Montagsvideo #28 reiner Schall

Jetzt, wo der Abschied von unserem geliebten Wohnzimmer so nah ist, kommen alte Erinnerungen wieder hoch. Zum Beispiel die an unsere Wohnzimmerstehlampen-Konzerte mit Thorsten und seinem Quartett “rein“. Die vier spielen eigene Lieder auf Deutsch und reisen gegen einen Hut voller Geld gerne durch Deutschlands Wohnzimmer und Küchen. Ich kann Wohnzimmerkonzerte im allgemeinen und die vier im speziellen nur wärmstens empfehlen - die haben richtig Stimmung in die Stube gebracht!
Die beiden Jungs der Truppe sind gerade in Leipzig aufgetreten und haben ihre “Hafenstadt” besungen:

Mir fällt es ja noch immer richtig schwer, Lieder auf Deutsch zu schreiben. Und ich frage mich: sollte ich als deutscher Musiker auch auf deutsch schreiben? Oder ist Englisch genauso gut?

2 Responses to “Montagsvideo #28 reiner Schall”


  1. 1 sandra

    ah, eine feine frage um mir damit die nacht bis zur klausur um die ohren zu hauen…
    grundsätzlich gefällt es mir besser, wenn musiker in ihrer muttersprache singen. zum einen hört man es im englischen doch oftmals raus (nicht schlimm, aber mich stört das), zum anderen bin ich mir oft nicht sicher ob man beim englischen schreiben nicht doch ausdrücke bevorzugt, weil sie schön klingen, unabhängig ihrer bedeutung.
    ausserdem glaube ich, dass man wörter, die man wirklich kennt, anders-inbrünstiger-singt, nicht zuletzt wegen des persönlichen begriffinhaltes. bestes beispiel: rio reiser. schlechtestes beispiel für einen engl.-sprachigen deutschen interpreten: mia (die sollen das lassen!). Aber auch das gegenteil: beatsteaks großartig, seeed glaubwürdig. ich kann also mal wieder nur relativieren. gute nacht noch!

  2. 2 Domi

    Ein Satz gibt mir zu denken: “ausserdem glaube ich, dass man wörter, die man wirklich kennt, anders -inbrünstiger- singt” Das werde ich nochmal richtig verinnerlichen - könnte mich überzeugen!
    Nur ist genau das auch die Herausforderung: dass ich die Worte so genau kenne und sie eine ganz klare Bedeutung haben - da bleibt irgend so wenig Raum für Interpretation.

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