Archive for April, 2008

Montagsvideo #16 der Angriff

Dove hat letztes Jahr mit der evolution-Kampagne Marketing-Geschichte geschrieben. Ganz normale Frauen als Modelle - weder dick noch dünn, weder hübsch noch hässlich - mit dem Verweiß auf die ureigene Schönheit jedes Einzelnen. Viele sprachen von einer Revolution, von einem Wertewandel in der Welt der Werbung. Wie nachhaltig dieser Entwicklung ist, wird sich noch zeigen, kurzfristig war sie auf jeden Fall ein voller Erfolg.
Um an diesen Erfolg anzuknüpfen, hat Dove jetzt noch ein Filmchen gedreht:

Die Manipulation der jungen Konsumenten durch die Kosmetikindustrie wird angeprangert und Eltern werden zur Verantwortung aufgerufen. Das finde ich richtig und wichtig! Der Imageaufbau für Dove könnte allerdings ganz schön in die Hosen gehen. Greenpreace hat sich nämlich eine Antwort auf Dove´s Ruf nach Verantwortung ausgedacht:

Hm. Ich hoffe, dass beide Spots Wirkung zeigen.
Aber wer hat jetzt recht? Greenpeace, Dove, beide?

herrlich.

*herrlich*Sommerlatte*

Mein Gott bestätigt mal wieder, dass wir ihn zurecht den “lieben Gott” nennen. Er ist so lieb, mir nicht nur Herausforderungen zu schicken, sondern auch Seelenglück. In Form von Frühlingsherrlichkeiten.

*herrlich*Wiesbaden**herrlich*Schwersterherz**herrlich*Erleuchtung**herrlich*Autofahrn*

Eine glückseelige Bini

Pimp my CV

Ich bin gerade dabei meinen Lebenslauf & Co. ins Englische zu übersetzen - man muss sich ja ordentlich bewerben können. Und dabei fällt mir auf, wie oft man Sätze wie “das macht sich später super im Lebenslauf” und ähnliches hört. Es grenzt schon fast an Manie, wie viele halbwegs ambitionierte Studenten nur aus der einen Perspektive über mögliche Praktika, Auslandssemester und Nebenjobs entscheiden: “Was sieht später in der Bewerbung gut aus?” Aktives CV-Tuning eben.

Leute, die Sache läuft so: der CV orientiert sich am wahren Leben, nicht andersrum. Sich an den möglichen Idealvorstellungen irgendeines imaginären Personalmenschen langzuhangeln, hat genau einen Effekte: er bringt einen um das selbstbestimmte Leben. Natürlich, Personaler spannen grobe Kategorien auf: Auslandserfahrung heißt, man ist flexibel und kann sich auf Neues einlassen. Aber - und das ist wichtig: Eigenschaften, die man wirklich hat, zeigen sich auch im restlichen Leben, zumindest aber im Vorstellungsgespräch. Eigenschaften, die man nur vorgibt zu haben, werden spätestens dann zur Plage, wenn man den Job bekommt, für den man sie gebraucht hätte.
Und zu guter Letzt: was immer noch am meisten gesucht wird, sind Leute mit Profil - und zwar dem eigenen.

In welchem Briefkasten mein Lebenslauf vielleicht später mal landet, haben Bini und ich am Wochenende herausgefunden: Auch in Wiesbaden werden goldene Nägel geboren - und zwar in diesen Räumen:

Scholz und Volkmer Scholz und Volkmer

Man waren wir platt: da ist die Bini ein halbes Jahr Tag für Tag nach Frankfurt gefahren, weil sie in einer Werbeagentur arbeiten wollte und dann das: Scholz und Volkmer. Eine Agentur voll mit jungen Leuten, die richtig gutes Zeug machen. Und dabei auch noch soooo geile Räume haben. Doch damit nicht genug: im Rahmen der Access All Areas-Tage haben so einige Wiesbadener Agenturen ihre Türen geöffnet (Aufmerksame haben festgestellt, dass sich das mysteriöse AAA des letzten Posts aufgelöst hat). Wiesbaden: reich, schön - und jetzt auch noch kreativ?

Edit: wer sich nicht so auskennt im Werbeslang: ein goldener Nagel ist die höchste Auszeichnung vom Art Directors Club und gelinde gesagt ‘ne gute Sache. Menschen arbeiten, leben und sterben dafür. Wie ihr sehen könnt, kann man “DIE Goldidee” auch sehr entspannt bekommen -nämlich im Chill-Bereich unterm Dach bei S&V. Die haben aber auch ganz normale Büros, die übrigens noch viel geiler aussehen. Leider haben wir das Bildermachen verpasst, vor lauter Bauglötze staunen…

Zugehörige Beiträge:

  • Montagsvideo #67 Access All Areas
  • Wiesbadener Kreativagenturen
  • Montagsvideo #102/103 Emanzipation andersrum
  • Montagsvideo #99 Wiesbadener Export nach Berlin
  • Weltpremiere ;-)
  • einhundert

    *100Tage*

    Einsnullnull. So viele Tage bin ich schon im Texter-Praktikum. Das macht mich froh. Noch froher macht mich, dass es nur noch sechs Tage lang geht. Nicht das es nicht toll wäre, es ist definitiv toll. Aber mein Leben ist auch toll. Und beides auf einmal ist nicht so leicht. Darum habe ich das Angebot Junior-Texter in Festanstellung zu werden leichtsinnig ausgeschlagen (leichtsinnig deshalb, weil mir der Sinn nach leichterem stand. Wie z.B. Sommer. Und NY.)
    Und nun freue ich mich sehr, dass ab nächster Woche die zwei-Tage-die-Woche-Werkstudenten-Zeit beginnt. Mit weniger Arbeit und mehr Kohle. Besser geht’s nicht. Ich würde jetzt gerne einhundert Dinge aufzählen, auf die ich mich freue. Weil das ein bißchen viel wäre, nehm ich nur sechs ;) Ich freu mich auf [eins] Zeit im Park mit Gott [zwei] Zeit mit dem weltgeilsten Mann [drei] Herzrasen und Produktivität und Herzrasenproduktivität [vier] netten Menschen spontan oder von langer Hand geplant eine Freude machen [fünf] nicht zum Bus rennen, sondern einfach den nächsten nehmen [sechs] träumen, planen, neue Ideen kriegen, an alten weiterdenken, begeistert sein über mein Leben und Gott und die Welt.

    Eine runterzählende Bini

    Montagsvideo #15 LOMO, SMAAT & AAA

    Was für eine Woche. Semesterstart. Neue Kurse, neue Kommolitonen. Und es sieht das erste mal nach einem ausnahmslosen Interessensstudium aus. Nur interessante Veranstaltungen, die mich beruflich auf meine vage Wunschzukunft vorbereiten:
    Photoshopkurs zum Umsetzen eigener Ideen, Marketing-Ringvorlesung mit Tipps aus der Praxis, Online-Forschung für mehr Verständnis des web 2.0+, Businessenglish für New York, Vermarktung von Printmedien, weil das Herausgeben einer Zeitschrift auch mal`ne tolle Sache wäre und und und. Wem bei dieser Vorstellung langweilig wird, dem sei dringend von Publizistik, BWL und Medienmanagement abgeraten. Ich krieg dabei jedenfalls Gänsehaut auf der Hirnhaut.

    Aber jetzt zu dem Teil, in dem sich die absurde Überschrift auflöst: die Woche haben wir genau zwei erwähnenswerte Veranstaltungen besucht. Die erste war der spoken words-Abend im Mainzer “Lomo”. Zu Gast war die einzige poetische Boygroup Deutschlands, SMAAT. Das Programm ist eine Mischung aus Slam Poetry, Kabarett und Comedy und ist definitv einen Besuch wert. Einer der Jungs ist Sebastian 23, über den wir schonmal geschrieben haben. Vorgetragen hat er zum Beispiel das hier:

    Damit aber der Text in einem Montagsvideo-Post nicht länger ist als das Video, hier noch ein Schmankerl von Nils Heinrich, den wir bei der Dichterschlacht in Darmstadt gesehen haben:

    Jetzt bleibt nur das geheimnisvolle und eklig anmutende AAA aus der Überschrift unerklärt. Im weitesten Sinne hat es was mit Lebensqualität in Wiesbaden zu tun, aber auch mit Lebensstil und Kreativität. Weil der Post aber eh schon viel zu lang ist, erzähl ich das im nächsten Eintrag.

    oh happy day in der AlexHannaBini-Welt

    Nein, wie ist das schön. Nach einem halben Jahr Brasilien und 35 langen Reisenstunden (oder waren es 350?) ist die liebe Alex wohlbehalten in unsere Arme zurückgekehrt. Das war sehr schön -wie ihr sehen könnt…

    Eine glückseeeelige Bini

    Montagsvideo #14 der Sommer kommt

    Bei dem Wetter am Wochenende haben wir uns an unseren Sevilla-Besuch im Sommer letzten Jahres erinnert. Damals hab´ich versucht, Frauen im Allgemeinen und die Bini im Speziellen beim Trinken aus der Flasche nachzumachen - ich finde, eine Frau kann dabei nie so cool aussehen, wie zum Beispiel der Typ in der Coca Cola Light Werbung.Wie auch immer. Es ist beim kläglichen Versuch gelieben: Ich hab´mich verschluckt und die Bini hat mir den Tod gewünscht.

    Sonntagsfreuden

    Heute gibt´s einfach mal ein paar Bilder von einem der liebgewonnenen Sonntagnachmittage bei uns zu Hause. Es läuft eigentlich immer nach demselben Motto: “Komme, wer da hungrig ist - und er soll zu essen bekommen.” Solche Massenabspeisungen können wir uns nämlich endlich wieder leisten, seit wir eine neue Spülmaschine haben.

    Sonntagsfreu(n)de

    Sonntagsfreu(n)de Sonntagsfreu(n)de Sonntagsfreu(n)de Sonntagsfreu(n)de

    Und weil ja auch die kleinen Freuden im Leben zählen: man beachte meinen neuen Pulli - der beendet eine Ära von zwölf Monaten verzweifelter Suche. Mein Leben ist hart - ich weiß. Ich aber auch.

    Übrigens: Letzte Chance auf den 15€ iTunes-Gutschein!
    Es gibt schon zwei Weise aus dem Abendland, die bis auf eine alle Fragen des Bloglektion Nr. 1-Test richtig beantwortet haben. Also los jetzt!

    Goethe 2.0

    So - da bin ich, um wie versprochen vom gestrigen Abend und der Band zu berichten. Vorher kann ich mir allerdings eine kleine Ankündigung nicht verkneifen:
    Wir wohnen jetzt seit über 30 Monaten in Wiesbaden und haben uns sehr gewissenhaft nach den schönsten Orten umgeschaut. Und doch haben wir uns heute wieder einmal wie kleine Entdecker gefühlt und ein bisher völlig unbeachtetes Viertel kennen gelernt. Auf jeden Fall hat uns die Tour mal wieder in einer Idee bestärkt:
    sobald die Abende wieder wärmer sind, werden wir regelmäßig unsere Lieblings-Läden, -Bars und sonstige Höhepunkte in Wiesbaden vorstellen - quasi ein subjektiver Cityguide. Also, Frühling: krieg endlich den Arsch hoch!

    Aber jetzt zur Dichterschlacht. Durch Poetry Slams ist Dichtung wieder sexy geworden im Land Goethes und ich kann nur jedem empfehlen, mal einen Slam zu besuchen. Die gibt´s im Rhein-Main-Gebiet übrigens öfter: für Mainz hier, Wiesbaden hier, Frankfurt hier und Darmstadt hier. Letzterer ist übrigens der größte in Deutschland und dementsprechend hochkarätig. Im Prinzip läuft´s aber simpel: ein Mikro, 10 Poeten, je 7 Minuten Zeit und eine Jury aus 600 Zuhörern - das war kurz gesagt unser gestriger Abend. Die Bandbreite reichte vom verkappten Philosophen über einen verirrten Freestyler bis hin zum zukünftigen Comedy-Star - und genau der war gestern auch mein Favorit, Sebastian 23, hier links im Bild.

    Dichterschlacht in DarmstadtDichterschlacht in Darmstadt

    [Für die Fotos vielen Dank an Oli, der Spielzeug für Fotografen macht]

    Von der Band erzähl ich erst morgen - jetzt führ´ich meine Frau aus. In´s neu entdeckte Viertel natürlich.

    poetry slam

    Zwischenbericht aus der Regionalbahn: Wir sind auf dem Weg zu den Gladiatorenkämpfen der Moderne - der Dichterschlacht. Die ist mittlerweile in Darmstadt zur festen Größe geworden und hat sich zum bestbesuchten poetry slam Deutschlands gemausert.

    Außerdem gibt´s neues von der Band - Gutes, aber auch so richtig Schlechtes. Von beidem berichten wir morgen.

    [written on pda]

    7 Dinge

    Die Woche ist noch jung, aber ich durfte schon wieder viel lernen.

    1. wunderschöne neue Schuhe sehen wunderschön aus, aber sie machen auch ganz schöne Blasen.
    2. Herausforderungen scheinen nie auf zu hören. Und es braucht nach einer Woche Urlaub nur zwei Tage, bis ich wieder auf der Heimfahrt heule.
    3. wer nach NY will, sollte sich auch drum kümmern. Je näher es kommt, desto mehr starke Nerven, Phantasie und unerschütterlichen Glauben braucht man.
    4. Frisches Grün ist ein schöner Kontrast gegen grau. An grauen Tagen ist es besonders geil mit der Bahn durch den beinahe-Frühlingswald zu fahren.
    5. scrapbooking fehlt, wenn man es zu lange nicht macht.
    6. es ist ein geiles Gefühl, wenn Hausschuhe, die man vor über einem Jahr zu nähen begonnen hat, endlich versohlt werden und fix und fertig sind. Und schön.
    7. als Texter-Werkstudent kann man in einer Werbeagentur gerne mal das 3fache von dem verdienen, was man als Texter-Praktikant bekommen hat. In weniger als der Hälfte der Arbeitszeit. Da ist es selbst dem Texter (noch Praktikant, ab Mai Werkstudent) nicht möglich, in Worte fassen, wie sehr er sich freut.

    Ihr seht: manches ist gut, manches nicht. Aber immer gibt’s die schönen Dinge im Leben. Und von denen habe ich natürlich Fotos gemacht…

    *rosa*Satin*Chucks**rosa*Satin*Chucks**rosa*Satin*Chucks**rosa*Satin*Chucks*

    Als ich vor ein paar Woche Satin-Chucks an einer Freundin gesehen habe, fand ich die gleich total cool. Nicht mehr so sehr, als sie 120 Euro gekostet haben. Also hab ich sie selbst gemacht. Für 17,30 €. Und mit lila Samtband (klingt scheiße, ist aber überraschend geil!).

    *Erstlingswerk-Hausschuhe**Erstlingswerk-Hausschuhe**Woche5+9**Überblick*

    Eine gemischtfühlende Bini

    Montagsvideo #13 Kreidebleich

    Nach all der Musik in den letzten Wochen heute mal eine etwas andere Art von Kunst, die getreu dem Motto “back to the roots” nur einem Stück Kreide und einer alten Tafel auskommt: