Archive for Juli, 2008

Krass, dass…

Ist ja der Hammer: da sitz ich hier nichtsahnend in der Bib und studiere meine 25-seitige Marketingpolitik-Zusammenfassung, lasse meinen unbescholltenen Blick über den Tisch des Nachbarn schweifen und denke: “Wow, der hat das ja echt sehr ähnlich zusammengefasst wie ich.” Ein zweiter Blick, ein zweiter Gedanke: “Was? Der hat das ja genauso zusammengefasst wie ich.” Dann wurde mir klar: der hat das gar nicht zusammengefasst:

Original Plagiat

Original und Plagiat - direkt nebeneinander. Ich hab das pdf eigentlich nur an zwei Freunde geschickt. Aber mein Tischnachbar kannte keinen von den. Sein Freund hatte die Zusammenfassung von einem Freund bekommen und ihm kopiert…

Viel.

Heute war mein letzter Arbeitstag. In meinem Kopf geht’s rund, das ist ein Spaß… So viele Gedanken, so viele Emotionen, so viel Herzblut, so viele liebe Menschen, so viele Herausforderungen, so viel Papier, so viel Spaß, so viele tiefe Gespräche, so viel Werbung, so viele Tränen, so viel Mut, so viel, so viel, so viel.
Und viel mehr Dankbarkeit.

*so*viel*Papier*  *so*viel*Dankbarkeit*
[vlnr: 9 Monate Texten schwarz auf weiß; letzte Heimfaht]

Eine viele Bini

Kurioses vom Campus

Jedes Jahr zur Lernzeit ticken die Studenten ein wenig aus.  Vielleicht sind sie unausgelastet und neigen daher zu unüberlegen Handlungen. Besonders, wenn Sie sich auf dem stillen Örtchen unbeobachtet fühlen…

toi toi toi

Letztes Semester war doch auch schonmal sowas

Montagsvideo #29 Paper Darren

Nur noch ein Montagsvideo und ich hab´wieder Zeit, mehr dazu zu schreiben als nur einen Satz:

Visa-Karte vom Maestro

Was für ein Moment, wenn man den Umschlag aus dem Briefkasten fischt, auf den man so lange gehofft hat: Gestern sind unsere Visa angekommen - endlich, gültig, endgültig.

unsere Visa sind da!!!

Oh wie gut. Da ist soviel Herzblut reingeflossen und wir haben bis zur letzten Sekunde gehofft, denn vom Visum hing ab, ob wir länger als 3 Monate in New York bleiben können oder nicht. Und wir können!
Was machen wir eigentlich in New York?
Schreiben. Prinzipiell gehen wir ja mit einem Journalisten-Visum in die Staaten. Und wie sich das für Journalisten gehört, schreiben wir. Für die STUZ z.B. über die Präsidentschaftswahl. Daneben gibt´s noch ein paar eher trockene Jobs zum Geldverdienen. Wir haben auch noch eine Bewerbung bei einem seeehr tollen Magazin draußen und suchen  nach weiteren Projekten - wer eine gute Idee hat oder einen guten Kontakt: her damit.
Arbeiten. 1-2 Tage die Woche werden wir auch weiterhin für kleine Marketing-Agentur arbeiten - ab jetzt eben aus einer der knapp 200 Starbucks-Filialen in Manhatten.
Ideen umsetzen. Die beste Idee bringt nur etwas, wenn man sie auch umsetzt. Deshalb werden wir ein bisschen Zeit in Ideen stecken, die irgendwann mal irgendwo aufgekommen sind.
herzrasen. Binis Nähmaschine müssen wir zwar hier lassen, aber sowas soll´s ja auch in NY geben. Und da sie dann endlich mal Zeit hat, sich von der Muße küssen zu lassen, bin ich gespannt was dabei alles rauskommt.
Musik. Die Gitarre kommt mit, soviel steht fest. Nachdem ich lange nicht mehr richtig dazu gekommen bin, werde ich mir viel Zeit nehmen, im Central Park neue Lieder zu schreiben und alte endlich fertig zu stellen.
Zeit haben. New York erleben.

Montagsvideo #28 reiner Schall

Jetzt, wo der Abschied von unserem geliebten Wohnzimmer so nah ist, kommen alte Erinnerungen wieder hoch. Zum Beispiel die an unsere Wohnzimmerstehlampen-Konzerte mit Thorsten und seinem Quartett “rein“. Die vier spielen eigene Lieder auf Deutsch und reisen gegen einen Hut voller Geld gerne durch Deutschlands Wohnzimmer und Küchen. Ich kann Wohnzimmerkonzerte im allgemeinen und die vier im speziellen nur wärmstens empfehlen - die haben richtig Stimmung in die Stube gebracht!
Die beiden Jungs der Truppe sind gerade in Leipzig aufgetreten und haben ihre “Hafenstadt” besungen:

Mir fällt es ja noch immer richtig schwer, Lieder auf Deutsch zu schreiben. Und ich frage mich: sollte ich als deutscher Musiker auch auf deutsch schreiben? Oder ist Englisch genauso gut?

ein[e]reisebestimmung

Wir haben lange überlegt, was wir in NY machen möchten: Praktikum, Arbeiten, Studieren - es gibt eine Menge ambitionierter Versionen, bei denen man zwar etwas im Lebenslauf vorweisen kann, aber am Ende wegen 60-Stunden-Wochen nichts von NY erlebt hat (meine Meinung dazu habe ich schonmal beschrieben). Ende 2008 saßen wir dann beim Brunchen mit Johannes, als er ganz nebenbei meinte, wir könnten doch auch für ein Magazin schreiben. In dieser Sekunde hatte es uns erwischt!
Wie geil wäre das denn: in einer der faszinierendsten Städt der Welt leben und richtig tief eintauchen - nicht nur schnell  nach Feierabend, sondern als Teil des Jobs - traumhauf. Aber leider unrealistisch. Wie sollen wir das finanzieren? Wie an die Aufenthaltsgenehmigung kommen? Für wen schreiben? Aber ehrlich gesagt sind Zweifel nicht so mein Ding. Dafür hat Gott zu viele Möglichkeiten. Deshalb haben wir alles auf eine Karte gesetzt (zugegebenermaßen mit Höhen und Tiefen), bis sich diesen Mittwoch alles entscheiden sollte: Visa-Interview im Generalkonsulat der USA in Frankfurt. Dieses Gespräch sollte darüber entscheiden, ob wir unseren NY-Traum verwirklichen können oder uns mit der abgespeckten 3-Monats-Version begnügen müssen, weil wir kein Visum bekommen. Deshalb haben wir die letzten Monate auf diesen Tag hingearbeitet. Und es hat sich gezeigt:
Die Einreisebestimmung kennen ist eine Sache. Die Einreisebestimmung haben eine andere ;-) Und wenn man sie hat, dann lässt der Absender sich nicht lumpen: WIR HABEN DAS VISUM.  Nicht irgendeins, nicht nur für 6 Monate: ein Journalisten-Visum für ganze fünf Jahre!!! Unglaublich. Ich weiß, darüber kann man sich vortrefflich streiten: aber ich glaube fest, dass sich da jemand für uns eingesetzt hat, deshalb kann ich nur sagen: krass Gott.

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  • Liebe Bib, endlich haben wir uns wieder

    Die Klausurenzeit hat wieder begonnen. Das heißt Lernen von 9 bis 9.

    Lernphase

    Zwischendrin brauche ich dringend laue Sommerabende. Wer noch einen hat, bitte bei mir melden! Außerdem ist mir heute aufgefallen, dass uns nur noch drei Wochen in good old germany bleiben, wenn ich meine letzte Klausur Anfang August hinter mir hab´. Auweia, da bekomme ich Sentimentalitätsanflüge…

    Montagsvideo #27 New York update

    Die to do-Liste für New York war endlos. Aber wir war´n fleißig in den letzten Monaten und konnten das meiste abhaken:
    Reisepass - Visa-Interviewtermin - Passfotos - Zimmer für die ersten Wochen in NYC - Wohnung über Agentur zur Zwischenmiete anbieten - Vorfreudesteigerungs-Maßnahmen - Versicherungen - bei Redaktionen bewerben - uuuund:
    die Flug-Tickets buchen:

    eine Tragödie.

    Heute beim Einkaufen war ich verzweifelt auf der Suche nach meiner heimlichen Liebschaft. Seit meiner frühen Kindheit war diese Verbindung vorherbestimmt. Egal ob durch die Zauberflöte-Kinderkassette oder das inbrünstige Trällern der “Königin der Nacht” beim Schaukeln mit meiner Lieblingsschwester -dass ich zu Mozartkugeln ein inniges Verhältnis aufbauen würde, lag nicht fern. Und heute, ja heute sagt mir der nette Verkäufer bei Aldi -sie wurden aus dem Sortiment genommen. Außerstande meine Emotionen und meine Zunge unter Kontrolle zu halten, höre ich mich sagen “Wirklich?! Das ist eine Tragödie…” Geschmunzelt haben wir dann beide noch drüber.

    *liebster*Mozart*

    Eine tragische Bini

    Ein schönes Boot

    Im letzten Dezember haben wir, nachdem wir uns immer mehr für NY begeistert haben, mal bei Gott angefragt, wie er das so sieht. Für alle, denen das spanisch vorkommt: wir sind ziemlich gut mit Gott befreundet. Und das hat so einige Vorteile (ihr wisst schon, er ist allwissend, Schöpfer des Universums, hat einen recht großen Horizont usw. Nein warte, Gott hat keinen Horizont. Echt geil.) Hm, wo war ich? Richtig, wir haben also Gott gefragt und er hat dann ziemlich deutlich gesagt (ja, Gott kann reden. Das erleichtert die Freundschaft ungemein:)), dass er sich das wünscht für uns und dass wir nach NY gehen sollen. Das hat uns mächtig gefreut. Damals.
    Und jetzt -ja, da wird es ganz schön ernst. Gestern habe ich hier Fotos gemacht, weil wir unsere Wohnung zur Zwischenmiete anbieten werden (wann und wohin wir zurück kommen, ist erstmal offen). Und das ist schon nochmal ein heftiger Schritt. Weil das hier unser erstes gemeinsames zu Hause ist. Und eine wahre Heimat. Als ich vorgestern ein bißchen Zeit mit Gott verbracht habe, habe ich das Lied “Voice of Truth” von Casting Crowns gehört. Hier die Live-Version, es lohnt sich aber auch sehr, das mit der vollen Besetzung zu hören…

    Es geht um die Stelle in der Bibel, wo Jesus auf dem Wasser geht und Petrus aus dem Boot steigt um zu ihm zu gehn (Matthäus 14, 22-33). Und ich habe  gedacht: “hm, Gott, was ist eigentlich, wenn das Boot aber ziemlich schön ist? Und es ganz schön schön wäre sitzen zu bleiben?”
    Aber Jesus hat nicht zu Petrus gesagt: “Komm her -es sei denn du sitzt gerade gemütlich.” Sondern einfach nur “Komm her”. Und Petrus hat selbst gefragt, ob er zu Jesus kommen darf, weil er außergewöhnliche Sachen mit ihm erleben wollte und nah bei ihm sein. Das geht mir ehrlich gesagt genau so. Und sehr schnell stelle ich fest, dass meine Wohnung und meine Heimat gerne der schönste Ort auf der Welt sein kann -aber das Abenteuer mit Gott, Außergewöhnliches mit ihm zu erleben, in seiner Nähe sein und seinem “komm her” zu folgen, ist mir viel wichtiger. Auf einmal ist unsere Heimat der 2. schönste Ort. Und ich will auf keinen Fall am 2. schönsten Ort sitzen und mich fragen, wie es mir wohl gehen würde, wenn ich mich auf’s Wasser zu Jesus getraut hätte. Wo ich hingehöre.
    Und ganz schnell dreht sich meine Meinung und ich glaube, dass es leicht sein wird unser schönes Boot zu verlassen. Weil ich Gott vertraue. Und bei ihm zu Hause bin -nicht in einem Boot.

    Auch wenn’s noch so schön ist.

    *Wohnzimmer*     *Küche*

    *Bad*     *Schlafzimmer*

    Eine entschlossene Bini

    Montagsvideo #26 Hhmmm…

    Drei mal dürft ihr raten, wer das Montagsvideo ausgesucht hat… Es verbindet zwei Herrlichkeiten: Schokolade und Werbung. Und das auch noch recht lustig.

    Der zweite Spot der Kampagne ist ein wenig kompliziert -vor allem mit dem Akzent. Ich hab’s auch erst relativ spät geschnallt… Ein Tipp: der Name ist Programm.

    Hm.. nach der Mittagspause noch einen Kaffee und ein Stückchen Schokolade?? Was soll man machen. Werbung wirkt.

    Eine umworbene Bini