Im letzten Dezember haben wir, nachdem wir uns immer mehr für NY begeistert haben, mal bei Gott angefragt, wie er das so sieht. Für alle, denen das spanisch vorkommt: wir sind ziemlich gut mit Gott befreundet. Und das hat so einige Vorteile (ihr wisst schon, er ist allwissend, Schöpfer des Universums, hat einen recht großen Horizont usw. Nein warte, Gott hat keinen Horizont. Echt geil.) Hm, wo war ich? Richtig, wir haben also Gott gefragt und er hat dann ziemlich deutlich gesagt (ja, Gott kann reden. Das erleichtert die Freundschaft ungemein:)), dass er sich das wünscht für uns und dass wir nach NY gehen sollen. Das hat uns mächtig gefreut. Damals.
Und jetzt -ja, da wird es ganz schön ernst. Gestern habe ich hier Fotos gemacht, weil wir unsere Wohnung zur Zwischenmiete anbieten werden (wann und wohin wir zurück kommen, ist erstmal offen). Und das ist schon nochmal ein heftiger Schritt. Weil das hier unser erstes gemeinsames zu Hause ist. Und eine wahre Heimat. Als ich vorgestern ein bißchen Zeit mit Gott verbracht habe, habe ich das Lied “Voice of Truth” von Casting Crowns gehört. Hier die Live-Version, es lohnt sich aber auch sehr, das mit der vollen Besetzung zu hören…
Es geht um die Stelle in der Bibel, wo Jesus auf dem Wasser geht und Petrus aus dem Boot steigt um zu ihm zu gehn (Matthäus 14, 22-33). Und ich habe gedacht: “hm, Gott, was ist eigentlich, wenn das Boot aber ziemlich schön ist? Und es ganz schön schön wäre sitzen zu bleiben?”
Aber Jesus hat nicht zu Petrus gesagt: “Komm her -es sei denn du sitzt gerade gemütlich.” Sondern einfach nur “Komm her”. Und Petrus hat selbst gefragt, ob er zu Jesus kommen darf, weil er außergewöhnliche Sachen mit ihm erleben wollte und nah bei ihm sein. Das geht mir ehrlich gesagt genau so. Und sehr schnell stelle ich fest, dass meine Wohnung und meine Heimat gerne der schönste Ort auf der Welt sein kann -aber das Abenteuer mit Gott, Außergewöhnliches mit ihm zu erleben, in seiner Nähe sein und seinem “komm her” zu folgen, ist mir viel wichtiger. Auf einmal ist unsere Heimat der 2. schönste Ort. Und ich will auf keinen Fall am 2. schönsten Ort sitzen und mich fragen, wie es mir wohl gehen würde, wenn ich mich auf’s Wasser zu Jesus getraut hätte. Wo ich hingehöre.
Und ganz schnell dreht sich meine Meinung und ich glaube, dass es leicht sein wird unser schönes Boot zu verlassen. Weil ich Gott vertraue. Und bei ihm zu Hause bin -nicht in einem Boot.
Auch wenn’s noch so schön ist.
Eine entschlossene Bini
  



Hallo, mein geliebtes Binele,
schon jetzt merke ich, was ich alles falsch gemacht habe und es ist mir ganz übel dabei:
viiiiiel zu wenig mit meinem Binele telefoniert!
” ” ” getroffen, um abzuhängen!
” ” ” ein Glächen Rotwein i.d. Holly…
alles, alles, alles, viiiiiel zu wenig - und jetzt bist Du bald weg und das schlechte Gewissen plagt mich jetzt schon!!!!!!!!