound of police sirens in NYC // Brooklyn is the real New York // black guys love singing in the subway // NYC is very european // grocery shopping is twice as expensive as in Germany // electricity isn´t that stable here // Americans make no secret out of their political preference // in many neighborhoods of NYC white people are the absolut minority // over here rich poeple are richer and poor people are poorer // things are more extrem in the States // Americans use the horns of their cars pretty often // it´s hard to find a McCain supporter in NY // New Yorkers have way more electronic devices and gadgets than Germans do // subways drive 24 hours a day // we´re definately spending too much money in cafés // there are definitaly too many nice cafés in NY // they always serve free iced-water in restaurants and bars // many Americans don´t have health insurance // there´s no smog in Manhatten because of the rivers around the city //
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