Es ist Mittwoch, wir sind 1 Woche und 1 Tag hier und haben gerade die 1001 Wohnungsabsage bekommen. Fühlt sich doof an. Und ich finde es ist an der Zeit mal zu schreiben, dass das hier echt nicht leicht ist. Ich bin sehr dankbar für viele Sachen -echt nette Leute, bei denen wir schlafen können, wir sind zu zweit, wir kommen mit der Sprache gut klar -da gibt’s einen Haufen Probleme, die wir nicht haben. Aber mal die Koffer auspacken und ankommen -das wär ‘ne feine Sache.
Ich will gar nicht frustriert klingen, denn das bin ich eigentlich nicht. Wir haben beide das Gefühl, dass Gott uns fragt, ob wir ihm vertrauen. Aber das ist gar nicht so leicht. Wenn ich mich frage: “glaub ich, dass Gott uns hilft und wir am Ende ein tolles zu Hause haben?” denk ich -klar! Aber das fühlt sich meistens nicht so sicher an. Darum muss ich mich immer wieder entscheiden zu vertrauen und mich auch von der 1002. Absage nicht runterziehen zu lassen. Denn unser zu Hause kommt. Das hat Gott versprochen.
Also. Neben tollen Bildern, Geburtstagen, netten Skype-Gesprächen und viel NY-Begeisterung gibt es hier einen großen “ich-fühl-mich-scheiße-und-vertraue-Gott-trotzdem” Part. Es ist nicht so, dass es ständig dominiert oder unsere Tage hier nur anstrengend macht. Aber es ist auch da.
Schnell noch was von der “schönen Seite” unseres Abenteuers: gestern Abend haben wir direkt in downtown Manhatten einen kleinen Platz gefunden, mit einem Brunnen und 4 oder 5 Paaren, die zu wundervoller Musik getanzt haben. Es war unbeschreiblich geil.
Eine wohnungslose Bini
P.S. Wer weiß, beim 1003. Versuch klappt’s vielleicht. Wir glauben weiter.


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