Di. Meine Hausstaubmilbenallergie im Zusammenspiel mit dem Umzug (der einiges an Staub aufgewirbelt hat) und 10 Stunden bester Flugzeugklimaanlagenluft, verhalfen ungewöhnlich schnell zur Erkältung meines Lebens. Verbrauche 1-2 60-Tissue-Boxen am Tag und wünsche mir von ganzem Herzen bei meiner Mama zu sein. Verständlich, denn sie ist toll.
Mi. Unter ungewöhnlich vielen Schmerzmitteln haben wir ein echt cooles Paar kennengelernt, den ersten Starbucks Latte getrunken (die Preise sind gleich, nur steht hier $ dahinter -yeay!), beim Blick über die Manhatten-Bridge bei Nacht als einzige der vielen Metro-Fahrer mit den Nasen an der Scheibe geklebt und außerdem später festgestellt, dass Cafés in Filmen besser rüberkommen, als sie tatsächlich sind.
Do. Gestern mit Ashley (meiner saucoolen Freundin) ein bißchen mehr von Brooklyn erlebt. Mit herrlichem Red Velvet Kuchen (was auch immer da drin ist -es ist wunderbar). Und sehr, sehr seltsame Krach-Live-Musik. Wer die Musikkünste von Ross aus friends kennt -wir wissen jetzt, dass das nicht ungewöhnlich ist für NY. Aber seht (eher weniger… also hört) selbst!
Eine noch-nicht-ganz-angekommene Bini
P.S: Ein paar wunderbare Klischees werden auch erfüllt: wir wohnen hier mit einer Actress/Waitress und der 25jährigen Version von Woopi Goldberg zusammen. Sehr cool, die beiden.
Wir sind da. Und ich weiß noch gar nicht, was ich sagen soll… Irgendwie überwältigend.
Um 01:30 Uhr der alten Zeit sind wir am John F. Kennedy Airport gelandet und wurden hundemüde aber mit einem wunderschönen Sonnenuntergang über der fernen Skyline von Manhatten willkommen geheißen.
Zuerst ist es gefühlsmäßig ziemlich an mir vorüber gegangen, dass ich meinen Fuß gerade das erste mal auf amerikanischen Boden setze. Aber spätestens wenn dich selbst die Sicherheitsbeamten fragen “Hi, how are you?”, weißt du, dass du wirklich in den Staaten bist. Anstatt eines ernsten Gesprächs mit dem Border Protection Guard gab´s dann ein paar Scherze mit Steward und ich kann jetzt schon sagen, dass ich mich ganz besonders auf zwei Dinge freue: die Offenheit der Amis, neue Leute kennenzulernen und den Optimismus, von diesen erstmal das Beste zu erwarten.
Anschließend wurden wir von Ashley abgeholt, einer alten DTS-Freundin von Bini. Sie hat mit uns erstmal eine Rundfahrt durch Brooklyn gemacht und bei ihr bleiben wir jetzt auch ein paar Tage, bis wir unsere Wohnung gefunden haben. So sieht übrigens unser Haus aus:
Um eine Wohnung zu finden, haben wir uns heute morgen in der Upper East Side mit Tricia & Alex getroffen. Die beiden haben wir bei der Wohnungssuche kennengelernt und entschlossen, ein gemeinsames Appartment zu suchen. Es war auch wirklich ein netter Tag mit den beiden und es wäre sehr cool, wenn es mit der WG klappen würde. Leider ist der Enthusiasmus des ersten Tages in New York etwas eingeschränkt, weil´s die Bini gesundheitlich ziemlich erwischt hat. Aber: wir sind ja nicht auf den ersten Tag angewiesen - zum Glück haben wir genug davon.
Zum Abschluss aber nochmal zurück nach Deutschland: Viiielen Dank an alle, die zum Flughafen gekommen sind, um uns zu verabschieden oder das schon vorher getan haben. Wir mussten vielen prächtigen Menschen “Tschüss” sagen und haben schon am ersten Tag gemerkt, was und wen wir alles vermissen werden. Ihr seid wunderbare Freunde und eine wunderbare Familie und wir freuen uns darauf, unser Leben wieder offline miteinander zu teilen.
So, jetzt werden wir erstmal nach Manhatten fahren und unseren dritten Hochzeitstag feiern. Der ist nämlich heute.
Wir haben ’s gepackt, all unser Hab und Gut. Und das hat ein Weilchen gedauert. Jetzt ist es 4:51 und in wenigen Stunden geht das Abenteuer los. Wir sind gespannt… Nein, eigentlich sind wir müde… Na ok, doch gespannt ;)
Hier noch ein paar Bilder, der Heimat, wie sie mir fehlen wird. Und den Kisten, in der sie wohnt, bis wir wieder kommen.
(”letzte Etappe” klingt nicht schön im Zusammenhang mit Hochzeitsbildern…)
Los geht’s! Erstmal natürlich: das schöne Brautpaar. (hier vorm Hochzeitsauto: ein Manta. Geil.)
Feier in einer zum Theater umgebauten Fabrikhalle…
Und so sah das Ganze dann abends aus:
Und so dann ganz abends…
Ein sauschöner Tag. Danke, dass ihr unsere Freunde seid.
Diese Woche beobachte ich eine unerklärliche Häufung letzter Male. So zum Beispiel das letzte Mahl im Sherry & Port - unserem verlängerten Wohnimmer:
Das letzte Mal tanken, das letzte Mal Uni, letzter Hauskreis, letztes Treffen mit Verwandten und jetzt also das letzte Mal Tappas im Sherry & Port. Dich, liebes Sherry, wird so schnell niemand ersetzen, selbst in New York nicht… Es gibt tatsächlich vieles, was ich an der Heimat sehr vermissen werde. Aber ehrlich gesagt ist es immernoch die richtige Zeit zu gehen. Und es gibt ebenso viel, worauf ich mich freue:
Das erste Mal den Fuß auf einen anderen Kontinent setzen, das erste Mal yellow cab, erster Great Papaya Hotdog, erster Einkauf im apple store und das erste Mal den Schlüssel in die eigene Wohnungstür in New York stecken. Hmmm.
Á propos Wohnungstür: am Wochenende werden wir noch eine Wohnungsanzeige schalten und wenn wir am Montag die Anwortmails darauf bekommen, werden wir sagen können: “Übermorgen kommen wir vorbei und schauen uns die Wohnung an.” Krass.
Ein wirklich schlechter Zeitpunkt für den Flickr Uploadr nicht zu funktionieren… Darum gibt’s nur ein Bild von uns und dem Brautpaar und hoffentlich morgen die paar hübschen Bilder von der Feier, die ich inzwischen rausgesucht habe…
Neben Hochzeitsfotos schauen, suchen wir gerade unsere Wohnung in NY aus, haben noch schnell die Steuererklärung und eine Auslandsversicherung aus dem Ärmel geschüttelt und einen Kistenturm in Wohnzimmer aufgehäuft. Leider leere Kisten. Mist.
Das muss ich schnell ändern und nebenbei noch schnell unsere Wohnung hier genießen, schnell noch nette Leute treffen, letzte Orga-Sachen machen und schnell noch dafür sorgen, dass ich die wirklich wichtigen Dinge nicht aus den Augen verliere: Vorfreude und Vertrauen. Aber ich krieg das hin.
…wie Domi schon gesagt hat. Wow. Und weil sich das
1. nicht so schnell verarbeiten lässt, (emotional und digital…) und
2. damit die Spannung steigt und
3. weil ich noch viiiel Zeit brauche um die 1.784 Fotos durch zu sehen,
habe ich entschlossen hier etappenweise ein paar Hochzeitsfotos zu zeigen. Los geht’s mit der standesamtlichen Trauung am Donnerstag.
wieschön, wieschön. Gleich nochmal vier.
Soviel für’s erste. More to come. Ihr dürft gespannt sein.
Eine “von 1.784 Fotos”-träumende Bini
P.S. Nebenbei: morgen in einer Woche geht’s los. Unglaublich.
Am Wochenende ist die letzte riiiiiesen Sache vor New York zu Ende gegangen: die Hochzeit meines besten Freundes. Jetzt ist es also soweit: Joe und Christiane sind verheiratet! Wow. Da sind so viele Emotionen im Spiel, dass ich gerade noch gar nicht so viel sagen kann.
Das Video haben wir für die Hochzeit gedreht. Die Beiden mussten in den Pausen zwischendrin raten, ob ihre Freunde & Verwandten die Herausforderung annehmen oder nicht. Endstand 5:0 - womit sie ein Weihnachtsabendessen in New York gewonnen haben:
Wir haben heute eine erboste Mail erhalten. Ein altes Versprechen wartete noch auf die Einlösung. Der Gläubiger fordert zurecht lebenslang Ruhm & Ehre - so, wie wir es damals versprochen hatten.
Das ganze ist ein Nachspiel des Bloglektion Nr.1-Test. Ich wollte es damals aufgrund eines Kommentars über Blogleser wissen und habe einen Preis ausgeschrieben uuund: Es gab auch einen Gewinner. Nur hatte der leider bisher nichts gewonnen, was jetzt in aller Demut nachgeholt wird: Beste Hanna, hier ist deine Trophäe:
Der Gutscheincode kommt dir in dieser Minute per Mail zu!
Die Hochzeit meines besten Freundes steht bevor. Und wenn der beste Freund heiratet, muss er ordentlich aus dem Junggesellendasein verabschiedet werden - und genau das haben wir am Samstag getan! Ein ganzer Tag voller Dinge, bei denen wir sicher waren, Joe wird sie lieben. Hier ein kleiner Vorgeschmack:
eigentlich sollte man allen Friseuren, die sich "Modefriseur" nennen, die Worte "aus der" vor den Namen setzen // freelancers in NY are serious about calling their favorite coffee shop 'office' and the customer next to them 'co-worker' // even German candies taste different in the States, Nutella for example is made of skim milk and tastes like crap // gumboots are the latest thing in NYC fashion, the hippest model goes for $120 and girls are crazy about them // Las Vegas is like Times Square, just as big as a city and a little more crazy // since 9/11 there are regular announcements in the subway to always stay alert - that feels strange // winter in NYC is extremely cold and temperatures change within a day from -10°C to 10°C // people usually don't have washing mashines here so laundromats are all over the place // alcoholic beverages are insanely expensive here - a beer is between 5 and 8 Dollars at least // Valentine's day isn't only for your valentine in the States, people write cards to anyone they like // some do, but most people don't move to NYC for lifestyle reasons but for job-opportunities, i.e. in the creative area // German milk cartons are too small, one gallon of milk is perfectly right // Americans don't use many signs to offer directions, they prefer getting lost every once in a while // many standards in Germany are very high // one in a thousand examples is the public winterservice that makes pedestrian walks accessible very fast // another example is the cleaness of public places, restrooms and official buildings // Americans still use checks for most regular payings like rent, insurance etc // the food over here makes my skin worse // even Americans as a nation have self-doubts // living abroad helps you getting to know your own country // many stereotypes about Germans are mostly true: in comparison we´re perfectionists, over-organized and good engineers // public bathrooms in Germany are in a very good shape // commuters in NYC´s subways and busses are as silent as those in Germany // there are no seperate bathrooms for women and men in the States // American toilets are always full of water which has some serios disadvantages // the service in German restaurants is very good // there´s always the sound of police sirens in NYC // Brooklyn is the real New York // black guys love singing in the subway // NYC is very european // grocery shopping is twice as expensive as in Germany // electricity isn´t that stable here // Americans make no secret out of their political preference // in many neighborhoods of NYC white people are the absolut minority // over here rich poeple are richer and poor people are poorer // things are more extrem in the States // Americans use the horns of their cars pretty often // it´s hard to find a McCain supporter in NY // New Yorkers have way more electronic devices and gadgets than Germans do // subways drive 24 hours a day // we´re definately spending too much money in cafés // there are definitaly too many nice cafés in NY // they always serve free iced-water in restaurants and bars // many Americans don´t have health insurance // there´s no smog in Manhatten because of the rivers around the city //
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